Vier haarige Herren, sieben Damen und ganz viel Natur – Lamawandern im Sauerland

Als wir auf dem Parkplatz an der Lamawiese bei Brilon ankommen, führt Ursula Oriwall gerade zwei ihrer Tiere durch das Gatter. Kaum ist der Motor aus, hechtet meine Begleiterin Yvi auch schon aus dem Auto und ich höre nur noch ein gequietschtes „Ah, da sind die Lamas!“, bevor auch ich die Tür öffne und in den Nieselregen trete. Ursula Oriwall bindet die beiden Lamas an die hölzerne Parkplatzabgrenzung und begrüßt uns erst einmal. Die Situation, die anschließend entsteht, muss schon etwas merkwürdig aussehen: Auf der einen Seite der Abgrenzung stehen zwei Lamas und glotzen uns neugierig an, auf der anderen Seite stehen wir und glotzen mindestens genauso neugierig zurück. Während unsere menschlichen Mitwanderinnen eintreffen, holt Ursula Oriwall noch zwei weitere tierische Begleiter von der Weide und bindet sie neben den ersten beiden an.

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{Jessi entdeckt} – Das BaseCamp in Bonn

Während wir die Bahnschienen überqueren und die Halle, in der das BaseCamp Bonn untergebracht ist, in unser Blickfeld rückt, steigt die Neugier. Zwar war ich schon einmal im Rahmen eines Reisebloggertreffens in diesem ungewöhnlichen Hostel, doch übernachten werde ich hier heute das erste Mal. Zielstrebig betreten wir durch das große Tor, das bei diesem tollen Wetter natürlich geöffnet ist, die ehemalige Lagerhalle und werden freundlich begrüßt. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, werden wir statt zu einem der Motto-Wohnwagen aus den 50er-Jahren zu einer ganz besonderen Unterkunft geführt: Einer Gondel aus den Schweizer Bergen. Eigentlich sollten wir in der Jägerhütte schlafen, doch die wurde versehentlich anderweitig vergeben, was uns dieses spannende Upgrade beschert hat. Manchmal muss man einfach Glück haben.

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Im Zeppelin-Museum Friedrichshafen wird die Hindenburg wieder lebendig

Als wir die Eingangshalle des Zeppelin-Museums in Friedrichshafen betreten, muss ich sofort an die Wartehalle eines alten Bahnhofs oder Flughafens denken. Und wie wir später erfahren, liege ich damit gar nicht so falsch: Das Gebäude gehörte seit Anfang der 30er Jahre zum Hafenbahnhof und wurde Anfang der 90er Jahre für das Zeppelin-Museum umgebaut, dessen damalige Räumlichkeiten für den großen Besucheransturm zu klein geworden waren. Der erste Eindruck stimmt also schon mal und ich bin gespannt, was mich in den Ausstellungsräumen erwarten wird. Wir passieren eine breite, steinerne Treppe, über der das Modell eines Zeppelins schwebt, und betreten den ersten Ausstellungsraum.

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Wie uns Scotty im Dornier-Museum Friedrichshafen Zutritt zu einer Do 328JET verschaffte

Die Sonne knallt erbarmungslos auf uns herab, von Schatten keine Spur. So ist das nun mal direkt am Flughafen. In diesem speziellen Fall marschieren wir am Zaun zum Gelände des Flughafens Friedrichshafen entlang. Fluglärm? Fehlanzeige! Die größeren Maschinen sind bereits am frühen Morgen gestartet und bis zum Abend wird der Flugverkehr wohl von ein paar Learjets und kleineren Propellermaschinen bestritten. Während wir uns langsam unserem Ziel – dem Dornier-Museum – nähern, zieht über uns ein Zeppelin seine Runden. Mit der Geschichte der Luftschiffe werden wir uns morgen näher beschäftigen, heute sind die Flugzeuge an der Reihe. Mittlerweile sind wir am Museum angekommen und stellen ein wenig amüsiert fest, dass man hier stilecht evakuiert wird: An die oberhalb eines Hügels gelegenen Notausgänge schließen sich tatsächlich Rutschen an.

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Der Weg ist das Ziel – Mit dem Tren de Sóller von Palma in den Norden Mallorcas

Als wir das alte Bahnhofsgebäude an der Plaza España in Palma de Mallorca erreichen, setzt sich die Menschenschlange auf dem Bahnsteig gerade in Bewegung: Der Zehnuhrzehn-Zug steht zum Einstieg bereit. Wir schieben uns am Ende der Schlange vorbei in das kleine Bahnhofsgebäude hinein und reihen uns in eine weitere Menschentraube vor den Schaltern ein. Bereits jetzt müssen wir uns für einen Zug zurück nach Palma entscheiden und werfen daher einen Blick auf den Bildschirm über uns, der anzeigt, wieviele Plätze in den einzelnen Zügen noch frei sind. Zum Glück hat die Hauptsaison noch nicht begonnen und so haben wir freie Auswahl. Wir entscheiden uns für den vorletzten Zug, der Sóller um 18:00 Uhr verlassen wird. Außerdem kaufen wir gleich zwei Kombitickets, die nicht nur die Fahrten mit dem Zug sondern auch mit der alten Straßenbahn nach Port de Sóller beinhalten. Mittlerweile hat sich auf dem Bahnsteig eine Schlange für den nächsten Zug gebildet, in die auch wir uns einreihen.

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