Alle Artikel mit dem Schlagwort: Weinberge

Vom Malt of Kail zum Tempel der Götter – Die Wünschelroute zum Thema Whiskey, Wein und Schokolade

Während Petra Richard und Manfred Rausch unsere Truppe begrüßen, tippeln einige meiner Mitwanderer von einem Fuß auf den anderen. Es ist kalt und vom angekündigten Sonnenschein ist bisher nichts zu sehen – höchste Zeit also, dass wir unsere Wanderung starten und in Bewegung kommen. Kurz darauf setzt sich unsere Gruppe in Bewegung und folgt den beiden Guides zunächst durch die Straßen von Treis-Karden und schließlich durch den Weinberg Richtung Wald. Der Nebel hängt tief und hüllt die Mosel, den kleinen Ort, die Weinreben und alles andere in einen weißen Schleier. Obwohl ich grundsätzlich ein großer Fan von Sonnenschein bin, hat auch dieser Anblick durchaus seinen Reiz. Wenn es nur nicht so kalt wäre…

Unterwegs auf der Wünschelroute „Wenn die Nebel tanzen“ – Wandern, Wein und wunderschöne Ausblicke

„Wenn Sie nach draußen gehen, holen Sie sich bitte eines dieser Bänder ab und nehmen sich ein Glas“, fordert uns Albrecht Gietzen – Winzer und Ortsbürgermeister von Hatzenport – auf und demonstriert, wie wir das Weinglas in die lederne Halterung einhängen sollen. Eben habe ich noch mit 19 weiteren Bloggern gemütlich im Winzerhof Gietzen bei Traubensaft, Rieslingsuppe und Mosel-Tapas zusammengesessen und jetzt stehe ich mit einem um meinen Hals hängenden Weinglas auf dem wunderschönen Hof des Weinguts. Gleich starten wir zu unserer ersten Wanderung an diesem Wochenende. Sie trägt den hübschen Namen „Wenn die Nebel tanzen“ und ist Teil der Aktion „Wünschelrouten – Geführte Herbst-Wandertouren rund um Wein & Kulinarik“. Auch ein paar Hotelgäste des Winzerhofs stoßen zu uns und schon stratzt Albrecht Gietzen mit großen Schritten los.

Tiefenentspannung in Bad Kreuznach dank Wein, Wasser und Salz

Ein bisschen ermattet sitze ich auf meinem Zimmer im Bad Kreuznacher Hotel Mühlentor und lausche dem sanften Rauschen des Flusses. Die schnatternden Enten haben sich längst verzogen, denn durch die geöffnete Balkontür dringt das Grollen eines sommerlichen Gewitters. Also lege ich meine müden Beine hoch und lassen den Tag noch einmal revue passieren. Begonnen hatte heute Vormittag alles mit einem riesigen Fragezeichen, denn unter dem Begriff Gesundheitswandern konnte ich mir nur sehr vage etwas vorstellen. Als meine Begleiterin Renate Hoff schließlich noch das Wort Entschleunigung ins Spiel brachte, war ich erst recht gespannt.

Mit dem Segway durch das Salinental von Bad Kreuznach

Ich treffe Olaf Patschke vor dem Haus des Gastes in Bad Kreuznach. Neben ihm stehen zwei Segways und mit einem davon werde ich in den nächsten zwei Stunden durch Bad Kreuznach und an der Nahe entlang düsen. Doch vorher steht die Einweisung in das etwas futuristisch anmutende Gefährt an. Ob ich schon einmal Segway gefahren sei. Diese Frage kann ich mit einem ja beantworten, auch wenn es schon ein bisschen her ist. „Dann zeigen Sie mal, was Sie können“, fordert mich Herr Patschke auf und schaltet vorsichtshalber in den Anfängermodus, der netterweise durch eine Schildkröte symbolisiert wird. Also fahre ich ein Stück, bremse und zeige, dass ich auch lenken kann. Auch wenn ich anfangs ein bisschen unsicher bin – schließlich stehe ich nicht jeden Tag auf einem Segway – nickt mein Guide zufrieden und löscht die Schildkröte von meinem Display. Ich darf also von Anfang an Vollgas geben.

Von Flußkrebsfischern und einem Wein mit Doktortitel – Wie man in Bernkastel-Kues Karriere macht

Während ich meiner Taxifahrerin dabei zuhöre, wie sie von ihrem letzten Urlaub am Bodensee schwärmt, nähern wir uns dem kleinen Moselort Bernkastel-Kues. Hoch oben thront die angestrahlte Ruine der Burg Landshut und vertreibt zumindest in ihrer unmittelbaren Nähe die Dunkelheit. Am nächsten Tag werde ich erfahren, dass jüngste Forschungen zu der Erkenntnis geführt haben, dass die Burg und somit auch Bernkastel viel älter sind als bisher vermutet, schließlich hat man römische Grundmauern unter der heutigen Ruine entdeckt. Doch für solche Ausflüge in die Geschichte der Moselregion ist es jetzt eindeutig zu spät und stattdessen genehmige ich mir lieber eine warme Mahlzeit, bevor ich in die Kissen falle.