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Tiefenentspannung in Bad Kreuznach dank Wein, Wasser und Salz

Ein bisschen ermattet sitze ich auf meinem Zimmer im Bad Kreuznacher Hotel Mühlentor und lausche dem sanften Rauschen des Flusses. Die schnatternden Enten haben sich längst verzogen, denn durch die geöffnete Balkontür dringt das Grollen eines sommerlichen Gewitters. Also lege ich meine müden Beine hoch und lassen den Tag noch einmal revue passieren. Begonnen hatte heute Vormittag alles mit einem riesigen Fragezeichen, denn unter dem Begriff Gesundheitswandern konnte ich mir nur sehr vage etwas vorstellen. Als meine Begleiterin Renate Hoff schließlich noch das Wort Entschleunigung ins Spiel brachte, war ich erst recht gespannt.

Anfangsbild b (1 von 1)

Zwar ist Bad Kreuznach bei Weitem keine Großstadt, doch herrschen auch hier – gerade am Wochenende – die typischen Geräusche des städtischen Treibens vor. Renate Hoff führt mich aus dieser Geräuschkulisse hinaus und hinein in die Stille der Natur. Kaum haben wir die letzten Häuser der Klappergasse hinter uns gelassen, sind nur noch das Zwitschern der Vögel und das Knirschen, das unsere Schuhe auf dem Schotter verursachen, zu hören.

Klein Venedig unten (1 von 1)

Weintrinker (1 von 1)

An einer Bank halten wir an und Renate Hoff bittet mich, meinen Rucksack abzustellen. Was kommt denn jetzt? Noch bevor ich weiter darüber nachdenken kann, beginnt meine Begleiterin mit einer Dehnübung. Sie erklärt jeden Schritt und führt die Übungen mit viel Ruhe durch. Also schließe ich mich ihr an. Ein paar Wanderer ziehen an uns vorbei und werfen uns neugierige Blicke zu.

Weinreben vor Hügel (1 von 1)

Während wir weiter gehen, genießen wir den herrlichen Blick auf Bad Kreuznach und Renate Hoff erklärt mir, was wir alles von hier oben sehen können. Auch die runden Gebäudeteile der Therme tauchen auf und ich freue mich schon jetzt auf meinen Nachmittag dort. Obwohl es eigentlich schade ist, sich bei diesem tollen Wetter nach drinnen zu verziehen. Wie wir von hier aus sehen können, gibt es aber auch ein Außenbecken.

Therme (1 von 1)

Die Sonne meint es wirklich gut mit uns. Vor allem auf der Treppe hoch zum Teetempelchen wird mir richtig warm. Oben muss ich erst einmal durchatmen und meinen Durst löschen. Dann stellen wir uns beide an das Geländer, schließen die Augen und lauschen einfach nur der natürlichen Geräuschkulisse um uns herum. Mit ihrer beruhigenden Stimme macht Renate Hoff hin und wieder auf ganz bestimmte Geräusche aufmerksam. Ich hätte noch eine ganze Weile hier stehen können, doch der Zeitplan ist eng und wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns.

Teetempelchen (1 von 1)

Bad Kreuznach von oben (1 von 1)

Oben auf dem Weinplateau probieren wir von den Trauben, die schon zahlreich an den Reben hängen. Renate Hoff erzählt mir, dass vor langer Zeit der ganze Berg, auf dem wir uns befinden, für den Weinbau genutzt wurde. Kaum vorstellbar, wenn man sich einmal den heutigen Bewuchs anschaut. Nur die Mauern, die zwischen den Bäumen hervorlugen, lassen erahnen, dass dieses Gebiet einmal typisch terrassenartig angelegt war.

Bad Kreuznach von oben 2 (1 von 1)

roter Wein (1 von 1)

Auf unserem Weg nach unten erlebe ich eine persönliche Premiere. Wir kommen an einem Walnussbaum vorbei und öffnen eine der Früchte. Die Kerne sind noch ganz hell, schmecken aber sehr aromatisch. Ab sofort bin ich ein riesiger Fan von Walnüssen frisch vom Baum. Unten angekommen dehnen wir noch einmal unsere Beine. Dieses Mal bleiben zwei Damen stehen. Sie sind auf Kur in Bad Kreuznach und finden es sehr lobenswert, dass wir hier draußen „Sport treiben“.

Weinreben (1 von 1)

roter Wein 2 (1 von 1)

Renate Hoff verabschiedet sich von mir am Solezerstäuber, wo ich die Zeit bis zu meinem Besuch der Salzgrotte verbringe. Ich nehme mir einen der zahlreichen Stühle und setze mich zu den anderen Besuchern. Die Luft riecht nach Meer und die frische Brise tut der sonnenverwöhnten Haut gut. Ich muss aufpassen, dass ich nicht einschlafe und meinen Termin in der Grotte verpasse.

Decke Salzgrotte (1 von 1)

Es klappt, ich bleibe wach und darf es mir in der Salzgrotte bequem machen. Ich klappe meinen Liegestuhl nach hinten und schließe die Augen. Hier darf ich einschlafen, denn nach 45 Minuten geht das Licht wieder an und alle Besucher werden geweckt. Für mich geht es anschließend noch ins Solebad der Crucenia Thermen, um die Entspannung perfekt zu machen.

Fluss und Brücke (1 von 1)

Und jetzt sitze ich hier gemütlich in meinem Hotelzimmer und bin froh über die Entschleunigung heute. Das war ja ein ganzer Reisen, rumkommen, relaxen Tag!

Vielen Dank an die Naheland-Touristik GmbH und die Gesundheit und Tourismus Bad Kreuznach GmbH für die Einladung nach Bad Kreuznach sowie an Herrn Dr. Vesper und Frau Jung für die tolle Betreuung. Mein Dank gilt außerdem Frau Renate Hoff für die entspannte Wandertour. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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2 Kommentare

  1. So eine entspannte Wanderung wäre auch etwas für mich :-) Toller Bericht, der Lust auf einen Besuch in Bad Kreuznach macht!

    Viele Grüße
    Stephie

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