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Viel Regen in der Sonnenstadt Freiburg im Breisgau

Während wir unsere Schirme schließen, unter das Vordach huschen und dem Regen dabei zusehen, wie er vom Himmel prasselt, muss ich daran denken, dass Freiburg die Stadt mit den meisten Sonnenstunden in Deutschland ist. An unserem Wochenende im Breisgau merken wir davon leider nichts. Auf unserem Bummel durch Freiburgs Gassen sind die Schirme unsere treuen Begleiter. Zum Glück gibt es aber auch immer mal wieder Regenpausen. So wie eben, als wir auf den Schlossberg spaziert sind und die Aussicht auf Freiburgs Dächer genossen haben.

Vom Schlossberg die Aussicht genießen

Am Rande der Altstadt, direkt gegenüber vom Schwabentor, ragt Freiburgs Hausberg – der Schlossberg – in die Höhe. Da der Regen gerade pausiert, beschließen wir, nach oben zu spazieren. Schon nach kurzer Zeit liegt uns die hübsche Stadt zu Füßen und wir haben einen schönen Blick auf die umliegenden Berge. Die Wolken hängen tief, also setzen wir unseren Weg nach oben schnell fort. Unser Ziel ist der Schlossbergturm.

Voller Tatendrang setze ich einen Fuß auf die unterste Stufe des Aussichtsturms und steige ca. bis zur Hälfte hinauf. Plötzlich weht mir ein so starker Wind entgegen, dass mich die Panik packt. „Ist mir zu windig, ich muss nach unten!“ rufe ich meinem Mann zu und laufe nach unten. Meine bessere Hälfte lässt sich natürlich nicht davon abhalten, bis zur Spitze hinauf zu steigen.

Über Trampelpfade geht es wieder hinab in die Stadt. Noch auf dem Weg nach unten öffnen sich die Schleusen und wir unsere Schirme. Unter dem Vordach eines alten Pavillons suchen wir Unterschlupf und warten darauf, dass der Regen nachlässt. Anschließend setzen wir unseren Weg nach unten fort, vorbei an der Schlossbergbahn – einer Standseilbahn – bis zum Stadtgarten.

Ein Bummel durch die Altstadt

Auch während wir durch Freiburgs Gassen schlendern, müssen wir immer mal wieder die Schirme öffnen. Wir drehen unsere Runde durch die Altstadt, vorbei an wunderschönen Häusern, durch das Martinstor und Klein Venedig. Freiburg ist hübsch und überschaubar. Wir lassen uns einfach treiben; die für Freiburg typischen Kanäle sind unsere ständigen Begleiter.

Am Nachmittag steigen wir die Treppen des 116 Meter hohen Münsterturms nach oben. Die Kasse befindet sich erst hoch oben im Turmzimmer, die ersten 205 Stufen sind also gratis. Wir steigen von dort aus anschließend erst einmal die 33 Stufen zu den Glocken hinauf. Mit einem Blick auf die Uhr entscheide ich, lieber nicht so lange hier oben zu bleiben, denn in wenigen Minuten werden die Glocken zur Viertelstunde schlagen. Mein Mann und einige andere Besucher machen sich jedoch den Spaß, live dabei zu sein. Auch unten im Turmzimmer sind die Glocken für meinen Geschmack noch laut genug.

Unser letztes Ziel ist die Aussichtsplattform, für die wir weitere 56 Stufen erklimmen. Da der Turm kein vollständig geschlossenes Dach hat, sind wir auch hier nicht wirklich vor dem Regen sicher. Dementsprechend wenig ist heute hier oben los. Bei gutem Wetter kann man sich auf den schmalen Treppen sicherlich schon mal in die Quere kommen.

Speisen und schlafen

Übernachtet haben wir in den Freiburg Appartements. Das Haus mit den hübsch eingerichteten Appartements ist sehr zentral gelegen. Sowohl zum Bahnhof als auch in die Altstadt konnten wir bequem zu Fuß gehen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist sehr gut und wir sind unglaublich freundlich begrüßt worden. Ich kann die Freiburg Appartements auf jeden Fall empfehlen.

Wenn es in einer Stadt eine Markthalle gibt, dann muss ich sie besuchen. Ich mag die Atmosphäre und die Möglichkeit, sich durchzuschlemmen. Die Markthalle in Freiburg liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße. Ich habe schon schönere Hallen gesehen, aber der Besuch hat sich aufgrund des teilweise etwas außergewöhnlichen Angebots und des leckeren Essens gelohnt.

Direkt hinter der Markthalle liegt das Martin’s Bräu – Freiburgs erste Gasthausbrauerei. Abends muss man hier schon mal Schlange stehen, doch wir haben dann recht fix einen Tisch zugewiesen bekommen. Das Bier und die Speisen sind lecker, die Preise moderat. Neben dem Hausbier gibt es jeden Monat ein anderes Craft Beer.

Gefrühstückt haben wir im Café Journal und im Café Erste Liebe. Während das erste Café im Studentenviertel liegt und eher einfache Frühstücksangebote ohne Schnickschnack hat, ist die Erste Liebe stylish und lässt (fast) keine Wünsche offen. In beiden Cafés hat es uns geschmeckt und satt waren wir hinterher auch.

Und sonst so?

Etwa 20 Minuten mit dem Zug von Freiburg entfernt liegt Ringsheim. Den kleinen Ort haben wir als Ausgangspunkt für zwei Tage Europapark genutzt, da Rust selbst keinen Bahnanschluss hat und wir in Ringsheim ein Hotel mit kostenlosem Parkshuttle gefunden hatten.

Direkt am Bahnhof in Feiburg gibt es ein Planetarium. Leider haben wir es nicht geschafft, eine der Shows zu besuchen.

Freiburg hat einige Parks, in denen es sich bestimmt bei schönem Wetter gut aushalten lässt.

Alles in allem ist Freiburg ein hübsches, aber sehr überschaubares Städtchen, das sich super als Ausgangspunkt für einen Besuch des Europaparks oder des Elsass‘ eignet.

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