Autor: Jessi

Das Universum Bremen: Technik, Mensch und Natur zum Anfassen, Erleben und Staunen

Ein wenig angespannt sitze ich neben Yvi auf dem Sofa und lausche den blechernen Stimmen aus dem Radio. Dann gibt es plötzlich einen heftigen Rums, das Licht über uns flackert und wir zwei werden kräftig durchgeschüttelt. Zum Glück sitzen wir aber nicht in einem Wohnzimmer in San Francisco, während ein heftiges Erdbeben die Stadt erschüttert, sondern auf einer Rüttelplatte im Universum Bremen. Insgesamt drei Runden Erdbebensimulator reichen mir; live erleben muss ich so etwas nicht. Der kleine, als Wohnzimmer eingerichtete Raum mit special effects ist nur eine von zahlreichen Stationen zu den Themen Technik, Mensch und Natur in Bremens Mitmachmuseum Universum.

Eine Schlemmertour durch Lüttich

Kaum habe ich mich in den weichen Sitz des Thalys fallen lassen und ein paar erste Worte mit meinen Mitreisenden gewechselt, kommen wir auch schon an unserem Ziel an. Lüttich ist tatsächlich nur einen Katzensprung von Aachen entfernt; 20 Minuten braucht der Thalys für die Strecke. Da wir in der ersten Klasse reisen, ist ein Frühstück inklusive. Meine Mitreisenden sind bereits in Köln eingestiegen und haben etwa eine Stunde Zeit, ihr Frühstück zu genießen. Ich trinke nur schnell einen Tee. Dann heißt es auch schon „Raus aus dem Zug!“. Während der Thalys wieder losfährt und seine Reise über Brüssel nach Paris fortsetzt, bestaunen wir erst einmal den Lütticher Bahnhof. Einige meiner Mitreisenden und ich kennen die Stadt und ihren Bahnhof zwar schon, doch begeistern können wir uns trotzdem immer wieder für diese außergewöhnliche Architektur.

Viel Regen in der Sonnenstadt Freiburg im Breisgau

Während wir unsere Schirme schließen, unter das Vordach huschen und dem Regen dabei zusehen, wie er vom Himmel prasselt, muss ich daran denken, dass Freiburg die Stadt mit den meisten Sonnenstunden in Deutschland ist. An unserem Wochenende im Breisgau merken wir davon leider nichts. Auf unserem Bummel durch Freiburgs Gassen sind die Schirme unsere treuen Begleiter. Zum Glück gibt es aber auch immer mal wieder Regenpausen. So wie eben, als wir auf den Schlossberg spaziert sind und die Aussicht auf Freiburgs Dächer genossen haben.

Länderhopping auf der zweiten Etappe des Eifelsteigs

Da wir die erste Etappe des Eifelsteigs in entgegengesetzter Richtung gelaufen sind, kennen wir Roetgen bereits als Startpunkt für die Etappenwanderungen durch die Eifel. Dieses Mal geht es jedoch nicht zurück nach Aachen. Stattdessen schlagen wir den Weg Richtung Monschau ein. Die kleine Stadt mit den hübschen Fachwerkhäusern ist nämlich das Ziel der zweiten Etappe. Gegen Mittag steigen wir an der Haltestelle Roetgen Wanderstation/Bahnhof aus dem Bus und folgen der Eifelsteig-Beschilderung raus aus Roetgen.

(K)Ein typisches Programm für einen Besuch in Bremen

Nach unserem unglaublich spannenden Besuch des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) treffen wir direkt ums Eck Marco Scharringhausen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen und wird uns heute einen kleinen Einblick in die Arbeit des Instituts geben. „Das Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwirft und analysiert zukünftige Raumfahrzeuge und Raumfahrtmissionen (Trägersysteme, Orbital-und Explorationssysteme, Satelliten) und bewertet sie hinsichtlich ihrer technischen Leistungsfähigkeit und Kosten.“ Schon vor dem Betreten des Gebäudes wird klar, dass hier mit ganz viel Leidenschaft gearbeitet wird. So wurden an diesem Ort nicht einfach vier Wände und ein Dach hingesetzt. Marco macht uns auf die gelben Markierungen am Boden, die Gangway als Verbindung zum zweiten Gebäude und die Hitzeschutzkacheln, die das gesamte Gebäude bedecken, aufmerksam. Der schwarze Würfel macht schon was her und ich muss ein wenig an die Borg denken…