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Mein Aufenthalt auf der IBIS Styles und ein Ausflug auf den Planeten Bremen

Sternzeit 81296,33; persönliches Logbuch von Lieutenant Jessi Vor Kurzem habe ich mich mit drei weiteren Kameraden auf einen Außeneinsatz begeben. Ziel war es, den Planeten Bremen zu erkunden. Am Donnerstagabend haben wir uns hierfür zunächst auf das Raumschiff IBIS Styles gebaemt. Die Transporterkabinen waren etwas eng, doch wir sind alle vier vollständig am Ziel angekommen. Die Crew des Hotelschiffs hat uns herzlich empfangen und bat uns, mit dem Turbolift auf Deck vier zu fahren, wo unsere Gästequartiere in Sektion 034186 lagen. Sie waren geräumig, zweckmäßig und gleichzeitig gemütlich. Wir fühlten uns sofort wohl, verließen das Schiff aber noch einmal für eine erste Erkundung.

Weißer Sand, freilebende Papageien und ein Dorf am Strand auf den Abacos

Ich gebe zu, ich hätte gerne noch etwas länger den Luxus am pinken Strand von Harbour Island genossen, doch unsere Bahamas-Reise führt uns weiter auf die Abacos. Gegen Mittag verlassen wir etwas wehmütig das Coral Sands Beach Resort, spazieren zum Hafen und setzen ein letztes Mal mit dem Wassertaxi nach Eleuthera über, wo wir in ein Taxi zum Flughafen steigen. Dieses Mal betreten wir nicht das Hauptgebäude sondern ein noch kleineres, das einige Meter entfernt ebenfalls direkt am Vorfeld steht. Im Terminal der Privatflieger werden wir von einer Dame am Empfangstresen begrüßt und geben ihr unsere Koffer. Während wir uns in die Ledersessel plumpsen lassen, verschwindet unser Gepäck hinter einer Tür Richtung Vorfeld. Kurz vor Abflug betritt der Pilot den Raum, teilt den Anwesenden mit, dass er mit Cherokee Air nach Marsh Harbour fliegt und führt uns sowie eine Handvoll weiterer Passagiere zum Flugzeug.

Unterwegs auf der Wünschelroute „Wenn die Nebel tanzen“ – Wandern, Wein und wunderschöne Ausblicke

„Wenn Sie nach draußen gehen, holen Sie sich bitte eines dieser Bänder ab und nehmen sich ein Glas“, fordert uns Albrecht Gietzen – Winzer und Ortsbürgermeister von Hatzenport – auf und demonstriert, wie wir das Weinglas in die lederne Halterung einhängen sollen. Eben habe ich noch mit 19 weiteren Bloggern gemütlich im Winzerhof Gietzen bei Traubensaft, Rieslingsuppe und Mosel-Tapas zusammengesessen und jetzt stehe ich mit einem um meinen Hals hängenden Weinglas auf dem wunderschönen Hof des Weinguts. Gleich starten wir zu unserer ersten Wanderung an diesem Wochenende. Sie trägt den hübschen Namen „Wenn die Nebel tanzen“ und ist Teil der Aktion „Wünschelrouten – Geführte Herbst-Wandertouren rund um Wein & Kulinarik“. Auch ein paar Hotelgäste des Winzerhofs stoßen zu uns und schon stratzt Albrecht Gietzen mit großen Schritten los.

Auf Stippvisite in Dänemarks Hauptstadt – Kopenhagen im Schnelldurchlauf

Aufgrund unserer Flugannullierung am späten Samstagnachmittag schrumpfte unser Kurzurlaub in Kopenhagen auf 1,5 Tage zusammen. Immerhin hatten wir Glück im Unglück und konnten alternativ direkt am Sonntagmorgen einen der ersten Flieger in Düsseldorf über Frankfurt nach Kopenhagen nehmen. Die Nacht verbrachten wir im Flughafenhotel und machten einfach das Beste aus unserer Situation; ändern konnten wir eh nichts. Am Sonntag ging dann auch alles glatt – gegen halb zwölf mittags bezogen wir unser Hotelzimmer in Dänemark und konnten endlich zur Stadterkundung starten. Alles in allem haben wir also einen knappen halben Tag verloren, doch in der kurzen Zeit, die uns in Kopenhagen blieb, haben wir unglaublich viel sehen und erleben können, ohne dass es in Stress ausartete.

Go West – Stempel Nummer zwei für den Zipfelpass gabs im Selfkant

Mit mir und der Welt zufrieden nehme ich einen Schluck aus dem Stubbi und richte meinen Blick gen Sternenhimmel. Vor ein paar Minuten habe ich der ISS vorerst das letzte Mal dabei zugesehen, wie sie Deutschland überflogen hat. Hier auf dem Land ist die Lichtverschmutzung nicht so hoch wie bei uns in Aachen und direkt hinter dem B&B, in dem wir nächtigen, haben wir Dank der angrenzenden Felder freie Sicht auf den Himmel, perfekte Bedingungen zum Sternegucken also. Und ruhig ist es hier – herrlich. Das Dorf Millen im Selfkant hat nur ca. 325 Einwohner und zwei von ihnen betreiben mit ganz viel Liebe zum Detail und Herzblut das B&B Millen. Mein Mann und ich wohnen in dem kleinen Doppelzimmer links vom Scheunentor, rechts davon nächtigt an diesem Wochenende ein niederländisches Pärchen. Auch unsere Vermieter sind Niederländer und während unseres Wochenendes im westlichsten Zipfel der Republik haben wir oft das Gefühl, gar nicht in Deutschland zu sein. Da kommt richtig Urlaubsstimmung auf.