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Mit dem Segway durch das Salinental von Bad Kreuznach

Ich treffe Olaf Patschke vor dem Haus des Gastes in Bad Kreuznach. Neben ihm stehen zwei Segways und mit einem davon werde ich in den nächsten zwei Stunden durch Bad Kreuznach und an der Nahe entlang düsen. Doch vorher steht die Einweisung in das etwas futuristisch anmutende Gefährt an. Ob ich schon einmal Segway gefahren sei. Diese Frage kann ich mit einem ja beantworten, auch wenn es schon ein bisschen her ist. „Dann zeigen Sie mal, was Sie können“, fordert mich Herr Patschke auf und schaltet vorsichtshalber in den Anfängermodus, der netterweise durch eine Schildkröte symbolisiert wird. Also fahre ich ein Stück, bremse und zeige, dass ich auch lenken kann. Auch wenn ich anfangs ein bisschen unsicher bin – schließlich stehe ich nicht jeden Tag auf einem Segway – nickt mein Guide zufrieden und löscht die Schildkröte von meinem Display. Ich darf also von Anfang an Vollgas geben.

Jessi und Segway (1 von 1)

Zunächst geht es ein Stückchen durch die Neustadt, an klein Venedig vorbei und ab in den Schlosspark. Mal geht es über glatten Asphalt, dann über rutschigen Kies und zwischendrin hoppeln wir über das Kopfsteinpflaster. Immer mal wieder stoppen wir unsere Segways an markanten Punkten der Stadt. Während Herr Patschke mir von Bad Kreuznach, dem Schlosspark oder den vielen Museen berichtet, versuche ich mein Segway möglichst auf der Stelle zu balancieren. Bei meinem Guide sieht das irgendwie eleganter aus…

Kirche (1 von 1)

Brückenhäuser (1 von 1)

Ganz besonders gerne berichten die Bad Kreuznacher – auch Herr Patschke – von drei Dingen: Zum einen sind sie mächtig stolz auf ihre schönen Brückenhäuser, die im Mittelalter aus Platzgründen auf den Brückenpfeilern errichtet wurden und heute das Wahrzeichen von Bad Kreuznach sind. Zu Recht, wie ich finde. Eine weitere Besonderheit sind die Vorrichtungen für den Hochwasserschutz, die nicht nur funktionell, sondern auch perfekt an die Umgebung angepasst sind. Und dann wäre da noch die Eingemeindung von Bad Münster. Seit Mitte des Jahres gehört der Nachbarort nämlich zu Bad Kreuznach.

Klein Venedig (1 von 1)

Wir verlassen die Stadt und finden uns sofort im Grünen wieder, denn zwischen Bad Kreuznach und unserem Ziel Bad Münster am Stein liegt das Salinental. An den sieben Salinen sitzen Einheimische und Touristen, die im Sonnenschein die gesunde Luft genießen. Auch ich atme tief ein und fühle mich plötzlich ans Meer versetzt, so salzhaltig ist meine Umgebung. Zwar gibt es hier kein Meer, aber die Nahe, ein eher gemächlich dahinfließender Fluss, auf den ich mich später noch begeben werde.

Burg (1 von 1)

Saline und Planet (1 von 1)

„Sie machen ja gar keine Fotos“, ruft Herr Patschke irgendwann über seine Schulter. Da hat er Recht. Das monotone Summen der Segways und die vorrüberziehende Landschaft haben mich so eingenommen, dass ich glatt vergesse, hier und da mal meine Kamera aus dem Rucksack zu holen und von meinem Gefährt zu steigen. Denn Fotos vom Segway aus dürfen nicht gemacht werden. Selbst wenn es erlaubt wäre, rein balancetechnisch wäre ich auf gar keinen Fall in der Lage dazu.

Nahe (1 von 1)

Saline (1 von 1)

Die zwei Stunden vergehen wie im Flug und dann muss ich mein Segway leider abgeben. Ich werde allerdings angemessen entschädigt, denn für meinen späteren Rückweg nach Bad Kreuznach wird mir ein Pedelec an die Seite gestellt. Und dass dieses Gefährt ebenfalls riesigen Spaß bereitet, durfte ich ja schon einmal erleben.

Segways (1 von 1)

Vielen Dank an die Naheland-Touristik GmbH und die Gesundheit und Tourismus Bad Kreuznach GmbH für die Einladung nach Bad Kreuznach sowie an Herrn Dr. Vesper und Frau Jung für die tolle Betreuung. Mein Dank gilt außerdem Herrn Olaf Patschke von OutdoorLive für die unterhaltsame Segwaytour. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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