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{Jessi entdeckt} – Dass Pedelecs einen großen Spaßfaktor haben

Ein Fahrrad mit Motor? In den Niederlanden? Ich bin ja schon ein wenig enttäuscht, als unsere Reisebegleitung uns auf der Fahrt in die Provinz Drenthe erzählt, dass wir unsere morgige Radtour mit Pedelecs unternehmen werden. Beim Lesen des Programms der Pressereise hatte ich mir schon ausgemalt, auf einem bequemen Hollandrad zu sitzen und gemütlich durch die Gegend zu radeln. Im Gegensatz zu mir ist meine Mitreisende Friederike hellauf begeistert. „Das macht so einen Spaß!“ versichert sie uns mit leuchtenden Augen. Na, da bin ich ja mal gespannt…

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Das E-Deluxe 2014 von KOGA – Fast so schön wie ein Hollandrad

Da stehen wir also nun vor den sieben Fahrrädern der niederländischen Firma KOGA, die uns Anke zum Hof van Saksen gebracht hat. Sie sehen ganz anders aus, als ich sie mir vorgestellt habe: schlicht, sportlich und gar nicht nach „Alte-Leute-Fahrrad“. Es sind auch drei Räder ohne Motor dabei, doch Friederike hat mich mit ihren Erzählungen so neugierig gemacht, dass ich unbedingt ein Pedelec ausprobieren möchte. Neben den an Mountainbikes erinnernden Rädern entdecke ich auch eins nach meinem Geschmack. Die Sattelhöhe passt, die Funktion des kleinen Computers ist schnell erklärt und schon schiebe ich das Fahrrad voller Vorfreude nach draußen.

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„Ah, ist das cool!“ quietsche ich, während ich mit fast 30km/h über die schnurgerade Straße Richtung Haupthaus des Hof van Saksen rase. So schnell war ich noch nie mit einem Fahrrad unterwegs. Naja, vielleicht bergab mit Rückenwind und Kneipe in Sicht… Die Motorunterstützung habe ich auf die höchste Stufe eingestellt und jedesmal, wenn ich in die Pedale trete, bekomme ich von hinten einen Schub. Der Akku zeigt 40% an und so stöpsel ich das Rad erst einmal über Nacht an die Steckdose.

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Mit High-Speed durch die Heide der Provinz Drenthe!?

Ab sofort kann unsere kleine Reisegruppe nicht mehr leugnen, dass sie zusammengehört. Denn die bunte Tasche von Basil, die an fast jedem der sieben Gepäckträger klemmt, ist schwer zu übersehen. Zwar bin ich wahrlich kein Freund der Farbe pink, doch die Tasche ist einfach unglaublich praktisch: wasserabweisend, geräumig und leicht zu „montieren“.

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Unter der fachkundigen Leitung der jungen Niederländerin Celeste starten wir unsere Tour ins Naturschutzgebiet Balloerveld. Doch unmittelbar nach dem Start gibt es den ersten Stopp. Auf meinem Computer wird eine Fehlermeldung angezeigt und der erwartete Schub von hinten bleibt aus. Zum Glück sind wir aber ja in den flachen Niederlanden und wenn ich im hügeligen Aachen mit meinen drei Gängen zurecht komme, dann werde ich es auch hier ohne Motor schaffen. Enttäuscht bin ich natürlich trotzdem, schließlich macht es einen irrsinnigen Spaß, mit dem Pedelec durch die Gegend zu düsen. Gut, dass ich mich gestern noch mit Friederike und Dominique auf eine nächtliche Erkundungstour durch die ländliche Umgebung begeben habe!

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Tierische Begegnungen im Naturschutzgebiet

Unsere Tour durch die Heide wird immer wieder unterbrochen, um Fotos von der unberührten Natur und zutraulichen Pferden zu schießen. Einen dieser Stopps legen wir an einer Schafsweide ein. Schafe sind für die Heidelandschaft unglaublich wichtig, weil sie die Sprösslinge fressen und somit verhindern, dass Pflanzen in die Höhe wachsen. Den für die Heide so typischen Wacholder lassen sie stehen.

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Damit die natürlichen Rasenmäher die umliegende Landschaft pflegen können, müssen sie regelmäßig ihren umzäunten Bereich verlassen. Als während unseres Aufenthalts plötzlich das Gatter geöffnet wird und wir uns in einem meckernden Meer aus Wollelieferanten befinden, schaue ich in viele strahlende Gesichter. Das ist für uns alle ein ganz besonderes Erlebnis und ich erkläre das Bad in der Schafsherde zum heutige Highlight, obwohl erst später Vormittag ist.

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Wenige Meter weiter treffen wir auf den Schäfer und ein paar Lämmer, die im Stall herumtollen. Spätestens, als der Schäfer seine Schützlinge mit der Flasche füttert, sind wir alle hin und weg. „Darf ich das Lämmchen streicheln?“ Und zack, hat Friederike das Kleine auf dem Arm. Wir anderen Mädels wollen es natürlich auch einmal knuddeln und so wird das Lamm von Arm zu Arm gereicht, gekrault und abgelichtet. Trennen können wir uns nur schwer von den kuscheligen Tierchen, doch so langsam sollten wir uns auf den Rückweg machen. Den Rest des Weges lege ich mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück, denn die Begegnungen mit den Schafen lassen mich vergessen, dass ich heute nicht in den Genuss hoher Geschwindigkeiten komme.

FSD_2014_Freiseindesign_Holland_Travel_Nature_Tour_Koga-3932Vielen Dank an Friederike für dieses tolle Foto; schaut doch auch mal bei ihr vorbei.

Und sonst so?

Auch, wenn die Schafe unsere Radtour zu einem einmaligen Erlebnis gemacht haben, möchte ich euch nicht vorenthalten, was euch sonst noch im Naturschutzgebiet Balloerveld erwartet. Zum einen wäre da natürlich die weitläufige Heidelandschaft, die auch oder vielleicht sogar vor allem ohne Sonnenschein ihren Reiz hat.

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Für Geschichtsfans gibt es auch so einiges zu entdecken. Deutlich sichtbar sind noch heute die Spuren, die einst die mittelalterlichen Karren auf ihrem Weg zum Markt hinterlassen haben. Ebenfalls aus dem Mittelalter stammen die Reste von Wällen, die einst Äcker umgeben haben. Immer wieder kann man leichte Erhebungen in der bizarren Landschaft entdecken: Grabhügel aus längst vergangenen Zeiten.

Klugscheißerwissen

Als ich meinem Freund ganz begeistert erzähle, wie toll es doch ist, E-Bike zu fahren, konfrontiert er mich erst einmal mit der Frage, ob es wirklich ein E-Bike gewesen sei. Oder doch eher ein Pedelec? Meine Reaktion:“Wo ist denn da der Unterschied ?“ Das ist ganz schnell und einfach erklärt: Beim E-Bike sind Muskel- und Motorantrieb völlig unabhängig voneinander. Es gleicht schon eher einem Mofa als einem Fahrrad und muss zugelassen werden. Das ist beim Pedelec nicht der Fall, da die Motorkraft nur mit der Muskelkraft gemeinsam wirkt.

Vielen Dank an das Niederländische Büro für Tourismus & Convention für die Einladung in die Region Drenthe. Mein Dank gilt außerdem den Unternehmen KOGA und Basil. Meine Meinung bleibt hiervon unberührt.

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1 Kommentare

  1. ohhh und so eins hast du abends gegessen :-) ;-) na ja – ansonsten bist du ja ne ganz Nette *smile* war sehr schön dich kennen gelernt zu haben – heute vor einer Woche um diese Zeit saßen wir im Restaurant und haben uns auf das tolle Drei-Gang-Menü gefreut :-)

    bis hoffentlich bald mal wieder – würde mich freuen noch mal zusammen ne Pressereise zu erleben

    Lieben Gruß nach Aachen von Elischeba

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