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Von Ruine zu Ruine auf dem Pfälzer Waldpfad

Unsere Wanderung auf der achten Etappe des Pfälzer Waldpfads startet wie sie endet: An einer schönen, fotogenen Burgruine. Bevor wir uns auf den 12 Kilometer langen Weg machen, besichtigen wir das Burgenmassiv Alt Dahn – Grafendahn – Tanstein. Auf dem verwinkelten Gelände gibt es zahlreiche Treppen, die durch die Mauern auf unterschiedliche Aussichtspunkte führen. Von dort ist der Blick auf die umliegende Landschaft, die zumindest teilweise schon in den schönsten Herbstfarben leuchtet, besonders gut. Nach unserer Fotosession vor den rötlichen Mauern der Burgruine wird es Zeit, die heutige Wanderung zu starten. Immerhin erwarten uns noch mehr Programmpunkte.

Zwischenziel mit Weitsicht: Der Wasgaublick

Los gehts also. Und zwar ersteinmal durch den Pfälzer Laubwald. Während der weiche Waldboden bereits mit einer dünnen, bräunlichen Laubschicht bedeckt ist, tragen die Bäume um uns herum noch recht viele und vor allem grüne Blätter. Schade eigentlich, noch schöner wäre die Kulisse in den typischen Herbstfarben gewesen. Aber auch so ist die Natur um uns herum mal wieder ein Träumchen.

Noch liegt Nebel über den Tälern
Das Burgmassiv besteht aus drei Burgen
Besonders faszinierend sind die roten Felsen, in die die Burgen hineingehauen wurden

Nach einer Weile laufe ich nicht mehr über weichen Waldboden, sondern auf festem Untergrund. Statt auf Bäume blicke ich auf Wiesen und auch der Weg ist breiter geworden. Doch auch das ändert sich schnell wieder. Schließlich wandern wir auf dem Pfälzer Waldpfad. Bevor es wieder in den Wald geht, können wir noch einmal einen Blick auf das Burgenmassiv werfen, das wir vorhin erkundet haben.

Hier macht der Pfälzer Waldpfad seinem Namen alle Ehre
Im Hintergrund thront das Burgmassiv auf dem Schlossberg

Nach 4 Kilometern und 150 Höhenmetern erreichen wir unser erstes Zwischenziel – den Wasgaublick. Hier gönnen wir uns eine kleine Pause, befreien unsere Rücken eine Weile von den Rucksäcken und stärken uns mit Brötchen und Snacks.

Blick vom Wasgaublick auf das Dahner Felsenland

Apfelsaftverkostung am Kelterhaus

Nach der Pause ist vor der Pause – oder so ähnlich. Doch bevor es soweit ist, folgen wir weiter der grün-weißen Beschilderung des Pfälzer Waldpfads. Auf dem nächsten Teilstück ist Vorsicht geboten, denn hier stehen die Bäume teilweise mitten auf dem schmalen Pfad. Im Gänsemarsch schlängeln wir uns durch den Wald, bis die Wege wieder breiter werden.

Immer den grün-weißen Schildern nach
Immer schön den Bäumen ausweichen

Auch heute ist die Sonne unsere stetige Begleiterin und bringt uns vor allem bei den Anstiegen gut ins Schwitzen. Praktischerweise führt uns der Weg direkt am Kelterhaus Busenberg vorbei. Hier stellen die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Busenberg e. V. Apfelsaft her. Wir lassen den Wald zunächst hinter uns und legen die letzten Meter bis zum Kelterhaus zurück, wo wir von Berthold Haas und Klaus Trojok bereits erwartet werden. Die beiden Vereinsmitglieder haben nicht nur interessante Infos über ihre Kelterei sondern auch jede Menge Apfelsaft für uns.

Apfelsaft-Tasting direkt am Kelterhaus

Ich bin zwar kein großer Apfel(saft)fan, aber durchaus erstaunt, wie variantenreich der Geschmack sein kann. Mein Favorit ist eindeutig der ungekochte Apfelsaft, von dem man allerdings nicht zu viel auf einmal trinken sollte.

Auch Rheinland-Pfalz hat eine Burgruine Drachenfels

Burgen haben die Angewohnheit, in der Regel auf einem Berg oder zumindest auf einer Anhöhe zu liegen. So auch unser heutiges Ziel – die Burgruine Drachenfels. Aber Moment mal: Burgruine Drachenfels? Die liegt doch im Siebengebirge bei Königswinter (nicht davor und nicht dahinter). Richtig, aber auch Rheinland-Pfalz hat eine solche Burgruine.

Auch in RLP gibt es eine Burgruine Drachenfels

Die Burgruine Drachenfels, um die es auf unserer heutigen Wanderung geht, thront auf einem Sandsteinfelsen und wird aufgrund ihrer markanten Form im Volksmund auch Backenzahn genannt. Und diesen Backenzahn erklimmen wir zum Abschluss unserer Wanderung über eine in den Fels gehauene Treppe.

Auf dem Backenzahn

Bevor es mit dem Taxi wieder zurück ins Hotel geht, gönnen wir uns in der nahe gelegenen Drachenfelshütte ein spätes Mittagessen in der Sonne.

Infos zum Pfälzer Waldpfad

Gesamtroute:

  • Start: Kaiserslautern
  • Ziel: Schweigen-Rechtenbach
  • Länge: 144.3 km
  • Höhenmeter: 3.058 (auf), 3.088 (ab)
  • Etappen: 9

Etappe 08:

  • Start: Dahn
  • Ziel: Erlenbach
  • Länge: 17 km
  • Höhenmeter: 468 (auf), 464 (ab)

Weitere Infos gibt es hier.

Und wenn ihr grundsätzlich Lust bekommen habt, die Pfalz zu erwandern, dann schaut euch doch mal das Wandermenü an.

Vielen Dank an die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH und Pfalz.Touristik e.V. für die Einladung zum 8. Bloggerwandern. Meine Meinung wird durch diese Einladung nicht beeinflusst.

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