Auf der Extraschicht 2016 die Industriekultur von Dortmund erkunden

Müde lasse ich mich auf das große Bett meines Zimmers im Welcome Hotel Essen plumpsen. Wie bei meiner ersten Extraschicht vor zwei Jahren habe ich gemeinsam mit Janett die Pottsche Industriekultur erkundet und meinen Kopf mit vielen tollen Eindrücken gefüllt. In diesem Jahr waren wir in Dortmund unterwegs und heute Nacht werde ich sicherlich von einem großen U, leckeren Burgern, alten Straßenbahnen und einer verrückten Lichtorgel träumen…

das Dortmunder U (1 von 1)

Als Janett und ich am Eingang der Kokerei Hansa stehen und auf den Start der Extraschicht warten, haben wir ein deja vu, denn wie vor zwei Jahren begleitet uns der Regen. Wie gut, dass das Gelände noch nicht so voll ist und wir nicht lange anstehen müssen, um ins Innere der Kokerei zu gelangen. Ein kleines Stück des Weges, auf denen Besucher gewöhnlich im Rahmen einer Führung die Kokerei erkunden, dürfen die Extraschicht-Gäste heute eigenständig dem Weg der Kohle folgen. Also schnell rein ins Trockene. Das erste Stück hat es in sich, denn es geht steil bergauf. Dafür wird man aber auch mit einer tollen Aussicht auf das Kokereigelände belohnt. Auf unserem Weg treppauf und treppab begegnen wir immer wieder Mitarbeitern, die den neugierigen Gästen Rede und Antwort stehen.

Plan der Kokerei Hansa (1 von 1)

dem Weg der Kohle folgend (1 von 1)

Anschließend fahren wir dann noch mit einer der alten Straßenbahnen des benachbarten Nahverkehrsmuseums. Das durfte ich zwar schon bei meiner Tour de Ruhr durch Dortmund erleben, aber Fahrten mit so alten Schätzchen sind immer wieder toll.

in der alten Straßenbahn (1 von 1)

alte Straßenbahn (1 von 1)

Bevor wir uns mit dem Bus zu unserer nächsten Station aufmachen, hauen wir auf einem Klavier ordentlich in die Tasten und betätigen damit ein paar Scheinwerfer, die die Kokerei in buntes Licht tauchen. Vor allem Janett hat hier richtig Spaß und gönnt sich anschließend zur Stärkung ein Gurkeneis. Endlich lässt auch der Regen nach, wir können die Schirme wegpacken und sogar ein wenig in die Sonne blinzeln.

Licht durch Töne (1 von 1)

Den Extraschicht-Shuttle verlassen wir am Depot, wo Janett an einem Kreativworkshop teilnimmt, während ich durch die aktuelle Fotoausstellung schlendere. Anschließend setze ich mich an den Rand und lasse das schöne alte Gebäude auf mich wirken. In den sozialen Netzwerken erfahre ich, dass Janett fast fertig ist und kann den Fortschritt ihres kreativen Schaffens begutachten. Kurz darauf steht sie freudestrahlend vor mir und streckt mir das Ergebnis entgegen. Es ist eine kleine Schatzkiste geworden.

Das Depot (1 von 1)

Kino im Depot (1 von 1)

Als nächstes machen wir uns auf den Weg zum Hoesch-Museum. Soweit wir wissen, sollen hier Kurzführungen zum Thema „Wilde 60er“ stattfinden. Das Gelände wird auf jeden Fall schon mal von 60er-Jahre-Musik einer Liveband beschallt. Doch statt mit den übrigen Gästen im Takt der Musik zu wippen, erkundigen wir uns erst einmal nach den Kurzführungen. Wir haben Glück, in wenigen Minuten startet die nächste Führung. Bei dieser müssen wir leider feststellen, dass es ganz allgemein um die Firma Hoesch und nicht um die „Wilden 60er“ geht. Da waren wir wohl falsch informiert. Also schleichen wir uns davon und lauschen lieber noch ein wenig der Musik, bevor wir zu unserem letzten Programmpunkt aufbrechen.

Hoesch Museum (1 von 1)

Jobs (1 von 1)

auch einen Koch gabs hier (1 von 1)

Schon von weitem strahlt uns unser Ziel entgegen: Das Dortmunder U. Ein Gebäude mit einer faszinierenden Geschichte, das ich schon so lange einmal besuchen wollte. Zum Glück ist es in den letzten Stunden trocken geblieben und wir können auch keine Regenwolken entdecken. Immerhin wollen wir hoch hinaus und von der Dachterrasse des Dortmunder U die Aussicht genießen.

Spiegelung (1 von 1)

Nachdem Janett bei einer Fotoaktion in einem riesigen Donut gesessen hat, steuern wir die erste Rolltreppe an und beobachten beim Hinauffahren die Projektionen an der riesigen Wand neben uns. Immer höher tragen uns die vielen Rolltreppen, das letzte Stück geht es dann zu Fuß weiter. Das Motto dieser Extraschicht-Location lautet heute „Hip Hop und Burger“. Burger? Genau das richtige jetzt, denn neben der Müdigkeit kündigt sich auch ein leichtes Hüngerchen an. Die Jungs und Mädels von Food Brother sind super organisiert, es geht schnell voran und schon halten wir jeder einen super leckeren Burger in der Hand. Den verputzen wir erst mal auf der Dachterrasse – über uns das U, unter uns Dortmund.

auf dem U und unter dem U (1 von 1)

Zum Abschluss eines richtig schönen und abwechslungsreichen Extraschichtabends gönnen wir uns im U noch ein Bierchen, beobachten die Jugend, die später zur Hip Hop Musik abfeiern wird und verkneifen uns das eine oder andere Gähnen. Gegen Mitternacht bringt uns dann die S-Bahn zurück nach Essen, wo wir zufrieden in unsere Hotelbetten fallen.

Vielen Dank an den Ruhr Tourismus für die Einladung zur Extraschicht und die Bereitstellung eines Zimmers im Welcome Hotel Essen. Meine Meinung ist und bleibt wie immer meine eigene.

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3 comments

  1. Jetzt bin ich überall als Gurkeneis genießende, in Donuts fortbewegende Boxkreative bekannt 😀 Dank dir 😉

    Es war toll mit dir Dortmund zu erkunden und ich hoffe wir schaffen es in spätestens zwei Jahren wieder auf die Extraschicht.

    • ?

      Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht! Ich hoffe, dass wir es sogar nächstes Jahr schaffen!

      Viele Grüße
      Jessi

  2. Pingback: Dortmund mal anders - 8 Stunden Extraschicht im Zeitraffer - Teilzeitreisender.de

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