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Auf Tour de Ruhr in Dortmund

Während immer mal wieder Autos an uns vorbeisausen und im Hintergrund der Hafenkran surrt, steht Martin Brunsmann seelenruhig inmitten unserer Gruppe, die heute Dortmund erkunden möchte – zu Fuß, per Schiff und mit einer alten Straßenbahn. Startpunkt ist das alte Hafenamt, das wie ein Leuchtturm über dem Dortmund-Ems-Kanal thront. Den Hafen selbst werden wir später auch noch genauer unter die Lupe nehmen, doch zunächst lauschen wir der Entstehungsgeschichte des Kanals. Das alte Hafenamt selbst ist leider seit einiger Zeit geschlossen, aber auch von außen sehr sehenswert. Irgendwann setzt sich unsere Gruppe schließlich in Bewegung und begibt sich auf die Suche nach Hafenliebe und Industriedenkmal.

Hafenamt (1 von 1)

Unser kleiner Spaziergang durch den Dortmunder Hafen endet an der Santa Monika 2, die hier vor Anker liegt und auf ihre Gäste wartet. Auch wir hopsen einer nach dem anderen in den Bauch des kleinen Schiffes und machen es uns an Deck gemütlich. Ich erwische noch einen der letzten Plätze an der frischen Luft. Der Wind pustet mir immer wieder die Haare ins Gesicht, doch so eine Bootstour muss ich einfach draußen erleben. Als wir endlich ablegen, erfahren wir, dass die Santa Monika älter als der Kanalhafen ist, durch den wir geschippert werden. Während der Tour durch den Hafen zeigt sich Dortmund von seinen beiden Seiten: Seiner industriellen und seiner grünen. Genau diese Symbiose aus Industriekultur und Natur ist es, was ich persönlich am Pott so liebe.

Anker (1 von 1)

Santa Monika (1 von 1)

Kräne (1 von 1)

Mit Industrie, Kultur und Natur geht es auch nach der Tour durch den größten Kanalhafen Europas weiter. Hierfür fahren wir erst einmal mit der Stadtbahn nach Obernette und spazieren von dort im Gänsemarsch zum Nahverkehrsmuseum. Schon beim Betreten des Geländes bin ich hin und weg. So viele alte Schätzchen, die hier rumstehen. „Wer hat Hunger? Es gibt Bockwürstchen!“ Drei sympatische Herren begrüßen unsere Truppe und sorgen dafür, dass wir uns rundum wohl fühlen. Während sich die meisten auf das Essen und die Getränke stürzen, gehe ich schon mal auf Tuchfühlung mit einer alten Straßenbahn.

Achtung Straßenbahn (1 von 1)

Anzeige (1 von 1)

„Ist das dein Hobby?“ fragt mich Martin Brunsmann und deutet auf meine Kamera. Er muss mich wohl bei meinen Videoaufnahmen beobachtet haben. Als ich ihm von meinem Reiseblog erzähle, ist er sofort interessiert und wir beginnen über das Ruhrgebiet und seinen zu unrecht schlechten Ruf zu plaudern. Unser Gespräch wird durch den plötzlichen Aufbruch unserer Gruppe Richtung Straßenbahn unterbrochen. Auf diesen Teil der Tour de Ruhr durch Dortmund habe ich mich am meisten gefreut und die Fahrt mit der alten Bahn durch die Natur bis zur Kokerei Hansa ist auch tatsächlich mein ganz persönliches Highlight. Da hier mitten in der Pampa keine Oberleitungen vorhanden sind, ziehen oder schieben wir den benötigten Strom einfach gut verpackt in einem kleinen Anhänger hinter bzw. vor uns her.

Straßenbahn (1 von 1)

Straßenbahnarmatur (1 von 1)

Straßenbahnfahrer (1 von 1)

Ich wäre noch gerne etwas länger mit der Straßenbahn durch die Landschaft gezockelt, doch auf uns wartet der letzte Teil unserer Tour: Ein kurzer Rundgang über das Gelände der Kokerei Hansa. Martin Brunsmann gibt uns einen kleinen Einblick in das, was die Besucher der Kokerei erwartet. Er möchte uns neugierig machen. Was mich angeht, so schafft er das auch. Die Kokerei Hansa steht ab sofort auf meiner Ruhrpottliste.

Kokerei Hansa (1 von 1)

Spiegelung Kokerei Hansa (1 von 1)

Turbinenhalle (1 von 1)

Kohle (1 von 1)

Kaue (1 von 1)

Den ganzen Tag über hat sich Dortmund grau in grau präsentiert, doch es ist trocken geblieben. Das ändert sich schlagartig als ich wieder auf dem Bahnsteig am Hauptbahnhof stehe. Aber jetzt kann es meinetwegen auch ruhig regnen.

Rucksack (1 von 1)

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https://www.youtube.com/watch?v=xnOPn2PHCEc

 

Tipps zur Tour de Ruhr:

  • Eine Liste der spannenden, vielseitigen Touren findet ihr hier.
  • Meldet euch frühzeitig an! Meine Tour war z. B. schon ein paar Wochen vorher ausgebucht.
  • Mit der Ruhr.Topcard bekommt ihr auf die Tour „Industriedenkmal und Hafenliebe“ in diesem Jahr 50% Rabatt.
  • Am besten einen Schirm und Verpflegung einpacken, die Touren dauern mehrere Stunden. Festes Schuhwerk ist ebenfalls empfehlenswert.

Vielen Dank an den Ruhr Tourismus für die Bereitstellung der RUHR.TOPCARD. Meine Meinung ist und bleibt wie immer meine eigene.

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3 Kommentare

  1. Glück auf!
    Ein ganz, ganz toller Bericht über unsere gemeinsame Tour durch Dortmund. Es hat auch mir sehr viel Spaß gemacht.
    Liebe Grüße – Martin

    • Jessi sagt

      Vielen Dank! Freut mich, wenn dir mein Bericht gefällt. :-)
      Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, mit dir durch Dortmund zu touren.

      Liebe Grüße
      Jessi

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