Bielefeld – Für mich eine totale Überraschung

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Nach meiner Mountainbiketour durch den Teutoburger Wald fahre ich mit dem Zug zurück nach Bielefeld, wo mich Elke Kringel freundlich in Empfang nimmt. Ich bin ein bisschen geschlaucht und mittlerweile ist es kurz nach eins, so dass ich Elkes Vorschlag, erst einmal etwas essen zu gehen, sehr begrüße. Also spazieren wir vom Bahnhof Richtung Fußgängerzone, wo sich unzählige Shopping Queens und Kings tummeln. Elke erzählt mir, dass Bielefeld eine recht junge Stadt ist, immerhin studieren an der Universität Bielefeld um die 24.000 Jungs und Mädels. Das führt mich zu der Frage, wieviele Einwohner die Stadt hat und ich bekomme die überraschende Antwort „ca. 330.000“. Das hätte ich nicht gedacht; aber ehrlich gesagt, weiß ich bisher auch generell nicht viel über Bielefeld – außer, dass es diese Stadt angeblich nicht gibt. Elke Kringel erzählt mir, dass vor allem am Wochenende viele Menschen aus den umliegenden, viel kleineren Städten kommen, um ihr Geld auszugeben und wirft mit mir einen kurzen Blick in das stylishe Shopping Center Loom. Für unser Mittagessen biegen wir in eine der etwas ruhigeren Seitenstraßen ab. Auch die Gastronomie in Bielefeld überrascht mich – modern, stylish, cool, gut besucht.

Ein Besuch auf der Sparrenburg

Gut gestärkt hüpfen wir schnell in das nächste Taxi, denn zu Fuß würden wir es nicht rechtzeitig zur Kasemattenführung auf der Sparrenburg schaffen. Und das wäre sehr schade gewesen, denn ich erlebe eine der unterhaltsamsten und interessantesten Führungen, an denen ich je in einer Burg oder einem Schloss teilgenommen habe. Außerdem ist es in den Kasematten angenehm kühl. Während der Führung besuchen wir den Mannschaftsraum der Soldaten, den Brotbackofen und eine Zelle. Wir bekommen eine kleine Vorstellung davon, wie es gewesen sein muss, hier als Soldat zu dienen und lauschen gespannt den Geschichten über die gut ausgetüftelten Abwehrmechanismen und Fallen in den Kasematten. Den Besuchern steht nur ein kleiner Teil der unterirdischen Gänge für Führungen zur Verfügung, denn im restlichen Teil leben mittlerweile 14 verschiedene Fledermausarten.

Im Anschluss an die Führung geht es für Elke Kringel und mich hoch hinaus. Über 120 Stufen besteigen wir den 37 Meter hohen Turm der Burg, von dem aus wir an diesem tollen Sommertag einen unglaublich guten Blick auf Bielefeld und den Teutoburger Wald haben. Elke zeigt mir verschiedene historische und moderne Gebäude, die wir uns gleich auch noch auf unserem Rundgang durch die Stadt ansehen werden. Doch bevor es zu Fuß in die Stadt geht, testen wir auf Elkes Smartphone noch eine von Studenten entwickelte Rätsel-App. Wir halten das Smartphone vor eine Mauer und suchen sie nach einem Hinweis ab, als plötzlich ein Geist auf dem Bildschirm erscheint und uns eine Frage stellt. Eine coole Art, die Burg auf eigene Faust kennen zu lernen, doch hierfür fehlt uns heute leider die Zeit.

Ein Rundgang durch Bielefeld

Die Sonne brennt und mir steckt die Mountainbiketour in den Knochen. Meine Konzentration lässt langsam nach, während wir durch Bielefeld spazieren und Elke Kringel mir zu einzelnen Gebäuden ihre Geschichten erzählt. Das tut mir ein wenig Leid, denn zum einen gibt sich meine Begleiterin sehr viel Mühe und zum anderen scheint Bielefeld wirklich eine interessante Stadt zu sein.

Als wir wieder im Zentrum ankommen, sind die Straßen rechts und links von neugierigen Menschen gesäumt. Kaum haben wir uns dazu gesellt, hören wir auch schon die Musik, die langsam näher kommt. Einmal im Jahr findet in Bielefeld der Carnival der Kulturen statt und heute ist es wieder so weit. Bunt gekleidete Menschen unterschiedlichster Nationen tanzen zu Gute-Laune-Musik durch die Straßen. Doch auch ihnen sieht man mittlerweile an, dass die Hitze heute fast schon unerträglich ist. Ich schaue mir das Spektakel eine Weile an und verabschiede mich dann von Elke Kringel, denn auch für heute Abend steht noch ein Programmpunkt an und ich sehne mich danach, vorher unter die Dusche zu hüpfen und die Beine hochzulegen.

Gin Tasting im Légère Hotel Bielefeld

Den Abend verbringe ich mit den anderen Reisebloggern der TeutoBloggerWG im Légère Hotel Bielefeld. In der hoteleigenen Lounge und Bar Faces thronen wir auf schicken weißen Barhockern, während uns ein köstliches Menü aus vier Gängen kredenzt wird. Barmanager Matthias Walter sorgt für die passenden Getränke. Zu jedem Gang gibt es ein sorgfältig ausgewähltes Gingetränk inklusive professioneller Erläuterung. Da werden selbst Ginskeptiker überzeugt.

Einen ausführlichen Bericht zum Gin Tasting gibt es bei Fernwehyvi.

Ausflugstipp: Kaiser Wilhelm Denkmal in Porta Westfalica

Anfang Juli ist das Kaiser Wilhelm Denkmal bzw. das dazugehörige Besucherzentrum (wieder)eröffnet worden. Ich durfte mir die Räumlichkeiten bereits vorher anschauen und mir ein Bild davon machen, wie das neue Highlight in Porta Westfalica aussehen wird. Schon von unten – in meinem Fall vom Bahnhof aus – ist der Anblick beeindruckend. Trotz Baustelle kann ich mir sehr gut vorstellen, wie sich die Besucher hier über das Denkmal informieren, auf der Panoramaterrasse ein kühles Getränk gönnen oder in den großzügigen Räumlichkeiten feiern werden.

Foto von Peter Hübbe

 

Am Kaiser Wilhelm Denkmal starten auch einige Wanderwege. Leider macht uns ein Gewitter einen Strich durch unsere Rechnung und statt zur Wittekindsburg zu wandern, nehmen wir das Auto. Ein kleiner Spaziergang durch den Wald ist dann aber doch noch drin; das Gewitter zieht weiter. Anschließend erhalten wir auf einer kleinen Rundtour durch das Hauptgebäude der Wittekindsburg Einblick in die wunderbare Arbeit des Witthüs e.V. Der Verein restauriert das alte Gebäude, vermietet die Räumlichkeiten für Feiern und veranstaltet verschiedene Events.

Weitere Infos und Links

Vielen Dank an den Teutoburger Wald Tourismus für die Einladung zur TeutoBloggerWG 2018. Mein Dank gilt außerdem dem Team vom Légère Hotel Bielefeld, Elke Kringel, Manfred Raker und Matthias Gundler. Wie immer wurde meine Meinung durch die Einladung nicht beeinflusst.

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