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Ein abwechslungsreicher Kurztrip nach Salzburg

Nachdem ich mir zwei Jahre lang neidisch die vielen tollen Schneebilder von Freunden und Fremden im Netz angeschaut hatte, stand für mich spätestens im Herbst 2015 fest, dass ich nicht noch einen Winter auf Schnee verzichten werden würde. Und wenn der Schnee schon nicht zu mir kommen wollte, musste ich halt den Schnee besuchen. Das ganze wollte ich dann möglichst noch mit einem Städtetrip verbinden. Als Ziel für unseren Kurzurlaub im Schnee wählten wir Salzburg. Dort wurden wir dann leider auch nicht vom Schnee begrüßt, aber mein Wunsch erfüllte sich trotzdem. Was wir in und um Salzburg so alles erlebt haben, zeige ich euch heute in einem Video. Details dazu findet ihr in diesem Blogpost.

Festung Hohensalzburg (1 von 1)

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https://www.youtube.com/watch?v=j5SDU2pVDDs

Anreise

Nach Salzburg ging es für uns an einem Mittwochvormittag von Köln aus mit Germanwings. Der Flug dauert nur eine Stunde und so landeten wir mittags auf dem kleinen österreichischen Flughafen. Das Skigepäck meines Freundes konnten wir übrigens kostenlos aufgeben. Vom Flughafen aus fahren regelmäßig O-Busse ins Zentrum, z.B. zum Hauptbahnhof. Kleiner Tipp: Ab zwei Fahrten mit den Öffentlichen pro Tag lohnt es sich bereits, ein 24h-Ticket zu kaufen.

Unterkunft

Gewohnt haben wir ca. 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof und der Altstadt entfernt in einer Airbnb-Wohnung. Gabriele ist eine sehr herzliche und engagierte Vermieterin. Sie hat für ihre Gäste sogar eigenhändig beschriftete Stadtpläne (auf Deutsch und Englisch) vorbereitet. Ich kann sie und ihre kleine, süße Wohnung auf jeden Fall weiterempfehlen.

Ein Vorteil einer Wohnung ist, dass man an keine Frühstückszeiten gebunden ist und sich auch ohne Probleme mit Proviant für den Tag versorgen kann. Kleiner Tipp: Die Supermärkte schließen in Österreich viel früher als in Deutschland. Allerdings gibt es im Hauptbahnhof Salzburg einen Spar, der 24 Stunden geöffnet ist.

Aktivitäten

Am Mittwochnachmittag trafen wir den Andersreisenden. Gerhard hatte sich netterweise dazu bereit erklärt, uns sein Salzburg zu zeigen. Also bummelten wir eine Weile durch die Salzburger Altstadt und lauschten Gerhards Erzählungen.

Donnerstag war es dann endlich soweit: Es ging in den Schnee. Wir hatten bei Renate Steinacher eine Schneeschuhwanderung gebucht. Den Artikel hierzu findet ihr hier.

Spaziergang auf dem Mönchsberg (1 von 1)

Am Nachmittag folgten wir dann einem Tipp von Gerhard und marschierten auf den Mönchsberg. Unser Ziel war allerdings nicht die Festung Hohensalzburg. Oben angekommen ließen wir die Burg links liegen und folgten dem Doktor-Ludwig-Prähauser-Weg Richtung Mülln. Das war ein richtig schöner Spaziergang mit tollen Ausblicken auf Salzburg. Und am Ende wartete schon ein frisch gezapftes Bier auf uns, denn der Weg endet praktischerweise direkt am Augustiner Bräu im Kloster Mülln. Im Sommer soll man hier richtig schön im Biergarten sitzen können, doch auch die alte Trinkhalle hat ihren ganz eigenen Charme. Und das Bier hat auch geschmeckt.

Verkaufsgang im Kloster Mülln (1 von 1)

Am Abend sind wir dann noch einmal in den Bus Richtung Flughafen gestiegen und haben den Hangar 7 besucht. Von außen sieht der Glashangar, der ein kostenloses Museum und mehrere Cafés, Bars, Restaurants beherbergt besonders im Dunkeln unglaublich toll aus. Allerdings ist mir die ganze Einrichtung ein bisschen zu schick und hochglanzpoliert. Hiert scheint sich die Schickeria von Salzburg zu treffen.

Freitag ging es dann noch einmal in den Schnee und für mich das erste Mal auf die Piste. Nachdem ich bereits erste Skierfahrungen in der Halle gemacht hatte, wurde es Zeit, mein Talent in der „freien Natur“ zu testen. Also buchte ich mir bei der Skischule Sport Franky einen Skilehrer für vier Stunden und die entsprechende Ausrüstung. Der Bus Richtung Skigebiet Gaissau Hintersee fuhr praktischerweise direkt ums Eck unserer Wohnung und ist für Skifahrer kostenlos. Der Tag auf der Piste hat mir nicht nur viele blaue Flecke und einen tierischen Muskelkater beschert, sondern auch eine ganze Menge Spaß und eine enorme Verbesserung meiner Technik. Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg!

Restauranttipps

Bei Roland Essl im Weiserhof gibt es Gerichte mit Geschichte – traditionelle österreichische Küche. Die Gerichte haben außergewöhnliche Namen (zumindest für uns Nicht-Österreicher) und sind ohne Ausnahme recht deftig. Der Kaiserschmarrn zum Nachtisch durfte natürlich nicht fehlen, auch wenn ich vorher schon fast geplatzt wäre. Hier muss unbedingt vorher ein Tisch reserviert werden!

Nur einen Katzensprung vom Kloster Mülln entfernt liegt der Bärenwirt. Die Gaststube ist urig und sehr gemütlich. Angeblich soll es hier das „beste Backhendl“ in Österreich geben. Wir haben es allerdings nicht getestet. Das Wiener Schnitzel kann ich hingegen auf jeden Fall empfehlen.

Am letzten Abend haben wir mal nicht österreichisch sondern italienisch gegessen. Das Beccofino lag in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung und war – im Gegensatz zu den beiden Restaurants, in denen wir es zuvor versucht hatten – nicht ausgebucht. Wir haben uns beide für Pasta entschieden und wurden nicht enttäuscht. Auch das Knoblauchbrot war super. Achtung: Es besteht die Gefahr, dass man nach Hause rollen muss.

Abreise

Samstag ging es am späten Vormittag dann wieder zurück nach Aachen. Diesmal allerdings nicht in der Luft, sondern auf Schienen. Da Salzburg der letzte Bahnhof vor der deutschen Grenze ist, kamen wir nur mit Passkontrolle in den Zug.

Salzburger Dom (1 von 1)

Fazit

Salzburg ist eine kleine, hübsche Stadt, ich ich auf jeden Fall noch einmal im Sommer besuchen möchte.

Ich freue mich über das Teilen dieses Beitrags:

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2 Kommentare

  1. Schön, dass Dir Dein Aufenthalt in Salzburg so gut gefallen hat, Jessica. Wir sind dort häufig. Den Doktor-Ludwig-Prähauser Weg merken wir uns für einen unserer nächsten Besuche in Salzburg. Der klingt sehr interessant. Danke für den Tipp.

  2. Heike sagt

    Vielen Dank für diesen spannenden Beitrag zum Kurztrip nach Salzburg. Sie haben fast nur in vier Tagen so viel Interessantes gesehen. Gut zu wissen, dass die Supermärkte in Österreich viel früher als in Deutschland schließen. Ich werde darauf achten, wenn ich für meine Reise eine Wohnung miete.

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