Eine herbstliche Wanderung durchs Hohe Venn

Noch haben wir bis zu unserem Treffen mit den Kölner Reisebloggern genügend Zeit, doch wenn sich der Stau in Roetgen nicht bald auflöst, wird es knapp. Die Kölner scheinen weniger Verkehr gehabt zu haben, denn noch während wir langsam voranrollen erhalte ich die Nachricht, dass der Parkplatz, auf dem wir uns treffen wollen, voll ist und sie sich einen anderen suchen. Kein Wunder, dass die Straßen und Wanderparkplätze gut gefüllt sind. Schließlich zeigt sich der Herbst an diesem Wochenende noch einmal von seiner goldenen Seite. Und das höchstwahrscheinlich zum letzten Mal in diesem Jahr. Schuld an unserem Stau scheint eine Ampel auf der Durchfahrtsstraße zu sein, denn sobald wir diese passiert haben, kommen wir sehr gut voran. Wir beschließen, trotz der Meldung der Kölner Truppe zum Treffpunkt – dem Wanderparkplatz „Grenzweg“ – zu fahren und siehe da: Wir finden eine Lücke, in die sowohl unsere Nelli als auch ein zweites Auto passen.

Wenig später sind wir alle am Startpunkt unserer Wanderung durch das Hohe Venn versammelt und folgen dem Weg vom Parkplatz in ein angrenzendes Waldstück. Hier im Schatten der Bäume ist es ein wenig frisch, doch als wir diesen verlassen, werden Jacken gegen Sonnenbrillen und Kopfbedeckungen getauscht. Im Venn selbst gibt es keinen natürlich Schutz vor der Sonne und ich kann nur jedem raten, sich gut einzucremen.

Die außergewöhnliche Landschaft zieht uns sofort in ihren Bann. Der blaue Himmel harmoniert perfekt mit den warmen, herbstlichen Farbtönen der Gräser und alle paar Meter müssen wir einfach unsere Kameras zücken, um diese wunderschöne Szenerie festzuhalten. Trotzdem sollte man sich nicht zu sehr ablenken lassen und aufmerksam sein, denn an einigen stellen können die Holzstege, auf denen wir durch das Platte Venn wandernschon einmal Unebenheiten oder auch Löcher aufweisen.

Wir überqueren die Monschauer Straße und befinden uns wieder in einem Waldgebiet. Hier wird deutlich, dass das Wetter in letzter Zeit eher nass war und die Sonne den Waldboden nicht erreicht. Der Trampelpfad, auf dem wir uns befinden, ist sehr rutschig und wir arbeiten uns im Gänsemarsch von einer trockenen Stelle zur nächsten. Hoffentlich rutscht niemand aus und landet in einer der zahlreichen Pfützen! Wir schaffen es sicher zum kreuzenden Schotterweg. Nur hier und da klagt jemand über leicht nasse Füße.

Weiter geht es Richtung Osten und schließlich durch das Brackvenn wieder zurück zum Parkplatz. Nach den Holzstegen, dem Trampelpfad und dem breiten Schotterweg ändert sich die Umgebung ein weiteres Mal. Wir wandern auf einer breiten, leicht ansteigenden Grasfläche am Rande der Moorlandschaft entlang. Am Ende treffen wir dann wieder auf die Holzstege, auf denen wir trockenen Fußes durch das teilweise sehr nasse Gelände zum Parkplatz gelangen.

Die Wanderung war eher kurz und der schöne, sonnige Tag ist noch lange nicht zu Ende. Also beschließen wir, das letzte goldene Herbstwochenende voll auszunutzen und fahren nach Eupen, um noch etwas zu essen, bevor sich unsere Wege wieder trennen.

Start- und Endpunkt der Wanderung ist der Parkplatz Grenzweg an der Monschauer Straße (aus Mützenich kommend direkt hinter der Grenze zu Belgien, auf der linken Seite). Der Weg ist insgesamt 8,6 km lang und hat keine nennenswerte Steigungen. Dafür ist er aber sehr abwechslungsreich und es bleibt genügend Zeit, die tolle Landschaft zu genießen. Bitte unbedingt an ausreichend Sonnenschutz und festes Schuhwerk denken. Die Wanderung habe ich im Buch „Streifzüge durch das Hohe Venn“ entdeckt, das ich euch hier vorgestellt habe.

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