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Schneevergnügen in der Eifel

In den letzten Jahren bin ich zu einem richtigen Schneefan geworden. So sehr, dass ich sogar beschlossen habe, Skifahren zu lernen. Leider scheint sich der Winter allerdings parallel zu einem Deutschland-Feind entwickelt zu haben. Während ich als Kind keinen einzigen Winter ohne Schnee und spaßiges Schlittenfahren erlebt habe – zumindest kann ich mich an solch einen Winter nicht erinnern – und als Jugendliche einen Groll gegen die andauernde Kälte und den nervigen Schnee hegte, ist die weiße Pracht mittlerweile etwas Seltenes geworden. Umso mehr hat es mich gefreut, als der Wetterbericht endlich auch für Aachen und die Eifel starken Schneefall vorhersagte und das auch noch pünktlich zum Wochenende. Es stand also fest: Wir fahren in die Eifel ins Winterwonderland!

Am Samstag sollte der Plan dann in die Tat umgesetzt werden. Unser „Kontaktmann“ in der Eifel bestätigte uns die erhoffte Schneemenge anhand eines Fotos und gab uns auch noch den Tipp, den Bus an der Haltestelle Konzen Bahnhof zu verlassen.

Der Bus war schon in Burtscheid recht voll, doch auch wir fanden noch ein Plätzchen zwischen all den Schlitten, ungeduldigen Kindern und dick eingepackten Schneefans. Mit einem Umstieg in Roetgen erreichten wir eine gute halbe Stunde später unser Ziel vor den Toren Monschaus. Hier hatten wir zwei Möglichkeiten: 1. Dem Vennbahnweg folgen oder 2. Den Kaiser-Karl-Weg einschlagen. Wir entschieden uns für letzteres und stiefelten in unser Nachbarland Belgien.

Wir begegneten anfangs kaum jemandem und es war angenehm ruhig um uns herum. Zum Glück hatte sich aber schon vor uns eine Familie mit Schlitten ihren Weg durch den Schnee gebahnt, denn sonst wäre unser Ausflug verdammt anstrengend geworden. Auch so kamen wir schnell ins Schwitzen und steckten die Handschuhe nach kurzer Zeit in die Jackentaschen.

Wir liefen so lange geradeaus, bis die Spuren im Schnee endeten. Vor uns lag die unangetastete Schneedecke, umrahmt von weißen Nadelbäumen – der perfekte Ort für etwas, das ich schon Jahre nicht mehr getan hatte. Ich drückte meinem Mann die Kamera in die Hand, zog die Kapuze über und ließ mich nach hinten fallen. Nachdem ich den Schnee mit Armen und Beinen beiseite geschaufelt hatte, lag ich ruhig in meinem Schneeengel und lauschte. Nichts. Einfach nur Stille. Ich liebe den Schnee!

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4 Kommentare

  1. Ui…ein Schneeengel! Och, du im Schwarzwald gab es dieses Jahr doch tatsächlich auch mehr Schnee als sonst. Habe ich gesehen! Live! Schönen authentischen Blog hast du da! :-) Ich mache so was im Kleinen und ab und zu…aber 2018 mag ich da mehr draus machen!
    Schöne Grüße von mir an dich!
    Ewa

    • Jessi sagt

      Vielen Dank für dein Lob!

      Ja, in diesem Jahr hat der Winter – zumindest kurz – mal richtig zugeschlagen.

  2. Na ich sags doch: Mützenich ist der schönste Ort für den Schnee :-) Also der Wald zwischen Konzen und Mützenich bzw. Richtung Belgien. Schöner Bericht, danke dafür.

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