Wandern
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Wiesen, Wälder, Wasser – Eine Rundwanderung in der Eifel

Den Eifelort Simmerath haben wir gerade erst hinter uns gelassen, als ein Holzschild meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Auelt-Pfad; Benutzung auf eigene Gefahr“ – Das Schild zeigt in Richtung eines Trampelpfades, der zunächst über einen Holzsteg führt und dann in einem dicht bewachsenen Wald verschwindet. Das sieht abenteuerlich aus und macht sofort Lust, diesem Auelt-Pfad zu folgen. Da wir unsere Wanderung aber erst begonnen haben, beschließen wir, auf dem Rückweg, der uns laut Karte wieder hier entlang führen wird, einen Abstecher in die wilde Natur zu machen. Also orientieren wir uns zunächst wie geplant an den Schildern mit der Nummer 31, die den Rundwanderweg von Simmerath zur Kalltalsperre, einmal um diese herum und über den Lönsfelsen zurück nach Simmerath markieren.

Wir spazieren – zunächst leider auf Asphalt – an Wiesen voller Pusteblumen und grünen Weiden vorbei, während uns die kauenden Kühe mit ihren wunderschönen Augen hinterherglotzen und biegen schließlich auf einen Trampelpfad ein. Ab hier werden wir vom Flüsschen Kall begleitet, der leise vor sich hinplätschert und ebenso wie wir die Kalltalsperre als Zwischenziel hat.

Landidylle in der Eifel

Leider gibt es auf der Wanderung viel Asphalt

Auf Trampelpfaden durch die Natur

Leider verläuft die Wanderroute ein kurzes Stück an der Bundesstraße entlang, welche wir außerdem queren müssen. Auf einigen Teilstücken der Tour werden wir immer mal wieder von der Geräuschkulisse der Bundesstraße begleitet. Das gibt auf jeden Fall Punktabzug…

Wir folgen immer der 31

Das Wasser immer im Blick

Auf Schotterwegen folgen wir der Kall durch den Wald bis zur Talsperre. Wie gerufen taucht vor uns oberhalb des Staubeckens eine Bank mit Blick aufs Wasser auf – der perfekte Platz für eine kurze Pause und ein zweites Frühstück. Es ist zwar Brückentag, doch viel los ist hier nicht. Wir können die Natur um uns herum in aller Ruhe genießen, dem Gesang der Vögel lauschen und den Duft des Waldes in uns aufsaugen. Das tut richtig gut!

Zwischen Simmerath und der Talsperre führt der Weg meist an Wiesen vorbei

Der Wald spiegelt sich in der Kalltalsperre

Gut gestärkt brechen wir wieder auf und umrunden die Kalltalsperre, die anfangs ein ganzes Stück unterhalb unseres Weges liegt. Das Wasser schimmert meist durch den lichten Uferbewuchs hindurch. Ab der Kehre im Westen sind wir dem Stausee näher und laufen nun durch einen wunderschönen, fast verwunschen wirkenden Wald. Aber auch dieses Bild ändert sich bald wieder, als wir zur Staumauer kommen. Da es sich bei der Kalltalsperre um eine Trinkwasserquelle handelt, ist es leider nicht möglich, ans Ufer zu gelangen, aber der Blick von der Staumauer auf das leicht wellige Wasser entschädigt hierfür. Eine Weile bleibe ich hier stehen, schließe die Augen und lasse mir die Haare vom Wind zerzausen.

Der Keltzerbach bahnt sich seinen Weg durch den Wald

Das restliche Stück oberhalb der Talsperre legen wir leider wieder auf Asphalt zurück. Ich vermute, dass es sich um die Zufahrt zum Wasserkraftwerk und zur Staumauer handelt. In einer Kurve führt uns der Weg durch die Kaiserfelsen hindurch, die sich rechts und links von uns empor erheben. Ein bisschen fühlt es sich an, als würden wir durch eine kleine Schlucht wandern. Kurz bevor wir wieder auf den Start des Talsperrenrundwegs treffen, biegen wir auf einen Trampelpfad ab, der relativ steil bergauf durch den Wald führt. Oben angekommen ist es Zeit für die zweite Pause – Zuckerspeicher auffüllen und tief durchatmen.

Mit ein bisschen Phantasie bilden die Kaiserfelsen eine kleine Schlucht

Auf dem Rückweg nach Simmerath kommen wir noch mal durch eine ganz andere Landschaft

Pusteblumenwiesen und geheimnisvolle Pfade

Auch auf dem Rückweg müssen wir noch einmal ein Stückchen an der Bundesstraße entlang und sie queren. Anschließend gibt es aber wieder Natur pur. Der nächste Abschnitt gefällt mir richtig gut. Der Weg ist teilweise kein richtiger Weg sondern führt direkt übers Gras. Immer wieder kommen wir an Pusteblumenwiesen vorbei – Ist das schön! Ein kurzer Schlenker führt uns zum Lönsfelsen, bevor es wieder zurück Richtung Simmerath geht.

Zurzeit ist alles so schön grün

Die Wiesen stehen voller Pusteblumen

Und dann stehen wir wieder vor dem verlockenden Schild „Auelt-Pfad; Benutzung auf eigene Gefahr“. Dieses Mal folgen wir dem Trampelpfad über den etwas morschen Holzsteg in den Wald. Die fast schnurgerade gewachsenen Bäume stehen dicht an dicht und lassen nur wenig Platz für den Pfad, der sich durch die bizarre Landschaft schlängelt. Ich finde es toll und wünschte, die hinter uns liegende Rundwanderung hätte auch so etwas geboten.

Hier beginnt der Auelt-Pfad

Schade, dass der Auelt-Pfad so kurz ist – richtig cool hier

Der Wald endet abrupt und vor uns liegt eine hübsche Wiesenlandschaft. Hier begegnen wir auch erneut dem Flüsschen Kall, an dem wir ein Stück entlang spazieren, bevor uns der Weg wieder durch einen bewaldeten Abschnitt nach Simmerath zurück führt. Der Auelt-Pfad ist leider ein sehr kurzes, aber umso interessanteres Vergnügen – und eindeutig ein toller Abschluss unseres Wandertages.

Trotz seiner Kürze ist der Auelt-Pfad unglaublich abwechslungsreich

Allgemeine Infos

  • Geparkt haben wir kostenlos am Bushof Simmerath. Ihr könnt aber auch mit dem Bus anreisen.

  • Ohne den Abstecher über den Auelt-Pfad hat die Wanderung eine Länge von guten 12 Kilometern.

  • Die Steigungen halten sich in Grenzen und die Wanderung ist als mittel eingestuft.

  • Nicht so gut gefallen haben mir die vielen asphaltierten Abschnitte und die Nähe zur Bundesstraße. Trotzdem war die Wanderung abwechslungsreich und hatte einige schöne Abschnitte.

  • Unbedingt den Abstecher über den Auelt-Pfad machen.

 

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