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Von einem bunten Massenstart und glühenden Hüllen – Die Warsteiner Montgolfiade

„Alles klar?“ fragt mich der Pilot rechts neben mir lächelnd. Ich nicke. Alles klar! Und wie! Während die vier Damen hinter uns bei jeder Kurve kreischen, sitze ich schweigend vorne links und genieße die grandiose Aussicht. Wann bekommt man schon einmal die Gelegenheit, mit einem Hubschrauber um unzählige Heißluftballone, die sanft gen Horizont gleiten, herum zu fliegen? Der Massenstart auf der Montgolfiade in Warstein hat bereits vor ca. 20 Minuten begonnen und noch immer steigen weitere Ballone in den Sauerländer Abendhimmel. Ab und zu sind wir einigen so nah, dass wir uns gegenseitig zuwinken.

Aus Sicht des Piloten (1 von 1)

Auf dem Warsteiner Rummel

Unser erster Weg führt uns vom schon sehr gut gefüllten Parkplatz zum Pressezelt. Noch haben die Besucherzahlen nicht ihren Höhepunkt erreicht und so hält sich das Geschiebe und Gedränge in Grenzen. Wenige Stunden später wird sich das geändert haben. Im Pressezelt überreicht uns die Senior Referentin Unternehmenskommunikation zwei Presseausweise und mir ihre Visitenkarte. Quasi mein goldenes Ticket für den Hubschrauberrundflug während des Massenstarts. Auch sonst haben Christiane Willeke und ihr Team trotz typischem Pressestress stets ein offenes Ohr für uns und sorgen gerne dafür, dass es uns an nichts fehlt.

Massenstart es werden mehr (1 von 1)

Da wir schon den ganzen Tag unterwegs sind und unsere Mägen nach einer Mahlzeit verlangen, schlendern wir an den vielen unterschiedlichen Fressbuden vorbei. Als mich die Dame in der Frittenbude bei meiner Bestellung ein wenig skeptisch anschaut, schiebe ich schnell ein „Ich komme aus Aachen, da isst man das so. Ist wirklich lecker!“ hinterher. Im Sauerland isst man Fritten also nicht mit Senf…

Ballone am Himmel (1 von 1)

Ballone über sauerländer Nebel (1 von 1)

Zum Nachtisch gönnen wir uns noch eine Portion Poffertjes und machen uns dann auf den Weg zur Reithalle, wo das Briefing der Ballonpiloten stattfinden soll. Die Gassen zwischen den Buden und Fahrgeschäften haben sich mittlerweile gut gefüllt und auch an den Zäunen um die Startfelder herum postieren sich immer mehr Besucher. Einige von Ihnen haben sich vorher eins der begehrten Tickets für den Massenstart ergattert und warten nun auf ihre Piloten.

aus dem Heli (1 von 1)

Ballone, Ballone, Ballone (1 von 1)

Der letzte Massenstart in 2014

Während ich am Hubschrauberstartplatz mit vielen weiteren Besuchern darauf warte, endlich selbst in die Luft gehen zu dürfen, geht ein Raunen durch die Gruppe. Ein Blick nach rechts macht schnell klar, dass die „Ohs“ und „Ahs“ den ersten Ballonen gelten, die gerade das Startfeld gen Himmel verlassen. Es werden immer mehr und das Aufrichten und Abheben der bunten Hüllen scheint gar kein Ende nehmen zu wollen.

Massenstart es geht los (1 von 1)

Endlich ist es soweit, gemeinsam mit den vier besagten Damen geht es über die Wiese auf den Heli zu, dessen Rotorblätter für mächtig viel Wind und Krach sorgen. Schnell die Sicherheitsgurte angelegt und die Kameras ausgepackt. Dann geht es auch schon los. Unter mir werden die wartenden Menschen immer kleiner, während wir uns den bunten Ballonen nähern. Eine traumhafte Kulisse, die ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Gelände von oben (1 von 1)

Ballone über sauerländer Nebel 2 (1 von 1)

Nach fünf Minuten ist der Spaß leider schon vorbei. Ich wäre am liebsten sitzen geblieben, doch am Rande des Startfeldes scharren die nächsten Gäste schon mit den Füßen. Und meine Begleiterin, die den Massenstart von unten erlebt hat, wartet sicher auch schon auf mich am Pressezelt.

Massenstart von unten (1 von 1)

Bourani und Helene bringen die Hüllen zum Glühen

„So, dann suchen wir uns mal ein nettes Plätzchen!“ In einer halben Stunde soll das Ballonglühen losgehen. Also tauschen wir unsere Plätze auf der Bierbank im Partyzelt gegen einen Rasenplatz mit möglichst guter Sicht auf das Spektakel. Es ist gar nicht so einfach, sich einen Weg durch die Menschenmassen zum Eingang des Startfeldes zu bahnen. Die ersten Ballonhüllen liegen bereits auf dem Rasen, während die übrigen aus ihren Kisten geholt werden.

Aufbau (1 von 1)

Um Punkt 22:00 Uhr wird es dann dunkel um das Startfeld und ich bilde mir ein, dass gleichzeitig auch die meisten Besucher verstummen. Alle warten gespannt auf den Beginn des Night Glow. Als aus den Lautsprechern Bouranis Fußballhymne erklingt, beginnen einzelne Ballone im Takt zu glühen und wieder im Dunkeln zu verschwinden. Auch beim Ballonglühen kommen wir – wie vorhin im Partyzelt – um Helene nicht drumrum. Es hätte so schön sein können…

Night Glow (1 von 1)

Gleich gehts los (1 von 1)

Als die letzten Töne des Abschlussliedes verstummt sind, bricht das Publikum in freudigen Jubel aus. Auch meine Begleiterin und ich sind begeistert.

Ein einzigartiges Event geht zu Ende

Während wir über das Warsteiner-Gelände und quer durch den Wald wieder Richtung Straße schaukeln, genieße ich den Blick auf das Höhenfeuerwerk, das den krönenden Abschluss der Montgolfiade 2014 bildet. Immer wieder passieren wir Autos, die am Straßenrand geparkt haben und deren Insassen andächtig in den bunt-erleuchteten Himmel schauen. Schöner kann ein solches Event nicht zu Ende gehen. Ich bin mir sicher, dass die Planungen für 2015 schon bald beginnen.

Vielen Dank an den Sauerland-Tourismus für die Einladung ins Sauerland sowie an die Warsteiner Brauerei für die Einladung auf die Montgolfiade. Ein ganz besonderer Dank gilt Anna Galon, die meine Reise mit ganz viel Herz organisiert und begleitet hat, sowie Christiane Willeke für die Betreuung auf der Montgolfiade. Meine Meinung bleibt wie immer hiervon unberührt.

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6 Kommentare

  1. Haha….ein Wunder das Du nach dem Flug noch hören kannst, nachdem Dir die anderen Passagiere die Ohren abgekreischt haben. ;) Tolle Bilder hast Du da mitgebracht. Schade, daß das Wetter so schlecht war. Trotzdem toll! Sowas würde mir auch gefallen. GlG, Nadine

    • Jessi sagt

      Naja, sie waren nicht lauter als der Heli selbst und die tolle Aussicht hat abgelenkt. ;-)
      Wir hatten sogar noch Glück mit dem Wetter. Einen Tag vorher und am Morgen sind die Massenstarts wegen Regen ausgefallen. Da war ich ganz froh, dass es am Nachmittag/Abend trocken war.

      Liebe Grüße
      Jessi

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