Winzerglühwein vor alten Gemäuern und weitere Highlights des Aachener Weihnachtsmarktes

Es geht mit großen Schritten auf das zweite Adventswochenende zu, an dem Aachen wieder aus allen Nähten platzen wird – so wie an so ziemlich jedem Tag der Vorweihnachtszeit. Und wenn die Touristen ihre Einkäufe, die sie kistenweise aus dem Lindt Werksverkauf zu den Bussen schleppen, alle selbst vernichten, dann wird sie sicher bald das gleiche Schicksal ereilen. Die Stadt steckt in diesen Tagen voller weihnachtlicher Vorfreude: süße Düfte, stimmungsvolle Klänge, glänzende Lichter und freudig strahlende Gesichter. Für meinen Geschmack fehlt nur noch ein Hauch von weißem Puder auf den Dächern, um die Stimmung perfekt zu machen.

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Für mich gehört der Aachener Weihnachtsmarkt zu den schönsten, die ich bisher besuchen konnte. Natürlich steckt da auch eine große Portion Heimatliebe dahinter, doch es gibt durchaus triftige Gründe. Und rund 1,5 Mio. Weihnachtsmarktbesucher aus aller Welt pro Jahr können ebenfalls nicht irren.

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Die Aachener Altstadt mit ihren engen Gassen und den großen Plätzen um das historische Rathaus und den Dom herum sind geradezu prädestiniert für niedliche Holzbüdchen und glänzende Lichterketten. Die Atmosphäre, um in Weihnachtsstimmung zu kommen, ist definitiv gegeben.

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An jeder Ecke duftet es nach den unterschiedlichsten Köstlichkeiten. Neben der obligatorischen Bratwurst werden Flammkuchen, Champignons, Reibekuchen und natürlich Fritten geboten. Mein Favorit ist jedoch der Suppen- und Eintopfstand, auch wenn ich jedes Jahr vor der gleichen schwierigen Frage stehe: Erbsen oder Linsen?

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Nachdem der Hunger gestillt wurde, kommen schon mal Gelüste nach etwas Süßem auf. Auch hier stehen den Geruchs- und Geschmacksnerven allerlei herrliche Dinge zur Verfügung. Natürlich darf da auch die Aachener Printe nicht fehlen, die bei uns zwar das ganze Jahr über erhältlich ist, in der Adventszeit allerdings Hochsaison hat. In diesem Jahr gibt es sogar eine Schaubäckerei, in der Aachener und Touristen Wissenswertes über das Aachener „Grundnahrungsmittel“ erfahren.

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Ich muss zugeben, dass ich jedes Jahr nur sehr wenig wirklich bewusst vom Weihnachtsmarkt sehe. Eigentlich halte ich mich den größten Teil der Zeit an einem ganz bestimmten Ort auf und zwar auf dem Katschhof direkt am Dom, genauer am Öcher Glühweintreff. Auch hierfür gibt es natürlich triftige Gründe: 1. Die Betreiber haben mit Holzfiguren an allen vier Ecken des Glühweinstandes dafür gesorgt, dass er der perfekte Treffpunkt ist. Mein Favorit ist das Glühwürmchen. 2. Wenn schon alle anderen Büdchen die Schotten dicht machen, wird ohne Eile zur letzten Runde geläutet. 3. Ein Teil der einnahmen wird jährlich an unterschiedliche Hilfsorganisationen gespendet. 4. Es gibt sogar einen Regenschirmverleih. 5. Der Glühwein – rot und weiß – kommt von einem preisgekrönten Winzer und ist unheimlich lecker.

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Wir Aachener sind es ja gewohnt, dass in unserer Stadt permanent drei Sprachen gesprochen werden, schließlich sind die Niederlande und Belgien nicht weit. Doch in der Adventszeit herrscht ein regelrechtes Sprachenwirrwarr in der Menschenmasse, die sich durch die Stadt schiebt. Auch das gehört für mich zum Aachener Weihnachtsmarkt dazu und ich bin ein bisschen stolz, dass die Menschen aus aller Welt nach Oche kommen, um einen guten Winzerglühwein vor alten Gemäuern zu genießen.

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Ich wünsche euch allen eine tolle Adventszeit mit ganz viel leckerem Glühwein, dicken weißen Schneeflocken und lauter schönen Momenten!

In welcher Stadt kann ich euren ganz persönlichen Lieblingsweihnachtsmarkt besuchen? Was macht ihn so besonders?

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2 comments

  1. Printen, Glühwein und jede Menge Handwerkskunst. Der Aachener Weihnachtsmarkt gehört zu meinen absoluten Lieblingen und ist äußerst sehenswert.

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