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Wandern im Allgäu oder Bin ich jetzt erwachsen?

Als eine Bloggerkollegin kürzlich einen Artikel mit dem Titel „Warum du auch mal dorthin reisen solltest, wo du eigentlich gar nicht hin willst!“ veröffentlichte, musste ich sofort an meinen 30sten Geburtstag denken. Denn den habe ich tatsächlich an einem Ort verbracht, an den es mich bisher unter keinen Umständen freiwillig hinverschlagen hatte: In den Bergen, genauer in Oberstdorf. Mein Kommentar unter besagtem Blogpost wurde passenderweise mit einem Augenzwinkern beantwortet: „Haha! Wenn es soweit kommt, dass man mit seinen Eltern freiwillig wandern geht, kann das nur eins heißen: Du bist jetzt erwachsen, Schätzeken!“ Da mag wohl was Wahres dran sein. Und ehrlich gesagt, war es dank meiner Eltern ein wirklich unglaublich schöner Geburtstag.

Regenbogen (1 von 1)

Während ich den letzten Abschnitt meiner Zugreise von Aachen nach Oberstdorf zurücklege, wird mir mehr und mehr vor Augen und vor allem vor Ohren geführt, wo mein Ziel liegt. Hätten meine Eltern nicht an der See Urlaub machen können? Doch ich will mir meine gute Laune durch die Berge, die nun meinen Weg säumen nicht verderben lassen. Schließlich freue ich mich auf eine schöne Zeit mit meinen Eltern. Und übermorgen kann ich die Berge auch wieder hinter mir lassen.

Oberstdorf (1 von 1)

In Oberstdorf selbst erkenne ich nur wenig wieder. Es ist auch schon eine halbe Ewigkeit her, dass wir als Familie im Allgäu Wanderurlaub gemacht haben. Damals konnten mich die blumengeschmückten Holzbalkone und die Miniaturkuhglocken in den Souvenirläden begeistern. Heute will ich mit meinem Kleid und den Pumps nicht so recht in diese Welt der Wanderschuhe und karrierten Hemden passen. Das gute Wetter passt mir hingegen super und auch das vorgezogene Geburtstagsessen hätte kaum besser sein können.

Berge in Wolken (1 von 1)

Mein Ehrentag beginnt mit einem leckeren Frühstück, Kerzenauspusten und Geschenkeauspacken. Anschließend müssen wir uns entscheiden, ob wir es trotz mieser Wetteraussichten wagen, auf einen der Berge zu fahren oder ob wir lieber durch die Breitachklamm wandern. Nach langem Hin und Her steht fest: Wir nehmen es mit der tiefsten Felsenschlucht Mitteleuropas auf! Ich bin kein Fan von stundenlangen Märschen auf irgendeinen Berg, nur um eventuell eine tolle Aussicht zu haben. Eine kleine Wanderung über sich an den Fels schmiegende Brücken mit steter Sicht auf das tosende Wasser der Breitach ist da eher nach meinem Geschmack.

Breitachklamm Wasser und Bäume (1 von 1)

Breitachklamm Felsen (1 von 1)

Breitachklamm Indianerkopf (1 von 1)

Breitachklamm Wasser (1 von 1)

Da das Wetter besser ist als erwartet und gleiches für meine Kondition gilt – von wegen ab 30 gehts bergab – beschließen wir, die Wanderung auszudehnen und besuchen unsere österreichischen Nachbarn im Kleinwalsertal. Also geht es zwischen saftigen Wiesen bergauf und wieder -ab, über Trampelpfade durch Kuhweiden und steinige Hänge hinunter.

Kuh (1 von 1)

Esel (1 von 1)

Als wir unseren Zielort erreichen, retten wir uns vor dem dann doch einsetzenden Regen in ein kleines Café und genießen Kaiserschmarrn und Germknödel. Die Leckereien haben wir uns auch verdient!

Sonnenuntergang (1 von 1)

Berge und Sonnenuntergang (1 von 1)

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an meine Eltern für diesen wirklich schönen Geburtstag!

Ich freue mich über das Teilen dieses Beitrags:

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