{Jessi entdeckt} – Dass das Fotografieren von der Höhenangst ablenkt

Meiner Meinung nach hat das Ruhrgebiet noch immer einen viel zu schlechten Ruf. „Ach, der Pott ist doch nicht schön!“ höre ich es häufig. Meist allerdings von Personen, die diesem absolut spannenden Teil unseres schönen Bundeslandes seit Ewigkeiten keinen Besuch abgestattet haben. Oder sogar noch nie dort waren. Vor dem inneren Auge eben dieser Personen tauchen wahrscheinlich noch immer rauchende Schornsteine en masse auf. Dabei ist das Ruhrgebiet so grün wie nie und die stillgelegten Industrieanlagen, die zu vielfältigen Kulturschauplätzen umfunktioniert worden sind, haben ihren ganz eigenen Charme. Nachdem mich bereits die Zeche Zollverein in Essen begeistern konnte, habe ich nun auch gemeinsam mit Ingo den Landschaftspark Duisburg-Nord erkundet.

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Wo einst durch harte körperliche Arbeit Roheisen produziert wurde, gehen Duisburger und Touristen heute unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten nach. An Mauerresten üben sich junge Menschen im Klettern, im Gasometer kann man auf Tauchstation gehen und  der Hochofen 5 lädt dazu ein, den Pott von oben zu betrachten.

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Auch wir lassen uns diese Chance nicht entgehen und beginnen den Aufstieg über die schmalen Metalltreppen. Mit jeder Etage schnuppern wir ein wenig mehr Industriegeschichte und bekommen einen immer besseren Überblick über die Umgebung. Erst als ich – etwas außer Atem – oben ankomme, fällt mir auf, dass ich keinen einzigen Moment lang ein mulmiges Gefühl hatte. Auch der anschließende Abstieg macht mir nichts aus. Wahrscheinlich hat sich mein Körper dazu entschlossen, sich lieber auf die zahlreichen Fotomotive als auf die Höhenangst zu konzentrieren…

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Besonders spannend wird es, als die Dämmerung einsetzt und die stillgelegten Anlagen auf dem 180 Hektar großen Gelände in buntes Licht getaucht werden. Bis zur vollständigen Dunkelheit erleben wir die unterschiedlichsten Momente und die Atmosphäre scheint mit jeder Minute ein Stück magischer zu werden. Als uns dann noch eine mit Fackeln ausgestattete Führung begegnet, ist die Stimmung perfekt.

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Ihr wollt mehr vom Landschaftspark sehen? Dann könnt ihr zum einen bei Ingo vorbei schauen, der die Industrieanlagen in schwarz/weiß zeigt und auch die abendliche Stimmung eingefangen hat. Natürlich könnt ihr den Park auch auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung erkunden. Das bunte Lichtspektakel findet an Wochenenden und Feiertagen statt. Noch mehr stimmungsvoll beleuchtete Industrieanlagen könnt ihr auch in diesem Jahr wieder während der Extraschicht (28.06.2014) erleben.

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9 comments

  1. Der Landschaftspark steht auch noch auf meiner Liste, nachdem mich die Zeche Zollverein schon so begeistert hat :-) Und, was kommt bei dir als nächstes dran?

    • Ich werde wohl zur Extraschicht fahren und würde dann tagsüber gerne das Bergbaumuseum Bochum besuchen. :-)

    • LaPaDu? Hört sich wie ein kleiner Jingle an oder so. Klingt auf jeden Fall witzig! :-)

      Liebe Grüße
      Jessi

  2. Pingback: Landschaftspark Duisburg-Nord, Teil 1 – bei Tag | Reise-Wahnsinn

  3. Schöne Details hast Du mit der Kamera eingefangen! Ich glaube, wir sollten solche gemeinsamen Foto-Touren häufiger machen!

    Liebe Grüße,
    Ingo.

    • Vielen Dank, Herr Busch! Jederzeit sehr gerne wieder! :-)

      Sonnige Grüße
      Jessi

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