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Wir haben ja Zeit – Wie aus einem Besuch des Baumwipfelpfades eine Wanderung wurde

Manchmal muss man auch mal Glück haben. Und so kam es, dass ausgerechnet der Samstag der einzig schöne Tag des Osterwochenendes war und gleichzeitig auch der einzige Tag an dem ich Zeit hatte, mit meinen Eltern einen Ausflug zu machen. Unser Ziel war der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg, der nun schon seit einem Jahr die Besucher in Scharen anzog. Das sonnige Wetter und das lange Wochenende führten natürlich dazu, dass wir nicht die einzigen Ausflügler in Bad Harzburg waren. Der Parktplatz am Fuße der Burgberg-Seilbahn war bereits brechend voll. Aber wir hatten ja Zeit und fuhren einfach ein Stück weiter. Gegenüber vom Radau-Wasserfall wurden wir schließlich fündig und stellten das Auto ab.

Einstieg zum Baumwipfelpfad (1 von 1)

Jetzt mussten wir natürlich erst einmal den ganzen Weg bis zum Baumwipfelpfad zurück laufen. Aber bei dem herrlichen Wetter störte das nicht weiter. Und außerdem hatten wir ja Zeit. Also ließen wir den Wasserfall hinter uns und stiefelten parallel zur Straße durch den Wald. Etwas unterhalb des Baumwipfelpfades schwangen sich im Kletterwald schon ein paar Mutige durch die Bäume. Ich habe das irgendwann auch mal ausprobiert und kann auf diese Art der Baumerkundung verzichten. Da ist mir ein holzbeplankter Weg mit ausreichend hohem Geländer schon lieber.

Weg zum Baumwipfelpfad (1 von 1)

Blick auf den Baumwipfelpfad (1 von 1)

Um diesen holzbeplankten Weg in ca. 22 Metern über dem Boden zu erreichen, mussten wir uns erst einmal den Einstiegsturm hinaufschrauben. Das ist um einiges angenehmer als einen Turm per Treppe zu besteigen und auch Rollstuhlfahrer haben so die Chance, den Baumwipfelpfad zu besuchen. Oben wartete dann die neueste Attraktion auf uns. Während mein Vater und ich erst einmal stoppten, trat meine Mutter ohne zu zögern auf den 4 Meter langen Glassteg. Ich atmete noch einmal tief durch und machte ohne weiter drüber nachzudenken den entscheidenden Schritt. Nach einer Weile standen wir dann alle drei auf der Plattform und wagten einen Blick durch den Glasboden auf ca. 26 Metern über dem Waldboden. So schlimm wars gar nicht.

Auf dem Glassteg (1 von 1)

Jessi auf dem Glassteg (1 von 1)

Der Rest des Baumwipfelpfades war sehr entspannt. Die breiten „Wege“ schaukelten zwar, aber das merkte man eigentlich nur, wenn man stehen blieb. Zum Beispiel an einer der zahlreichen Stationen, die sich spielerisch mit dem Thema Wald auseinandersetzen. Trotz des tollen Wetters war der Baumwipfelpfad nicht überlaufen und so hatten auch wir an der ein oder anderen Station unseren Spaß. Der Pfad schlängelt sich 700 Meter durch die Bäume, was sicherlich zu jeder Jahreszeit seinen Reiz hat.

Der Duft des Waldes (1 von 1)

Magnetspiel (1 von 1)

Wissenstest (1 von 1)

Den Pfad könnte man auch wieder zurücklaufen, doch wir schoben uns an seinem Ende durch das Drehkreuz und gönnten uns erst einmal eine Pause. Wir hatten ja Zeit und beschlossen daher, uns noch ein wenig die Beine zu vertreten. Unser nächstes Ziel sollte die Aussichtsplattform des Burgbergs sein. Aussichtsplattformen haben die unpraktische Angewohnheit, recht weit oben zu liegen und somit stand uns ein steiler Aufstieg bevor. Wir hätten auch einen weniger steilen Weg wählen können, aber mich überzeugte dann doch der recht große Längenunterschied der beiden Strecken.

Es geht steil nach oben (1 von 1)

Die Burgbergbahn (1 von 1)

Oben waren bereits alle Plätze auf der Terrasse des dort ansässigen Hotels belegt und die Besucher genossen bei Kaffee und Kuchen die Sonne. Wir hatten bereits unten unseren eigenen Kuchen verputzt und spazierten gleich weiter Richtung Luchsgehege und Rabenklippe. Wir hatten schließlich Zeit und wollten nicht schon wieder zurück zum Auto, sondern das tolle Wetter genießen. Pünktlich zur Raubtierfütterung erreichten wir das Gehege der Pinselohren. Nachdem wir einen Blick auf die hungrigen Luchse geworfen hatten, marschierten wir an dem Menschenauflauf vorbei zur Rabenklippe, stellten fest, dass dort leider keine Fritten auf der Speisekarte stehen und schlugen den Weg Richtung Molkenhaus ein. Wir hatten ja Zeit.

Wanderschuh aus Holz (1 von 1)

Eine Bank für Riesen (1 von 1)

Als Kind war ich häufig am Molkenhaus. Den großen Spielplatz von damals gibt es nicht mehr, die Gastronomie schon. Und sie verkaufen Fritten! So sind wir dann also doch noch zu unseren frittierten Kartoffeln und einer wohlverdienten Pause in der Sonne gekommen, bevor es zurück zum Auto ging. Das letzte Wegstück führte uns meist auf einem Trampelpfad bergab und endete dort, wo mittags alles begonnen hatte: am Radau-Wasserfall.

Den Brocken im Visier (1 von 1)

Auf den Brocken tippen (1 von 1)

Die aktuellen Infos zum Baumwipfelpfad Bad Harzburg findet ihr hier.

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4 Kommentare

  1. Ohje, Bad Harzburg ist von mir nur ein halbes Stündchen mit dem Auto weg, aber im Baumwipelpfad war ich ehrlich gesagt noch nie. Steht allerdings für 2016 auf der Agenda, zumal dein Bericht hier noch mal richtig Laune dazu macht. 26 Meter? Noch mal ohje… Höhe ist eigentlich gar nicht mein Ding :-)

    • Jessi sagt

      Es freut mich, wenn dir mein Bericht gefällt und Lust macht, selbst einmal zum Baumwipfelpfad zu fahren! Höhe ist eigentlich auch nicht so mein Ding, aber auf dem Pfad wars gar nicht schlimm.

      • Hallo Jessi, ich nehm‘ dich beim Wort :-) Finde es übrigens toll, das jemand aus Aachen über den Harz schreibt. Ist ja aber auch eine tolle Ecke, unser Harz.

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