Attendorn? Gibts denn da was zu sehen?

Als mich diese Frage während meines letzten Sauerland-Trips per Twitter erreicht, lautet meine Antwort: Oja, eine ganze Menge! Hier kann man nicht nur einen Blick in die regionale Käserei werfen, durch die bekannte Atta-Höhle laufen und den Geschichten von de Karl lauschen. Nein, Attendorn und Umgebung haben noch viel mehr zu bieten. Mein Sauerland-Wochenende ist vollgepackt mit spannenden Erlebnissen. Langeweile? Auf gar keinen Fall! Ich stelle euch heute das Südsauerlandmuseum vor, verrate euch, wo ihr im Sauerland Pyramiden findet und nehme euch mit zu zwei tollen Ausblicken.

Sauerlandpyramiden (1 von 1)

 

Der Biggeblick

„Gleich haben wir es geschafft!“, keucht meine Begleiterin neben mir. Auch meine Puste lässt zu wünschen übrig, als wir den kurzen aber steilen Waldweg zum Biggeblick hinaufschleichen. Die Anstrengung lohnt sich aber und wird mit einem grandiosen Ausblick über die Biggetalsperre belohnt. Da das Wetter nicht wirklich schön ist, haben wir den modernen Skywalk ganz für uns allein. Nachts wird das Metallgerüst bunt angestrahlt und ist auch dann sicherlich einen Besuch wert. Wir sind uns einig: Auch bei diesigem Wetter hat man von hier einen tollen Blick auf die wunderschöne Umgebung.

Biggeblick (1 von 1)

Biggetalsperre (1 von 1)

Tipps:

  • bis zum Parkplatz „Waldenburger Bucht“ fahren und sich dann direkt gegenüber den Waldweg hochkämpfen
  • anschließend zum Biggedamm fahren oder laufen und sich eine kleine Pause im Café Leuchtturm gönnen

 

Burg Schnellenberg

Einen schönen Blick über Attendorn – umgeben von historischen Gemäuern – habt ihr von der Burg Schnellenberg. Vom Hanse Hotel aus muss ich nur die Straße Am Zollstock überqueren und dann unter der Umgehungsstraße hindurch Richtung Bigge laufen. Anschließend geht es ein Stück an einer Straße zwischen Bahnschienen und Fluss entlang. Schön wird der Weg dann, sobald ich den Fluss überquere und den Wald betrete. Besonders begeistert bin ich von dem Naturschauspiel, das mich an diesem Morgen erwartet: Wie eine Decke wabert der Nebel direkt über dem Wasser.

Nebel über der Bigge (1 von 1)

Waldweg (1 von 1)

Der Weg durch den Wald ist zu Beginn recht entspannt, das letzte Stück wird dann aber doch noch steil und anstrengend. Nach einer halben Stunde erreiche ich die Burg und begegne erst einmal einer Horde Gänse, zwei Pferden und einem Esel, der einfach auf dem Parkplatz abgestellt wurde. Die Burganlage ist noch vollständig erhalten und wirklich beeindruckend. Wer mag, kann hier auch speisen oder direkt übernachten. Ich gebe mich schon mit dem Ausblick zufrieden.

Burg Schnellenberg (1 von 1)

 

Das Südsauerlandmuseum

Das Museum befindet sich im alten Rathaus von Attendorn und ist somit nicht zu übersehen. Wir haben das große Glück, von Dieter Auert und Peter Höffer durch die Dauerausstellung geführt zu werden. So wird es nicht nur ein interessanter, sondern auch ein amüsanter Besuch. Wie der Name schon vermuten lässt, erfahren die Museumsbesucher hier allerlei über die Geschichte des Südsauerlands im Allgemeinen und Attendorn im Speziellen. Außerdem werden auch immer wieder interessante Sonderausstellungen in das alte Rathaus geholt. Zurzeit haben Piraten das Museum fest im Griff, schließlich war Attendorn einmal Hansestadt.

Osterlaterne (1 von 1)

im Südsauerlandmuseum (1 von 1)

Tipp:

  • am besten immer mal wieder auf die Website schauen und sich über geplante Sonderausstellungen informieren

 

Galileo-Park

Als wir uns den Berg zum Galileo-Park in Lennestadt-Meggen hinaufschlängeln, können wir schon einen ersten Blick auf die Sauerland-Pyramiden werfen. Doch hier liegen keine Mumien in verwinkelten Gräbern. Die Pyramiden bieten stattdessen jährlich wechselnden Ausstellung zu wissenschaftlichen und rätselhaften Themen einen außergewöhnlichen Ort.

Achterbahn fahren (1 von 1)

Derzeit kann man in einer der Pyramiden seine Sinne an der Nase herumführen. Auch ich habe mit so manchen Wahrnehmungsphänomenen meine Probleme und erlebe staunend, wie leicht die menschlichen Sinne doch getäuscht werden können. Absolutes Highlight ist die virtuelle Achterbahnfahrt mit Hilfe einer speziellen Brille. Im Gegensatz zu meiner Begleiterin reiße ich mir die Brille allerdings schnell wieder vom Kopf – mir wird richtig übel.

Dodo (1 von 1)

Martin Rameil führt uns ebenfalls in die große Pyramide, in deren Untergeschoss wir auf unterschiedliche Monster treffen. Einige von ihnen, wie einen riesigen Fisch, gibt es tatsächlich, andere existieren nur in der Phantasie der Menschen. Auch hier setzen wir wieder eine Brille auf und stehen plötzlich Nessie gegenüber.

Erdstall (1 von 1)

Im oberen Stockwerk der Pyramide erwartet uns dann doch noch ein Labyrint aus engen Gängen. Das aktuelle Thema ist „Erdställe – Rätselhafte unterirdische Anlagen“. Dieses Thema begeistert vor allen Dingen meine Begleiterin. Auch ich finde es sehr spannend. Es ist wohl das Geheimnisvolle, was uns hier so anzieht – immerhin weiß niemand, wer die unterirdischen Gänge zu welchem Zweck angelegt hat. Mysteriös…

Tipps:

  • Auch wenn ihr den Park schon besucht habt, Wiederkommen lohnt sich, denn jedes Jahr gibt es neue Ausstellungen.
  • Zu den Ausstellungen gibt es auch immer ein interessantes (wissenschaftliches) Rahmenprogramm.
  • Werft doch auch einen Blick in das Gehege der süßen Nasenbären!

 

Vielen Dank an den Sauerland-Tourismus für die Einladung ins Sauerland sowie an das Südsauerlandmuseum und den Galileo-Park.  Mein besonderer Dank gilt Peter Höffer und Martin Rameil für die Führungen durch die Museen. Außerdem möchte ich Anna Galon für die tolle Zeit im Sauerland danken. Meine Meinung ist wie immer meine eigene.

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2 comments

  1. Das Bild mit dem Nebel über dem Wasser ist ja genial!! Die virtuelle Achterbahnfahrt würde ich selbst gerne mal ausprobieren! 🙂

    • Dann nichts wie los ins Sauerland! Die Ausstellung läuft noch bis Ende 2015, meine ich.

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