Sonne, kühle Getränke und Weitblick – Der perfekte Ort in Berlin!?

Ein bisschen merkwürdig komme ich mir ja schon vor, einfach so schnurstraks ins Park Inn am Alex zu marschieren – ohne dort Gast zu sein. Im Inneren ist es schön kühl und der Großstadtlärm des Alex‘ wird von einer angenehm entspannten Atmosphäre abgelöst. Vor der Rezeption warten gutgekleidete Paare, die nicht so abgekämpft aussehen wie wir. Wahrscheinlich haben sie nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne und auf Berlins Straßen verbracht… Ein paar Schritte weiter finden wir dann schließlich das, wonach wir suchen: Den Aufzug, der uns in den 39. Stock bringt.

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Vielen Dank an das tolle Wetter

Bing! Wir sind oben. Mit einem leisen „wusch“ öffnen sich die Türen des Aufzugs. Hier oben ist es noch ruhiger als unten, denn außer uns ist niemand zu sehen. Als wir den Wegweiser zur Dachterrasse entdecken, verabschiedet sich meine gute Laune, denn die Aussichtsplattform soll in fünf Minuten schließen. Wir wollen wenigstens einen kurzen Blick auf Berlin erhaschen und gehen über das Treppenhaus eine weitere Etage nach oben. „Sie schließen jetzt gleich?“ erkundige ich mich bei der jungen Damen, die eisgekühlte Getränke verkauft. Zu meiner Überraschung verneint sie. „Eigentlich schon, aber da das Wetter jetzt schon tagelang so schön ist, haben wir bis ca. 20:00 Uhr geöffnet.“ Und schwups ist meine gute Laune wieder da. Wir zahlen jeder 3,00 € Eintritt und gönnen uns ein Bierchen.

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Den Fernsehturm immer im Blick

Viel Platz ist hier oben nicht, aber von großem Besucherandrang kann zum Glück auch nicht die Rede sein. Wir ergattern zwei Liegestühle und machen es uns bequem. „Prost!“ Während wir uns von innen abkühlen genießen wir den Blick auf Berlins Fernsehturm. Denn der steht unweit vom Park Inn – quasi zum Greifen nahe. Ich muss grinsen. Berlin und ich, das war nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick. Wir hatten durchaus ein paar Startschwierigkeiten miteinander. Doch diese Stadt hat es in den letzten Jahren – es sind sogar schon Jahrzehnte – immer wieder geschafft, mich um den Finger zu wickeln. Regelmäßig folge ich dem Ruf der Hauptstadt (ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft) und erlebe tolle Momente. So wie just in diesem Augenblick.

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Entspannung vs. Nervenkitzel

Die einen kommen auf das Hoteldach, um die Sonne und den Ausblick zu genießen. Andere haben da etwas ganz anderes im Sinn. Die jungen Menschen, die den abgesperrten Teil der Terrasse betreten, werden sich gleich einer nach dem anderen 125 Meter in die Tiefe stürzen. Seit fünf Jahren wird nämlich das so genannte Base Flying angeboten. Als ich später im Internet ein wenig recherchiere, erfahre ich, dass die Jungs und Mädels mit annähernder Freifallgeschwindigkeit nach unten sausen und erst kurz vor dem Boden abgefangen werden. Das ist definitiv nichts für mich! Erstaunlich, dass viele ganz cool an uns vorbei zum Base Flyer schlendern. Als wäre es das Normalste der Welt. Ein junger Engländer scheint nicht so entspannt zu sein. Er fragt meinen Freund, ob er nicht für ihn springen wolle. Doch nach ein paar aufmunternden Worten unsererseits folgt er seinen Kumpels. Er ruft uns im Gehen noch einmal zu, dass er dann derjenige sei, der am lautesten schreien wird. Das kann ich ihm nicht verübeln.

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Wir bleiben lieber noch ein bisschen in der Sonne sitzen und fahren später mit dem Aufzug nach unten.

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