Mit dem Bulli an der Mosel: Trier

Hallo ihr Lieben,
seit wir Koblenz verlassen hatten, führte uns unser Weg an der Mosel entlang durch viele schöne, malerische Örtchen. Unser letztes Ziel an der Mosel war dann wieder eine Stadt und zwar Trier. Ich war schon sehr gespannt, denn wie in Aachen lebten die Römer in Trier und haben so manches hinterlassen, was sehenswert sein könnte. Doch erst einmal steckten wir auf dem Weg zum Campingplatz im stockenden Verkehr. Schuld war eine Ampel… Auch als wir zu Fuß unterwegs waren, mussten wir doch immer wieder feststellen, dass Trier irgendwie Probleme mit dem Autoverkehr zu haben schien. Dabei leben hier gerade mal 105.000 Einwohner. Auf dem Campingplatz angekommen, nutzten wir erst einmal unseren Gasherd und stärkten uns für den Bummel durch Trier. Leider regnete es an diesem Tag immer mal wieder. Trotzdem traten wir kurze Zeit später den Weg an der Mosel Richtung Stadtkern an.

Römerbrücke in Trier

Der erste Weg führte uns zu den beiden Kränen Zollkran und Alter Kran. Anschließend schlenderten wir durch die Straßen bis zum Karl-Marx-Haus und dann über den Viehmarkt zur Fußgängerzone. Auf dem Viehmarkt suchten wir die alten Römerthermen und zogen nach vergeblicher Suche enttäuscht weiter. Als ich später in meinen Reiseführer schaute, erkannte ich, dass wir eigentlich direkt davor standen, denn die Ausgrabungen befinden sich innerhalb eines großen Glasgebäudes. Auf dem Rückweg zum Campingplatz drückten wir uns dann die Nasen an der Glasfassade platt und ich bereute es, nicht früher in den Reiseführer geschaut zu haben. Eine Führung wäre sicherlich spannend gewesen.

Zollkran in Trier

Also ging es weiter durch die Fußgängerzone immer Richtung Hauptmarkt. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher zum Kornmarkt und in ein Eiscafé. Der Hauptmarkt ist wunderschön! So viele alte Bauten auf einmal: die Steipe, das Rote Haus, das Marktkreuz, der Petrusbrunnen und das Palais Walderdorff bilden eine wunderschöne Kulisse. Die Steipe beherbergt aktuell das Spielzeugmuseum und vor ihm steht ein Traum von Auto: Eine Isetta. Da ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, ein paar Fotos zu knipsen. Einfach süß, die alte Knutschkugel! 🙂

Hauptmarkt in Trier

Am Hauptmarkt in Trier – Fachwerkhäuser mit Judenpforte

Jessi und Isetta 🙂

Fast hätten wir vor lauter Menschen die Judenpforte übersehen. Im 1500 Jahrhundert wurde dort nachts eine Kette angebracht, um die Juden in ihrem Ghetto einzusperren. Ein Gang in die Judengasse lohnt sich, denn auch hier findet man viele alte Häuser vor.

Wieder auf dem Hauptmarkt ging es weiter zu Triers Wahrzeichen, der Porta Nigra. Sie ist das besterhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und einfach gigantisch. Wahnsinn, wie mit purer Muskelkraft solche kolossalen Bauten geschaffen worden sind.

Porta Nigra

Porta Nigra

Porta Nigra

Nächstes Highlight war der Dom St. Peter mit der sich anschließenden Liebfrauenkirche. Wir folgten der Menschenmasse ins Innere. Nicht nur von außen, sondern auch von innen ist der Dom wirklich sehenswert. Am besten hat mir der tolle Kreuzgang gefallen, aber auch die Orgel und so manche Deckengestaltung haben mich fasziniert.

Dom St. Peter in Trier

Dom St. Peter in Trier – Kreuzgang

Dom St. Peter in Trier

Anschließend spazierten wir zur Konstantinbasilika und dem damit verbundenen Kurfürstlichen Palais. Vom Palastgarten aus sieht die Verbindung der beiden gegensätzlichen Bauten besonders toll aus. Durch den ging es dann auch weiter zu den Kaiserthermen, von denen auch außerhalb des Geländes einiges bestaunt werden kann.

Konstantinbasilika und Kurfürstliches Palais in Trier

Überhaupt nicht gelohnt hat sich dagegen der Weg zum Petrisberg. Weder das Amphitheater noch die Aussicht vom Berg haben uns überzeugt. So langsam setzte das Hungergefühl ein und nach einem Abstecher zu den Barbarathermen führte uns unser Weg zum Dom zurück. Dort betraten wir die Weinstube Kesselstatt. Da es sehr voll war, wollten wir nach einem freien Tisch fragen, doch nach geschätzten zehn Minuten sprach uns noch immer keiner der umherlaufenden Kellner an. Also gingen wir wieder. Und zwar ein paar Meter weiter: Zum Domstein gefiel uns vom Ambiente und der Speisekarte. Das Essen war nicht besonders günstig, aber sehr lecker. Es ist auch möglich, Weinproben zu machen und römische Menüs zu kosten. Wir entschieden uns für Pangasius und Hunsrücker Kartoffelklöße.

Bevor es zum Campingplatz zurück ging, tranken wir unseren letzten Moselwein auf dieser Reise. Mein Reiseführer empfahl das Cumvino. Auch hier gefiel uns das Ambiente sofort. Natürlich gab es wieder einen Rot- und einen Weißwein für uns. Der erste Schluck vom Rotwein hatte mich bereits mehr als überzeugt und so nahmen wir auch hier wieder eine Flasche mit.

Trier hat mir sehr gut gefallen. Da ich geschichtlich interessiert bin, insbesondere, was die Antike betrifft, gab es einiges für mich zu bestaunen. Ich würde auf jeden Fall noch einmal wiederkommen.

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6 comments

  1. Ich möchte auch gerne mal wieder nach Trier, Ich war bisher nur einmal beruflich dort vor einem Jahr aber da kommt man ja auch nicht so dazu sich viel anzusehen.,, Durch die Porta Nigra bin ich allerdings jeden Tag vom Hotel zum Kongress gelaufen 😉 ein tolles Bauwerk! Und das Theater war nicht sehenswert?

    • Nein, vom Theater war nicht wirklich mehr viel übrig. Ohne Eintritt hat man erst mal gar nichts gesehen, konnte nur einen Blick durch das Tor erhaschen. Vom Berg aus haben wir dann noch draufgucken können. Sah eher uninteressant, da kaum vorhanden aus…

  2. Gerade gestern war ich dort um eine Mappe an der FH abzugeben und mein Fazit lautete auch: Wirklich wunderschöne Stadt!
    Bereits als Kind war ich oft in Koblenz und Co. unterwegs, doch noch nie in Trier. In der Gegend gibt es wirklich viel Geschichte. Es ist nicht nur die älteste Stadt mit wunderbaren Bauten aus vielen Jahrhunderten, sondern auch ein tolles Reiseziel, da man auf dem Weg mehrere Burgen usw. besuchen kann. Einfach fantastisch! Ein Fußbad in der Mosel oder am Rhein ist im Sommer aufjedenfall mit drin^^.
    Mein Wetter schien anscheinend besser gewesen zu sein, als das an deinem Tag, denn der Schirm durfte in der Tasche verweilen – leider habe ich kaum Fotos gemacht, aber mit Glück bin ich bald auch mal mehrere Tage dort!
    Deine Reise hast du übrigens sehr schön beschrieben – auch die Begeisterung kommt in den Zeilen gut zur Geltung!

    ♥Looona Lou

    • Willkommen auf meinem Blog! 🙂
      Vielen Dank für das Kompliment; es freut mich, dass dir die Reise gefallen hat!

      Ja, Trier gefällt mir auch sehr gut. Ich wünsche dir viel Spaß in Trier!

      Liebe Grüße
      Jessi

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