Mit dem Bulli an der Mosel: Cochem

Hallo ihr Lieben,
nach unserem Zwischenstopp bei der Burg Eltz ging es weiter zum nächsten Campingplatz, genauer in die Stadionstraße in Cochem. Von dort schlenderten wir dann an der Mosel entlang Richtung Moselbrücke. Doch bevor wir diese überquerten, um in den Kern des Ortes zu gelangen, besuchten wir die Historische Senfmühle und deckten uns mit zwei Senfsorten ein. Ich hatte bereits vorher geschaut, welche Sorten es gibt und war sofort auf den Riesling-Senf neugierig. Da man alle Sorten probieren durfte, kostete ich von diesem und schnappte mir ein Tontöpfchen. Außerdem habe ich den Historischen Senf probiert und war sofort hin und weg. Am Ende wurden es dann zwei Senftöpfchen und eine Wildschweinleberwurst im Glas. Übrigens auch sehr lecker! 🙂

 

Auf dem Campingplatz in Cochem

Historische Senfmühle in Cochem

Blick auf Cochem von der Moselbrücke aus
Dann überquerten wir die Moselbrücke und machten uns auf zu einem Streifzug durch Cochems enge Gassen. Zufällig sind wir an der Bahnstrecke gelandet. Das ist erst mal nichts besonderes. Doch in Cochem befindet sich eines der Enden des Kaiser-Wilhelm-Tunnels, der über 100 Jahre lang der längste Eisenbahntunnel Deutschlands war. Das ist lange her und der Tunnel entspricht brandschutztechnisch nicht mehr den aktuellen Richtlinien. Deshalb wurde eine zweite Röhre gebaut, die zurzeit ausgebaut wird. Direkt neben der Baustelle befindet sich ein Infozentrum der Deutschen Bahn zum Tunnelbau. Sehr interessant! Vor allem die bewegten Bilder vom Tunneldurchbruch sind beeindruckend.
Cochem

Der neue und der alte Kaiser-Wilhelm-Tunnel in Cochem
Durch Gassen und an vielen schönen, alten Häusern vorbei führte uns unser Weg bergauf zum Kapuzinerkloster, von dem aus man einen tollen Blick auf Cochem und die Reichsburg hat. Sehr gefallen hat mir auch der Marktplatz mit dem Turm der St. Martin Kirche
Über den Dächern von Cochem

Über den Dächern von Cochem

Turm der St. Martin Kirche in Cochem

Marktplatz von Cochem
Als nächstes ging es noch weiter hinauf, nämlich zur Reichsburg. Sie thront direkt über dem Ort und ist sehr gut erhalten. Hier gilt das gleiche wie für die Burg Eltz: Auf den Hof kommt jeder, in die Burg nur gegen Bezahlung. Wir hatten uns vorgenommen, die auf der Burg ansässige Falknerei zu besuchen, die viermal täglich eine Flugshow zeigt. Da noch ein wenig Zeit war, tranken wir im Burgcafé einen Tee bzw. Kaffee und schlenderten dann zur Falknerei. Wir wurden freundlich vom Falkner und seinem Hund  begrüßt und durften an den Vögeln unterschiedlicher Größe vorbei gehen. Die Flugvorführungen finden ab einer Zuschauerzahl von vier Personen statt. Als keiner mehr kam, wollten wir schon enttäuscht gehen, doch die fehlenden Zuschauer stellten sich als glücklicher Zufall heraus. Der Falkner bot uns an, bei der Fütterung zuzusehen. Da sagten wir natürlich nicht nein. Irgendwann forderte er uns auf, auf den Rasen zu kommen, reichte jedem einen Handschuh und schon flog ein Falke zwischen uns hin und her. Das ganze wurde noch dadurch getoppt, dass wir jeder einen Falken füttern durften. Das heißt, dass in unserem Handschuh ein Küken bzw. eine kleine Ratte klemmte und der Vogel genüsslich auf unserem Arm saß und aß. Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Allerlei Wissenswertes erfuhren wir auch, z.B. weiß ich jetzt, dass in Küken noch Eigelb vorhanden ist.
Vor der Reichsburg in Cochem

Falknerin Jessi

In der Cochemer Falknerei
Der Hunger trieb uns irgendwann wieder den Berg hinunter und wir suchten das vom Falkner empfohlene Restaurant Castello auf. Die italienischen Kellner waren sehr freundlich, das Essen schnell auf dem Tisch und unglaublich lecker. Die Empfehlung können wir auf jeden Fall weitergeben! Anschließend betraten wir das erste mal in unserem Urlaub eine typisch moselanische Weinschänke. Die Alte Gutsschänke besteht aus einem gemütlichen, halb dunklen Raum mit Kamin und einigen Holzbänken. Wir probierten einen Weiß- und einen Rotwein. Der Rotwein war nicht ganz unser Geschmack und nach einem kurzen Gespräch mit dem Wirt bekamen wir einen weiteren zum Probieren. Der traf dann unseren Geschmack und so zogen wir mit den ersten beiden Weinflaschen zurück zum Campingplatz.
Besuch am Morgen
Cochem ist recht klein, aber gemütlich und sehr hübsch. Wenn ihr einmal dort vorbei kommt, dann besucht auf jeden Fall die Reichsburg und esst ein leckeres italienisches Gericht bei Castello.

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8 comments

  1. Cool, sogar mit Video! 🙂 Scheint echt toll gewesen zu sein! Wann genau geht euer Telefon wieder? 😉

    • Ja, das war es auch! 🙂
      Tja, das kann ich dir gar nicht so genau sagen… Ich tippe mal auf zwei Wochen.

      Bussi

  2. Hach ihr hattet deutlich besseres Wetter in Cochem als wir letztens…In der Senfmühle waren wir auch, die waren da auch wirklich nett! 😉 Das Video finde ich auch cool, wie nett, dass euch der Falkner so viel gezeigt hat!

    • In Cochem ging es vom Wetter her noch, am nächsten Tag war es sehr regnerisch. 🙁
      Ja, die Senfmühle ist toll. Hattet ihr eine Fürung mitgemacht?

  3. Absolut tolle Bilder ~ ich hab den Link gleich mal an eine Freundin weitergeleitet, weil Cochem klingt wunderbar nach einem Tagesausflug.

    Am Wochenende muss ich mir deinen Blog mal genauer anschauen!!!
    Ich liebe Blogs über Reisen und deiner scheint genau nach meinem Geschmack zu sein 😉

    Du wirst also öfter von mir lesen!!! ^^

    • Hallo,

      schön, dass dir mein Blog gefällt! 🙂
      Ich wünsche dir viel Spaß beim Stöbern und würde mich sehr freuen, öfter von dir zu lesen.

      Liebe Grüße
      Jessi

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