Eine Geschichte vom Skifahrenlernen in den Niederlanden

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Jessi, das zu einer Zeit aufwuchs, in der die harzer Winter noch mit sehr viel Schnee einhergingen. Glücklich tollte Jessi durch das kalte Nass und sauste mit ihrem Schlitten die Hügel hinunter oder ließ sich von ihren Eltern auf selbigem durch die Wälder ziehen. Eines Tages schenkte man ihr ein paar Skier und eröffnete ihr so die Möglichkeit, eine weitere Art des Schneevergnügens zu erlernen. Doch die kleine Jessi hatte keinerlei Interesse und schnallte sich die Skier nur ein einziges Mal an die Füße – zur Anprobe im Wohnzimmer. Und so verbrachte Jessi die Winter ihrer Kindheit weiter auf dem Schlitten, erst auf einem hölzernen, später dann auf einem Bob mit Lenkrad und Bremse. Als sie langsam zu einer Erwachsenen heranwuchs folgte eine lange Phase, in der sie den Schnee verachtete. Er war kalt und nass und konnte ihr gestohlen bleiben. Doch auch das änderte sich und so beschloss Jessi im vierten Jahrzehnt ihres Lebens, dem Skifahren eine Chance zu geben.

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Schon eine ganze Weile gehört Schnee für mich nun wieder zu den schönen Dingen des Lebens und des Winters. Nur leider hatte ich in den letzten Jahren nicht das Vergnügen, in der weißen Pracht spazieren zu gehen und außer dem Knirschen des Schnees unter meinen Schuhen kein Geräusch zu hören. Dabei hatte ich doch endlich die richtige Kleidung, um nicht mehr frieren zu müssen. Die kam aber immerhin Anfang 2015 zum Einsatz, als ich während meiner Hundeschlittenfahrt im Harz traumhaftes Winterwetter erleben durfte.

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Als ich mir mal wieder neidisch die vielen Schneefotos anderer Blogger in den sozialen Medien anschaute, beschloss ich, dass ich nicht noch einen Winter ohne Schnee erleben würde. Deshalb soll es im Februar auf jeden Fall für ein verlängertes Wochenende in den Schnee gehen. Mit der Freude am Schnee kam dann auch der Wunsch, es doch einmal mit dem Skifahren zu versuchen. Und im Dezember war es dann so weit: Wir fuhren in die Niederlande und ich stellte mich der neuen Herausforderung. Ihr werdet euch jetzt sicher zu Recht fragen, warum ich dafür in unser flaches Nachbarland fahre. Ganz einfach: In Landgraaf befindet sich von Aachen aus die nächste Skihalle.

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Am Anfang war ich doch ein wenig überfordert: In den Skistiefeln lief ich wie ein Roboter, auf den Skiern kam ich mangels Armkraft erst einmal nicht vorwärts und der Kinderhügel sah unglaublich steil aus. Doch mein Wille und die aufmunternden Worte meines Freundes, der mein ganz persönlicher Skilehrer sein würde, waren stärker und so übte ich erst einmal, auf Skiern seitwärts den Hügel hinauf zu gehen. Der Anfängerskikurs nebenan machte genau das gleiche. Auf halber Höhe wollte ich es dann wissen und ließ mich hinuntergleiten. Und landete erst einmal unsanft auf dem Popo. Erste und wichtigste Lektion: Nach vorne beugen!

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Schon nach einer Stunde kam ich den Anfängerhügel sicher nach unten und hatte richtig Spaß dabei. Der nächste Schritt führte mich an den steileren Anfängerhügel, um aus der Schneepflugmethode richtige Kurven zu machen. Huch, war das plötzlich schnell. Und rums, lag ich da. Alle Viere von mir gestreckt, wie Bambi auf der Eisfläche. Doch statt den Kopf in den Schnee zu stecken, musste ich über meine eigene Situation so lachen, dass ich es kaum schaffte, wieder auf die Skier zu kommen. Wieder aufstehen ist überhaupt das Schwierigste an der ganzen Geschichte. Lektion zwei: Fitter werden und Muskeln aufbauen!

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Mein erstes Mal Skifahren war also ein voller Erfolg und ich wäre am Liebsten einen Tag später schon wieder auf die Bretter gestiegen. Allerdings war es dann erst Anfang Januar wieder so weit…

Fortsetzung folgt!

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