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Alaaf trifft Helau – Ne öcher Jeck bei der Meenzer Fassenacht

Hallöchen, hier schreibt Karla Kolumna. Ich habe im Auftrag von Fernweh und so ein Experiment gewagt und bin als öcher Jeck in die Fastnachtshochburg Mainz gefahren. Dort habe ich einen kleinen Einblick in die Traditionen und Bräuche der Meenzer Fassenacht erhalten und allerlei Interessantes erfahren. Ich habe festgestellt, dass es so einige Unterschiede zum öcher/kölschen Karneval gibt, in dem ich mich gewöhnlich rumtreibe. Meine Eindrücke aus Rheinland-Pfalz möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und nehme euch mit in das bunte Treiben des jecken Volkes.

Postkarte

Auch als rasende Reporterin habe ich mich bisher bei Zügen immer unters Volk gemischt und mit Ihnen Alaaf, Kamelle und Strüssjer gerufen. Am Kanevalssamstag durfte ich mir in Mainz den Jugendmaskenzug ganz dekadent von der Tribüne aus ansehen. Nach einem deftigen Mittagessen inklusive leckerem Weißwein im Haus des Deutschen Weines musste ich nur aus dem Restaurant stolpern und ein paar Schritte weiter die Tribüne erklimmen. Die Bänke waren noch nass, aber wie verabredet kam just in diesem Moment die Sonne hervor. Also bezog ich gegenüber der Kommentatorenkabine Stellung. Das war schon interessant, die Kamerafahrten und die Anmoderation des Zuges zu beobachten.

Kommentatoren

Kameras

Interview

Die Tribüne und auch die Straße unter mir füllten sich langsam und etwa eine halbe Stunde später kündigte ein VW-Bus das Kommen der ersten Gruppen an. Ein Unterschied zum öcher Karneval wurde mir natürlich sofort und immer wieder vor Augen bzw. Ohren geführt: In Mainz heißt es Helau! Kamelle und Strüssjer wurde nicht gerufen, allerdings auch nicht geworfen… Stattdessen kam die mir gegenüber aufgebaute Konfettikanone immer wieder zum Einsatz und ließ bunte Papierschnipsel auf die Fußgruppen regnen.

Rucksäcke

Konfetti

Konfettiregen

Für mich besonders interessant war das Ende des Zuges. Hier tauchten plötzlich lustige Figuren mit riesigen Köpfen auf – die sogenannten Schwellköpp. Sie sind DAS Symbol der Meenzer Straßenfassenacht und stellen typische Mainzer Charaktere dar. Die Traditionsfiguren durften natürlich auch nicht bei der abschließenden Vereidigung der närrischen Rekruten fehlen. Diese drängten sich dicht an dicht zwischen den beiden Tribünen und gemeinsam mit den darauf stehenden Mainzern schworen sie auf Prinz Carneval und Gott Jocus, gegen Mucker, Philister, Nörgler und Mießmacher zu kämpfen. Auch hier drangen die drei „W“ in mein Ohr. Während der Kölner Magen und Augen verwöhnt (Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche), gibt sich der Mainzer anscheinend mit Speis und Trank zufrieden (Weck, Worscht un Woi).

Die Jib-Jibs

Schwellköpp2

Schwellköpp

Vereidigung

Am Sonntag mischte ich mich dann pünktlich um 11:11 Uhr wieder unter das gemeine jecke Volk, um mir die Parade der närrischen Garden anzusehen. Zu mir gesellte sich Reisebloggerin Nicole, die sich bereits zum zweiten Mal der Mainzer Fastnacht hingab. Auch hier wieder viele Helau-Rufe, allerdings keine Kamelle. Nachdem alle Garden in ihren schicken Uniformen an uns vorbeigezogen waren, bogen auch schon die ersten Mottowagen um die Ecke. Diese werden jedes Jahr am Fastnachtssonntag in der Ludwigsstraße geparkt und von den neugierigen Mainzern begutachtet. Mir persönlich gefällt die bissige, satirische Art der Meenzer Fassenacht. Die war mir auch bei der Traditionssitzung „Meenz bleibt Meenz“ am Freitag schon positiv aufgefallen.

Karla und Nicole

Hunde

Ponys

Mottowagen 3

Mottowagen 4

Ich habe wirklich einen guten Einblick in die Mainzer Fastnacht erhalten und meinen Spaß gehabt. Doch wie heißt es so schön: „Jeder Jeck ist anders!“ Das ist mir in Mainz noch einmal ganz deutlich vor Augen geführt worden. Ich persönlich bin und bleibe ne öcher Jeck (mit Hang zum Kölschen…). In diesem Sinne: Alaaf, eure Karla Kolumna.

Vielen Dank an die mainzplus Citymarketing GmbH für die Einladung nach Mainz. Meine Meinung ist wie immer meine eigene und wird durch die Einladung nicht beeinflusst.

Ich freue mich über das Teilen dieses Beitrags:

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3 Kommentare

  1. haha! oder helau! ein witziger Bericht zur Mainzer Fastnacht. Unser Selfie ist toll! :-) es war schön mit Dir die Parade der närrischen Garde zu treffen und die Besonderheiten der Meenzer Fastnacht zu ergründen.

    viele Grüße vom fastnachtsfreien
    Frankfurt,
    Nicole

    • Jessi sagt

      Danke! Mir hats auch richtig viel Spaß gemacht! Es folgt noch ein Post mit mehr Fotos und einem Video, hat Karla angekündigt. ;-)

      Liebe Grüße
      Jessi

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