{Jessi entdeckt} – Das Bogenschießen für sich

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Der letzte Tag der Aktion TeutoBloggerWG bricht an und gemeinsam mit einigen meiner „Mitbewohner“ sitze ich noch ein wenig schläfrig im Frühstücksraum des Mercure Hotels Am Johannisberg in Bielefeld. Die Nacht war kurz, denn den gestrigen Abend haben wir bei einem gemeinsamen Gin Tasting mit Abendessen im Légère Hotel verbracht – ein richtig tolles Event, aber das ist eine andere Geschichte. Immerhin kann niemand von uns über Kopfschmerzen klagen, was für die Qualität des Gins spricht. Ein bisschen mehr Schlaf wäre trotzdem wünschenswert gewesen, aber was solls, ein letztes Abenteuer in der Region Teutoburger Wald wartet auf mich, bevor ich heute Nachmittag die Heimreise antreten werde. Leider scheint das Wetter heute nicht auf unserer Seite zu sein, es hat sich eingeregnet. Noch habe ich aber ein Fünckchen Hoffnung, dass es in Rietberg – denn dort geht es gleich hin – besser aussieht.

Bernd Stroop erwartet Yvi und mich bereits auf dem Hotelparkplatz, wuchtet unser Gepäck in seinen Wagen und bittet uns, ebenfalls einzusteigen. Der ehemalige Polizist arbeitet im Schnurstracks Kletterpark Rietberg und wird uns heute begleiten. „Keine Sorge, in Rietberg wird es nicht regnen!“ versichert er uns aus eigener Erfahrung. Und tatsächlich: Als wir uns der kleinen Stadt im Kreis Gütersloh nähern, lässt der Regen nach und wird uns auch den ganzen Vormittag in Ruhe lassen.

Auf virtueller Schnitzeljagd durch Rietberg

Wir halten auf einem Hotelparkplatz am Rande des historischen Stadtzentrums, denn hier wollen Yvi und ich unsere virtuelle Schnitzeljagd durch Rietberg starten. Bernd Stroop drückt jedem von uns ein iPad in die Hand und erklärt uns kurz die Bedienung der Software. Auf der digitalen Karte tauchen drei Personen auf: Bernd Stroop als Beobachter, Yvi als gegnerisches Team und ich selbst. Die einzelnen Stationen innerhalb der Stadt sind durch Fragezeichen, Dollarzeichen und weitere Symbole gekennzeichnet. Normalerweise treten unterschiedliche Teams innerhalb von 2,5 Stunden gegeneinander an. Wir haben eine Stunde Zeit, uns durch die Stadt zu rätseln und zum Kletterpark zu kommen. Yvi und ich entscheiden uns daher dafür, gemeinsam auf Schnitzeljagd zu gehen.

Auf unserem Weg zum Kletterpark beantworten wir Fragen, machen Fotos und drehen sogar ein Video von uns. Die kleinen Straßen sind am Sonntagmorgen wie leer gefegt, die wenigen Menschen, die uns begegnen sind jedoch aufgeschlossen und sprechen uns freundlich auf unsere iPads an. Der kleine Spaziergang lohnt sich, denn wir entdecken viele hübsche Fachwerkhäuser, grüne Parks und auch das Gartenschaugelände. Zwar beißen wir uns gleich an der ersten Frage beide die Zähne aus, unseren Spaß haben wir trotzdem.

Steckt in mir eine kleine Katniss?

Nach einer guten Stunde erreichen wir den Kletterpark, wo uns Bernd Stroop wieder in Empfang nimmt. Er hat bereits alles für den nächsten Programmpunkt vorbereitet: Bogenschießen. Vor einigen Jahren habe ich schon mal an einem Schnupperkurs im Rahmen eines Teamevents teilgenommen und kann mich nur noch daran erinnern, dass ich ganz schnell Puddingarme hatte und nicht sonderlich erfolgreich war. Eine zweite Chance möchte ich dem Sport trotzdem geben, denn generell finde ich es spannend und bewundere das Können von Katniss und Co. Ausgerüstet mit einem Lederschutz für den linken Arm, schnappt sich als erstes Yvi Pfeil und Bogen. Bernd Stroop erklärt uns in aller Ruhe, welche Position wir einnehmen, wie wir den Bogen halten und welche Bewegungen wir machen sollen. Nach Yvis ersten drei Versuchen bin ich an der Reihe. Unter fachmännischer Anleitung positioniere ich mich, lege den Pfeil ein, spanne den Bogen und lasse – mit konzentriertem Blick auf den Strohsack – fast im gleichen Moment los.

Bereits nach wenigen Versuchen versenke ich meinen Pfeil im Ziel und bin ganz angetan von der Kraft und Dynamik des Sports. „Ihr müsst von Anfang an auf das Ziel gucken und dürft nicht versuchen, den Bogen nachträglich darauf auszurichten“, rät uns Bernd Stroop, denn anderenfalls würden wir viel zu hoch zielen. Voll konzentriert und immer darauf bedacht, den Anweisungen unseres Trainers zu folgen, feuere ich begeistert einen Pfeil nach dem anderen Richtung Ziel und versenke sogar die meisten. Während Yvi schon dem letzten Programmpunkt für heute entgegenfiebert, scheine ich eine neue Sportart für mich entdeckt zu haben. Zu Hause und auf der Arbeit werde ich jedenfalls allen begeistert von mir als Katniss berichten und nach entsprechenden Schnupperkursen in Aachen suchen.

Als motivierendes Bodenpersonal für eine mutige Freundin unterwegs

Als letztes soll es für uns hoch hinaus gehen, schließlich sind wir ja in einem Kletterpark. Für mich steht fest, dass ich lieber auf dem Boden bleibe. Ich habe meine Erfahrungen im Kletterpark Aachen gemacht und brauche keine Wiederholung; ich fühle mich in dieser Höhe kletternd nicht wohl. Yvi hat bisher keine Erfahrungen mit der schwindelerregenden Freizeitbeschäftigung und will es versuchen. Also legt sie unter Anleitung von Bernd Stroop die Gurte an, setzt den Helm auf und erhält eine Einweisung in das Sicherheitssystem.

Während Yvi zuerst einen 2 Meter hohen und anschließend einen 5 Meter hohen Parcours bestreitet, begleiten Bernd Stroop und ich – als Fotografin – sie auf dem Boden. Scheinbar ist sie durch das erfolgreiche Klettern so mit Adrenalin vollgepumpt, dass sie jede Angst vergisst, denn Yvi verkündet: „Ich wage den freien Fall!“ Ohne zu zögern beginnt sie den Aufstieg auf den 13 Meter hohen Turm, wird oben eingeklingt und zögert dann doch einen Moment. Mit Handy bewaffnet, bereit, jederzeit die Videoaufnahme zu starten, rufe ich Yvi motivierende Worte entgegen und kreische mit ihr mit, als sie springt. Wow, das hätte ich mich nicht getraut!

Bei einem kühlen Getränk und leckerem Kuchen lassen wir den abwechslungsreichen und spannenden Vormittag im Schnurstracks Kletterpark ausklingen. Begeistert sind wir beide, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Auf ihrem Blog berichtet euch Yvi, wie sie sich im Kletterpark gefühlt hat.

Infos und Links

  • iPad-Tour durch Rietberg: Auf virtueller Schnitzeljagd die hübsche Kleinstadt kennenlernen; in mehreren konkurrierenden Teams bestimmt sehr spaßig; eine Stunde war definitiv zu kurz, die angesetzten 2,5 Stunden sind aber sicherlich ausreichend.

  • Schnurstracks Kletterpark Rietberg: Auf sieben unterschiedlichen Parcours könnt ihr eure Höhentauglichkeit, Geschicklichkeit und euren Gleichgewichtssinn sowohl testen als auch trainieren; für ganz Unerschrockene gibt es den freien Fall aus 13 Metern Höhe.

  • Bogenschießen: Mein aboslutes Highlight an diesem Vormittag; Schnurstracks bietet sogar einen Arrow Tag an, an dem man Völkerball mit speziellen Pfeilen spielt.

Vielen Dank an den Teutoburger Wald Tourismus und Schnurstracks, die mich zu diesem Event im Rahmen der TeutoBloggerWG eingeladen haben. Mein besonderer Dank gilt Bernd Stroop für seine fachmännische Begleitung. Wie immer wurde meine Meinung durch die Einladung nicht beeinflusst.

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One comment

  1. Es hat mir viel Spaß gemacht, Euch meine Heimatstadt und einen Teil der möglichen Aktivitäten in Rietberg näher zu bringen, Eure anfängliche Zurückhaltung (ihr wusstet ja garnicht, was auf Euch zukommt und den Namen Rietberg kanntet ihr bestimmt vorher auch noch nicht.) in Begeisterung umzuwandeln. Schade, dass Eure Zeit zu begrenzt war um noch weitere Highlights sportlicher, kultureller und kulinarischer Art kennenzulernen.

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