Über den winterlich weißen Dächern von Goslar

Wie gerne hätte ich euch im letzten Jahr den Goslarer Weihnachtsmarkt von oben gezeigt. Ich hatte die traumhaften Bilder schon vor mir: weihnachtlich beleuchtete Buden von wattigem Schnee bedeckt… Leider hat es – wie ihr sicher noch wisst – fast ununterbrochen geregnet. Aber Dank des noch immer im Winterschlaf steckenden Frühlings konnte ich meine Bilder aus der Vogelperspektive jetzt zu Ostern schießen – ohne Weihnachtsmarkt, aber inklusive Schnee.

 

Der Goslarer Marktplatz wird von vielen hübschen und recht alten Häusern umrahmt. In seiner Mitte befindet sich seit dem 13ten Jahrhundert der mit Goslars Wahrzeichen gekrönte Marktbrunnen. Besonders auffällig ist das in hellem Rot gehaltene Hotel Kaiserworth aus dem Jahr 1494. Wer es von nahem aufmerksam betrachtet, entdeckt an seiner linken Seite den kleinen Dukatenscheißer. Das Rathaus mit seinen Arkaden ist zurzeit wegen Sanierungsarbeiten leider abgehängt.

Der Marktbrunnen mit dem Goslarer Adler
Die Kaiserworth und das verhüllte Rathaus von Goslar

Beim Fotographieren der Gebäude oder Verweilen auf einer der Bänke kann es durchaus passieren, dass die volle Aufmerksamkeit aller plötzlich auf das dem Rathaus gegenüber liegende Schiefergebäude gerichtet wird. Im Zentrum des Geschehens befinden sich nämlich viermal am Tag das Glockenspiel sowie der dazugehörige Figurenumlauf, der Szenen aus dem mittelalterlichen Erzabbau zeigt. Wie oft habe ich als Kind meinen Kopf nach oben gereckt, wenn die Glocken zu spielen begannen…

Hoch ober fahren viermal am Tag die Figuren des Goslarer Glockenspiels im Kreis.

Lecker und preiswert frühstücken kann man übrigens ebenfalls unweit vom Marktplatz. Neben verschiedenen Frühstücksvariationen bietet die Butterhanne aber auch deftige Mittagsgerichte und die wahrscheinlich größten Windbeutel weit und breit. Oder ihr verbringt die Mittagszeit im Brauhaus nebenan und gönnt euch ein lokales Gosebier.

Die Butterhanne befindet sich stilecht in einem der alten Fachwerkhäuser.
Das Brauhaus bietet unter anderem das Goslarer Gosebier an.

Doch kommen wir zum versprochenen Blick über Goslars Dächer. Den hat man vom Nordturm der Marktkirche aus einer Höhe von 60m. Aufgrund des winterlichen Wetters war zu Ostern zwar die im Freien liegende Plattform geschlossen, doch wenige Leitersprossen tiefer befindet sich ein vor Wind und Wetter geschützter Raum, von dem man ebenfalls einen tollen Blick auf die Kaiserstadt und die umliegenden Berge hat. Für Fotos dürfen die Fenster sogar geöffnet werden.

Blick über Goslar: im Vordergrund der Marktplatz, im Hintergrund die Stephanikirche

 

Blick über Goslar: Zwei weitere Kirchen und das Ratsgymnasium
Blick über Goslar: die Kaiserpfalz

Ich finde, auch ohne festlich leuchtenden Weihnachtsmarkt kann sich Goslar von oben sehen lassen.

Habt ihr euch eure Stadt auch schon einmal von oben angesehen?

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2 comments

  1. Kaum zu glauben dass das Osterbilder sind 🙂
    Da fällt mir auf, nein ich habe unseren Ort noch nie von oben gesehen. Ich glaub aber es gibt auch gar keine Möglichkeit dazu.

    LG
    Manuela

  2. Oh wie schön, da hat sich der Aufstieg über die morschen Treppen gelohnt! Abends, wenn der Weihnachtsmarkt unten leuchtet, ist es besonders schön! Viele Grüße

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