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{Jessi entdeckt} – Die essbare Stadt Andernach

Lo Janssen nimmt mich am Fähranleger des Geysirzentrums freundlich in Empfang. Ursprünglich kommt sie aus den Niederlanden, lebt aber schon lange in Andernach und fühlt sich hier laut eigener Aussage auch sehr wohl. Der Schwerpunkt unseres gemeinsamen Rundgangs durch Lo Janssens Wahlheimat wird auf der Kulinarik liegen. Das heißt allerdings nicht, dass wir in Restaurants regionale Köstlichkeiten probieren werden. Stattdessen wird mich meine Begleiterin durch die „Essbare Stadt“ führen, auf die ich in einem Zeitschriftenartikel aufmerksam geworden bin und die mich sofort neugierig gemacht hat.

Getreide steht im Mittelpunkt (1 von 1)

„Essbare Stadt? Was kann man sich denn darunter vorstellen?“ Diese Frage wird mir häufig gestellt, wenn ich von meinem Andernach-Besuch erzähle. Auch ich habe nur wenige Informationen und eine vage Vorstellung, als ich mit Lo Janssen den Rundgang beginne. Sie führt mich an die Außenseite der ehemaligen Stadtmauer, die noch recht gut erhalten ist. Vor den steinernen Wänden werden die unterschiedlichsten Nutzpflanzen angebaut: Obst, Gemüse, Kräuter, Getreide. So nah an der Stadtmauer herrschen optimale Bedingungen, denn die Steine speichern die Wärme der Sonne und geben sie nach und nach ab. So gedeihen in der Essbaren Stadt beispielsweise auch Feigen.

eine tolle Kulisse (1 von 1)

ideale Bedingungen an der Stadtmauer (1 von 1)

Cola-Strauch - riecht wie er heißt (1 von 1)

Die Essbare Stadt vereint viele Vorteile: Um die Pflanzen kümmern sich insbesondere Langzeitarbeitslose, regionale und seltene Nutzpflanzen werden verstärkt angebaut, die Stadtkinder lernen unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten kennen – auch ich habe z.B. das erste Mal eine blühende Zucchini-Pflanze gesehen. Und das Beste: Sobald ein Gemüse reif ist, wird ein entsprechendes Hinweisschild aufgestellt und die Andernacher dürfen sich nach Lust und Laune bedienen.

blühende Zucchinipflanzen (1 von 1)

Natur in der Stadt (1 von 1)

Getreideanbau (1 von 1)

Noch sind die Leckereien nicht reif, ein paar Wochen bis Monate müssen sich die Andernacher noch gedulden. Nur die Erdbeerbeete sind bereits kahlgepflückt. Lo Janssen zeigt mir auch die Hühner, die im ehemaligen Schlossgraben ein Zuhause gefunden haben und deren Eier in einem kleinen Andernacher Laden verkauft werden. Auch die Produkte des ökologischen Anbauprojekts „Lebenswelten“ im Stadtteil Eich werden hier angeboten.

Hühner im Burggraben (1 von 1)

die Kirschen müssen noch reifen (1 von 1)

außergewöhnliche Kräuter (1 von 1)

Ich für meinen Teil bin von der „Essbaren Stadt“ begeistert und hoffe, dass sie den Andernachern noch lange erhalten bleibt. Wenn ihr euch noch näher über das Projekt informieren möchtet, dann klickt doch mal hier. Als ich von der „Essbaren Stadt“ in Andernach gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein einmaliges Projekt handelt. Lo Janssen belehrt mich eines besseren: „Nein, so etwas gibt es mittlerweile in vielen Städten weltweit!“ Hier findet ihr eine Liste der deutschen Stadtgärten zum kostenlosen Selbstbedienen. Wie wäre es denn mal mit einer essbaren Stadt in Aachen?

Vielen Dank an die Tourismus & Stadtmarketing Andernach.net GmbH für die Einladung nach Andernach. Mein besonderer Dank gilt Lo Janssen für den Rundgang durch die „Essbare Stadt“. Die hier geschilderte Meinung ist wie immer meine eigene.

Ich freue mich über das Teilen dieses Beitrags:

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6 Kommentare

  1. Das ist eine super Sache, muss gleich mal schauen, in welchen Städten es Vergleichbares gibt. Urban Gardening ist eh ein toller Trend, aber Andernach hat sich eine besondere Variante ausgedacht! Danke für den Tipp! Liebe Grüße, Elke

  2. Ich war schon in Andernach, aber nur zu Besuch des Geysirs. Meinen damals noch kleinen Neffen konnte ich nicht für die essbare Stadt begeistern, wenn der Nürburgring noch auf dem Programm stand ;-)
    Muss ich unbedingt nachholen.

    • Jessi sagt

      Das glaube ich! :-) Musst du unbedingt mal nachholen. Am besten, wenn auch schon was reif ist.

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