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Darf ich bitten? – Der Tanz der Schmetterlinge in Schloss Sayn

Schon während unseres Besuchs in Wien hatte mir meine Reisebegleiterin versichert, dass es in Sayn einen Schmetterlingsgarten gäbe, der den in der österreichischen Hauptstadt in den Schatten stellen würde. Ihre Schwärmereien haben mich neugierig gemacht. Heute werde ich mich selbst davon überzeugen, wie groß der Schatten wohl ist, von dem das Wiener Schmetterlingshaus verschluckt wird. Es ist noch früher Vormittag und der Parkplatz am Schloss Sayn entsprechend leer. Auch in der Halle selbst halten sich nur wenige Zweibeiner auf. Dafür begegnen wir sofort einer ganzen Schar Schmetterlinge. Ein kleineres Exemplar der bunten Falter gesellt sich sogar eine ganze Weile zu uns.

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Das Farbenspiel der Falter

Ich sehe Farben! Und das nicht zu knapp. Solch eine Vielfalt an Schmetterlingen hatte ich noch nie um mich. Sie sitzen auf den bunten Blüten, tänzeln unbeschwert durch die Luft oder nutzen auch schon mal einen Besucher als Rastplatz. So unterschiedlich groß die Falter sind, so vielfältig sind sie auch in ihrer Farbgebung und Musterung. Vor einem der wenigen Glaskästen traue ich plötzlich meinen Augen kaum. Dieser Schmetterling hat seinen Namen definitiv verdient: Gigantischer Atlasspinner. Er bietet sicher eine gute Vorlage für einen Horrorfilm…

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Eine Flugshow der Extraklasse

Für Begeisterung sorgen nicht nur die vielen Schmetterlinge, die häufig in Gruppen um die staunenden Besucher herumtanzen. Auch die tropischen Finken stehen den Faltern in Farbe und Flugkunst in nichts nach. Sie scheinen ihren Spaß dabei zu haben, in einem Affenzahn von einem Hallenende zum anderen zu schießen. Dass es dabei nicht zu Kollisionen kommt, macht mich sprachlos.

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Von all der Hektik scheint die ebenfalls hier lebende Leguan-Dame nichts zu halten. Wir entdecken sie eher zufällig auf dem Dach einer Brücke. Ihr Schwanzende, das vom Dach herabhängt, hat sie verraten. Sie zieht es vor, sich möglichst wenig zu bewegen und das ein oder andere Nickerchen zu halten.

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Jetzt gehen wir auf die Jagd

„So, einen blauen erwischen wir jetzt auch noch. Vorher verlassen wir diesen Garten nicht!“ Mit diesem Entschluss drehen wir noch eine Runde durch das Schmetterlingsparadies. Gefühlt haben wir jede hier lebende Art fotografisch festgehalten. Nur die schönen blauen Falter wollen einfach nicht stillhalten. Rastlos tanzen sie immer wieder an uns vorbei. Würden sie unsere Sprache beherrschen, würden sie mir dabei wahrscheinlich kichernd zurufen: „Du kriegst mich nicht! Ich bin viel zu schnell!“ Dann entdecken wir doch noch einen, der es sich auf einer Pflanze bequem gemacht hat und vor uns seine strahlend blauen Flügel ausbreitet.

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Zufrieden treten wir den Weg zum Ausgang an. Mittlerweile ist es doch recht voll geworden und wir überlassen den Garten nun der Busladung Rentner und den Familien. Doch dann passiert das Unfassbare: Ein blauer Falter steuert direkt auf mich zu und heftet sich an mein ebenfalls blaues Oberteil. Jetzt bloß keine hektischen Bewegungen machen; am besten auch das Atmen einstellen. Vorsichtig nimmt mir meine Freundin die Kamera ab und knipst begeistert drauf los. Der Falter tauscht mein Oberteil gegen meinen Arm und flattert schließlich davon. Im Stillen bedanke ich mich bei ihm.

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Ich finde nicht, dass der Schmetterlingsgarten Sayn einen Schatten wirft. Es ist vielmehr ein Regenbogen…

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5 Kommentare

  1. OH MEIN GOTT!
    Ich waere tausend Tode gestorben!! Ich waer gar nicht erst rein gegangen.

    Wie groß war bitte dieses Monsterding? *grusel*

    Liebe Grüße,
    Mila

    • Jessi sagt

      Das Monsterding war so ca. 20 bis 30 cm groß, schätze ich. Da war ich dann auch echt froh, dass es nicht draußen war…

      Liebe Grüße
      Jessi

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