San Francisco – Tag 1

Uff, Langstreckenflüge sind anstrengend. Irgendwann konnte ich nicht mehr sitzen und war froh, endlich (nach ca. 11 Stunden) zu landen. Wer mich besser kennt, weiß, dass verspätete Starts zu meinen Reisen dazugehören. So auch diesmal: Wir rollten pünktlich los, doch leider nicht zur Startbahn, sondern zu einer anderen Parkposition. Der Captain verkündete uns, dass beim Anlassen der Triebwerke ein Fehler gemeldet worden sei und ohne diesen vorher beheben zu lassen, wolle er einen solch langen Flug nicht beginnen. Letztendlich wurde gemeldet, dass die Techniker grünes Licht gegeben haben und es konnte losgehen. Glücklicherweise war die 747 bereits umgerüstet, so dass jeder seinen individuellen Bildschirm im Vordersitz hatte. Ich entschied mich für seichte Unterhaltung und schaute mir Der Zoowärter, Friends with Benefits, Mr. Poppers Pinguine und Bad Teacher an. Außerdem hörte ich mich durch die Soundtracks verschiedener Musicals. Natürlich stand auch essen und schlafen auf dem Programm. 
A380 beim Push-Back
Am frühen Nachmittag erreichte ich das Hotel Aida Plaza. Es ist verkehrsgünstig gelegen und kann mit dem BART direkt vom Flughafen aus erreicht werden (bis zur Station Civic-Centre fahren und dann ca. fünf Minuten Fußweg). Das waren aber bereits die Vorteile. Das Hotel ist irgendwo in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts stehengeblieben. Das Personal ist sehr freundlich, die Zimmer klein und hellhörig und das Frühstück ein Witz: Eine Pappschachtel gemischter Donuts und Kaffee in der Lobby.
Nach einer kurzen Inspektion meines Zimmers, machte ich mich zu Fuß auf, um die Stadt zu erkunden. Ich lief die Market Street immer gen Osten bis zur Küste. In meiner Winterjacke bin ich aufgefallen wie ein bunter Hund. Manche trugen sogar nur kurze Hose und T-Shirt. Zwar war es besonders in der Sonne sehr warm, doch das fand ich dann doch etwas übertrieben. Am Ferry Building angekommen, das 1903 fertig gestellt wurde und damals der Verkehrsknotenpunkt der Stadt war, hatte ich einen tolle Blick auf die Bay Bridge, die mit einer Länge von 13,6 km San Francisco mit Oakland verbindet. 
Einer der Piers in San Francisco

Ferry Building in San Francisco

Bay Bridge zwischen San Francisco und Oakland
Weiter ging es die Straße The Embarcadero entlang, vorbei an den vielen Piers, Richtung Norden und dann gen Westen bis zum Ghirardelli Square, wo sich die ehemalige gleichnamige Schokoladenfabrik befindet. Dort traf ich auch das erste Mal auf die berühmten Cable Cars, die auf drei Linien die besonders steilen Straßen von San Francisco befahren. Den Rückweg zum Hotel bestritt ich zu Fuß an einer der Cable Car Strecken entlang. Der Aufstieg war anstrengend, wurde aber mit einem tollen Blick auf die Stadt, das Wasser und die Golden Gate Bridge belohnt. Mehr zufällig bin ich auch an The crookedest street in the world – der krummsten Straße der Welt vorbei gekommen. Sie darf nur abwärts befahren werden. 
Blick von der Hyde Street in San Francisco

Blick auf die Golden Gate Bridge

Cable Car in San Francisco

Die Hyde Street in San Francisco
Nach einem kurzen Einkauf im Supermarkt bin ich dann nach einem langen Tag bereits um 20:00 todmüde ins Bett gefallen.

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4 comments

  1. für einen langstreckenflug müßte es schlafkabinen wie im zug geben.dann wäre die reise viel entspannter.

  2. Merci für deine SMS!! Hast ja ein super Wetter, die Fotos sind einsame klasse, besonders das, wo du nicht nur nen Cable Car sondern auch dieses interessante Dreirad erwischt hast! Weiterhin viel Spaß und ne tolle Woche!

  3. Hallo Schwesterherz,

    das klingt ja alles ganz gut (bis auf das Hotel und vorallem das Frühstück…)! Die Fotos sind klasse…und wow, 4 Filme auf einem Flug zu schauen 😉

    Pass auf dich auf!
    HDGGGDL! Anni

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