Von Knoten zu Knoten im Aachener Wald

Raus aus der Stadt, rein in den Wald – in den Aachener Wald. Das Wetter ist gut, ich habe Hummeln im Hintern und der Bus bringt uns direkt bis zur grünen Lunge von Aachen. Der „Öcher Bösch“ erstreckt sich im Süden der Stadt, vom Vaalserquartier bis nach Steinebrück. Auf sechs ausgeschilderten Rundwegen kann der Wald erwandert werden. Da wir nicht erst weit fahren wollen, fällt unsere Wahl auf die gelbe Route, die am Waldfriedhof beginnt. Die 5,5 Kilometer lange Strecke kann wahlweise auch verkürzt werden, da sie aus einer Nord- und einer Südschleife besteht.

Von der Bushaltestelle sind es nur wenige Meter bis zum Wald und sofort fällt uns die Stille auf. Ich atme einmal tief durch und tauche in die Natur ein; das Laufen auf dem weichen Waldboden tut gut. Dank des Knotenpunktsystems hier im Öcher Bösch brauchen wir keine Karte, denn an jeder Weggabelung stehen Holzpfähle, die den jeweiligen Knotenpunkt, die Wege zu den nächsten Knoten und die Farbe des Rundwegs anzeigen.

Über uns zieht kreischend ein Greifvogelpärchen seine Kreise, während ganz in der Nähe ein Pferd wiehert. Immer wieder kommen uns Jogger – mit und ohne tierische Begleitung – entgegen. Auch zwei mit Matsch bedeckte Mountainbiker kreuzen unseren Weg. Trotzdem sind wir die meiste Zeit allein und können einfach mal dem Trubel der Stadt entfliehen.

Wir entscheiden uns dafür, den kompletten Rundweg zu gehen und nicht in der Mitte abzukürzen. Auch wenn man nicht besonders fit ist, sind die 5,5 Kilometer mit wenigen moderaten Steigungen gut zu bewältigen. Zwar ist der gelbe Rundweg der längste aber mit dem Anspruch „niedrig“ auch der einfachste der insgesamt sechs Wanderwege im Aachener Wald. Also perfekt für den Einstieg oder für einen längeren Sonntagsspaziergang. Je nachdem, wieviel Zeit man hat, können die einzelnen Rundwege dank des Knotenpunktsystems auch sehr gut miteinander kombiniert werden.

Für uns steht fest, dass wir viel öfter in den Öcher Bösch fahren sollten. Als nächstes steht auch schon die blaue Route auf dem Plan.

Den Flyer mit allen Rundwegen findet ihr übrigens hier.

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