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Und wo genau geht es jetzt zur besten Sicht auf ganz Barcelona?

Erleichtert lasse ich mich auf einen der Plätze in der letzten Reihe plumpsen. Bis eben war der Bus Nr. 24 proppsackvoll und wir haben die Fahrt genauso stehend verbracht wie die warme Luft. Während gefühlt alle anderen Passagiere den Bus an der Haltestelle des Parc Güell verlassen haben, schaukeln wir die Serpentinen immer weiter hinauf. Irgendwann dreht sich der Fahrer um und gibt uns zu verstehen, dass wir an der Endhaltestelle angelangt seien. Der Name der Haltestelle stimmt allerdings nicht mit dem überein, der laut Plan an der Endhaltestelle stehen müsste. Trotzdem hüpfen wir aus dem Bus und schauen uns erst einmal um. Von hier aus sollten wir eigentlich nur noch einer Straße zu Fuß nach oben folgen, um vom Turó de la Rovira die Aussicht auf Barcelona zu genießen. Doch hügelaufwärts stehen Wohnhäuser dicht an dicht, von einer Straße oder einem Weg keine Spur…

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Auf der Suche nach dem richtigen Weg

„Also, da hinten ging auf jeden Fall eine Straße nach oben ab!“ Wir laufen die Straße ein Stück in die Richtung zurück, aus der wir mit dem Bus gekommen sind und versuchen unser Glück mit der Straße Carrer de Mühlberg. Immerhin handelt es sich um eine Straße, die den Berg hinauf führt und eine Bushaltestelle an ihrem unteren Ende entdecken wir auch.

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Leider weiß ich nicht mehr so genau, wie es auf dem Hügel, der die beste Aussicht auf Barcelona verspricht, aussieht. Ist es nun die Hügelkuppe mit dem komischen runden Gebäude da rechts vor uns oder der Grasbewachsene Hügel zu unserer Linken? Natürlich nehmen wir erst einmal den falschen Weg und landen schnell in einer Sackgasse. Also trotten wir den Trampelpfad wieder hinab zur Mühlberg-Straße, der wir anschließend weiter bergauf folgen.

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Schöne Aussicht? Wunderschöne Aussicht!

„Bunker?“ Der junge Spanier muss uns unsere Verunsicherung angesehen haben, denn er hält ein Stückchen vor uns mit seinem Rad an und dreht sich um. Wir nicken und er deutet zum Glück mit dem Arm in die Richtung, in die wir unterwegs sind. „Gracias!“ Während der Spanier mit seinem Rad die Straße entlang nach oben fährt, entscheiden wir uns für die Treppen links davon. Als wir oben ankommen, fängt es an zu nieseln und unter uns liegt Barcelona im Nebel. „Na toll!“ Meine Enttäuschung ist groß, trotzdem will ich jetzt nicht einfach umkehren und informiere mich erst einmal an den Infotafeln über den Ort, den wir nun endlich gefunden haben.

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Der Nieselregen verzieht sich zum Glück sehr schnell wieder und auch der Nebel löst sich langsam auf, so dass wir dann doch noch einen wundervollen 360°-Blick auf Barcelona genießen können. Auch wenn mich unser Irrweg zwischendrin fast auf die Palme gebracht hat, bereue ich es nicht, dass wir so lange gesucht haben. Im Gegenteil, denn dieser Ort ist perfekt, um dem Lärm der Stadt und den Touristenströmen einmal aus dem Weg zu gehen und durchzuatmen.

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Der Turó de la Rovira

Der ca. 260 Meter hohe Turó de la Rovira diente während des Spanischen Bürgerkriegs als Luftabwehrstation. Später siedelten sich am Hügel Zuwanderer an, von deren Häusern teilweise noch Wände und bunte Kacheln zu erkennen sind. Heute nutzen vor allem junge Katalanen die Ruinen, um zu picknicken oder den Sonnenuntergang zu genießen. Wenn ihr das auch einmal machen wollt, fahrt ihr am besten mit der Buslinie 24 bis zur Haltestelle Ctra. del Carmel/Gran Vista und folgt dann der Straße Carrer de Mühlberg.

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