Xanten – In wenigen Minuten von der Antike ins Mittelalter

Am Nachmittag verlassen wir den LVR-Archäologischer Park Xanten und schlendern Richtung Süd-Osten, bis wir das Klever Tor erreichen. Wir wollen uns nämlich vor unserer Rückfahrt noch ins Mittelalter begeben und Xantens Altstadt sowie den Dom besichtigen. Also betreten wir die kleine Stadt schon einmal passender Weise durch einen Teil der alten Befestigungsanlage (das Klever Tor) und passieren gleich darauf das Mitteltor, das einst das klevische vom kurkölnischen Xanten trennte.

Xanten weckt in mir sofort ein Gefühl von Urlaub: kleine Läden haben trotz des Sonntags ihre Türen geöffnet und bieten ihre mit Liebe hergestellten Produkte an, die Sonne scheint und auf dem trubeligen Marktplatz wird musiziert.

 

 

 

Unser Weg führt uns am Marktplatz linke Hand an der Michaelskapelle vorbei zum Dom St. Viktor. Erbaut worden ist der Xantener Dom zwischen 1263 und 1544. Heute gilt der gotische Bau als „größter Dom zwischen Köln und dem Meer“.

 

 

Andächtig betreten wir das Gotteshaus. Ich muss zugeben, ich mache mir nichts aus Religion und gehöre nicht zur gläubigen Bevölkerung, trotzdem faszinieren mich Kirchen. Allein der Gedanke daran, mit welch einfachen Werkzeugen diese riesigen Bauwerke entstanden sind… Außerdem mag ich den Geruch nach Wachs, das Knarren der Holzbänke und die respektvolle Stille, die dort herrscht.

 

Besonders angetan hat es mir im Falle des Xantener Doms die Krypta, denn hier befinden sich seit den 1960ern Urnen mit den Überresten verschiedener KZ-Opfer. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber beim Thema Zweiter Weltkrieg und allem, was dazu gehört, bekomme ich regelmäßig eine Gänsehaut.

 

Sicherlich hat Xanten noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten, doch für uns geht die Zeitreise zu Ende und spätestens am Bahnhof sind wir wieder im Hier und Jetzt angekommen.

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