Rom – Die ewige Stadt

Viele Jahre lang habe ich Texte im Lateinunterricht übersetzt und auch in den ersten Geschichtsstunden auf dem Gymnasium lauschte ich gespannt den Geschichten über die Alten Römer. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, beruflich in die Ewige Stadt zu reisen. Und ich bin begeistert! 
Untergebracht war ich im Novotel Roma La Rustica. Das Hotel ist etwas außerhalb gelegen, liegt aber an einer Bahnstrecke. Die Station La Rustica U.I.R. erreicht man innerhalb von 10min. zu Fuß. Fahrkarten? Fehlanzeige. Die Schaffner wissen aber, dass es hier keinen Automaten gibt und ich hatte Glück und durfte ohne zu zahlen mitfahren. Ansonsten zahlt man aber lediglich 1,- € für 70min. Fahrt und 4,- € für eine Tageskarte. Mit dieser darf man den Zug, die Tram, Busse und die zwei U-Bahn Linien nutzen. Die Zugfahrt nach Rom dauert maximal 30min (nach Termini oder Tiburtina). 
Von Tiburtina ging es mit der U-Bahn ersteinmal zum Colosseum und von hier über die Piazza de Colosseo und am Forum Romanum vorbei. Hier befindet sich auch der Circus Maximus, durch den ich spazierte. Wie er in der Antike ausgesehen hat konnte ich mir auf Schaubildern ansehen und beim Durchschreiten erahnen. Für einen Besuch des Forum Romanum blieb leider keine Zeit, das werde ich aber bei einem zweiten Besuch von Rom (der wird auf jeden Fall folgen) nachholen. Am Abend überquerte ich den Tiber, sah den vielen Spatzen beim Bevölkern der Bäume zu und genehmigte mir ein Eis. Dann ging es wieder rein in die Stadt, die voller Leben, Roller und atemberaubender Bauten steckt. An jeder Ecke entdeckte ich etwas neues. Mein Weg durch die Stadt führte mich an der Piazza Venecia und dem riesigen Monumento Vittorio Emanuele II vorbei bis zum Trevi-Brunnen. Hier tummelten sich Einheimische und Touristen gleichermaßen und genossen die herrliche Atmosphäre bei milden Temperaturen. Nach einer leckeren Pizza und Rotwein in der Pizzeria Pisciapiano ging es dann zurück ins Hotel.

Vor dem Colosseum

Colosseum

Piazza de Colosseo

Circus Maximus

Monumento Vittorio Emanuele II
Vor dem Trevi-Brunnen

Am nächsten Tag ging es mit dem Zug nach Termini und von dort mit der U-Bahn nach Ottaviano San Vietro. Von der Station gelangte ich zu Fuß zum Vatican und somit zum Petersplatz. Da Sonntag war, fand hier gerade eine Messe statt, die durch den Papst persönlich gehalten wurde. Für mich nicht wirklich ein Erlebnis, aber Gläubige sollten durchaus am Sonntagmorgen den Petersplatz besuchen. Leider war es dadurch nicht möglich, den Petersdom zu besichtigen. Muss also auch auf den nächsten Besuch verschoben werden. Über die Via della Conciliazione gelangte ich direkt zur Engelsburg, die ich besichtigte. Eine Eintrittskarte kostet 8,- €, einen Informationsflyer gibt es kostenlos. Von der Terrasse der Festung hatte ich einen tollen Blick über Rom. Ebenfalls sehenswert sind die Räumlichkeiten, die teilweise mit alten Möbeln und aufwendigen Wand- und Deckenmalereien ausgestattet sind. Anschließend machte ich mich auf zur Spanischen Treppe, um dort eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Ich hätte ewig dort sitzen, die Sonne genießen und die Leute beobachten können. Doch der Hunger trieb mich weiter und zufällig zum Eiscafè Giolitti. 

Durch das Eis gestärkt ging es weiter zum Pantheon, das kostenlos besichtigt werden kann. Bis auf seine Größe ist es von außen nicht wirklich sehenswert, doch drinnen hat es mir die Sprache verschlagen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wie ist es möglich, eine solch riesige Kuppel ohne die heute üblichen Hilfsmittel zu bauen? Letzte Station war die Piazza Navona, auf der sich drei Brunnen – darunter der Vierströmebrunnen – sowie Paläste und Kirchen befinden.

Auf dem Petersplatz

Messe vor dem Petersdom

Petersdom

Engelsburg

Spanische Treppe

Hier lohnt sich das Schlangestehen für Gelatti!

Pantheon

Blick ins Pantheon

Vierströmebrunnen

 An meinem letzten Abend schaffte ich es noch ins Colosseum. Der Eintritt kostet 12,- €, gilt ebenfalls für das Forum Romanum und zwei Tage lang. Ich erwischte die letzte englischsprachige Tour, die mich noch einmal 5,- € kostete und leider enttäuschte. Sie war sehr kurz und viele Infos habe ich auch nicht wirklich bekommen. Ein Besuch des Colosseum lohnt sich aber auf jeden Fall, nur eben die Führung nicht. Kaum zu glauben, dass hier Tier- und Gladiatorenkämpfe stattgefunden haben und die Zuschauer auf mit Mamor verzierten Blöcken saßen. Überhaupt war das gesamte Theater in der Antike mit Mamor verkleidet und mit Fresken verziert, was ein Gemälde der Ausstellung im Colosseum andeutet.

Treppe zum nächsten Rang

Blick ins Innere

Unter der Bühne befanden sich die Käfige.

Blick aufs Forum Romanum

Sitzblöcke

Colosseum in der Antike
Besonders spannend war, das Buch Illuminati revue passieren zu lassen und all die mystischen Plätze zu erkunden. Eine geführte Tour hierzu wäre super!
Zum Schluss noch ein Tipp: Unweit vom Pantheon befindet sich das Ristaurante La Cave di S. Ignazio. Hier kann man italienische Spezialitäten genießen. Zu den Preisen kann ich leider nichts sagen, da es ein arrangiertes Geschäftsessen war.
Zum Flughafen gelangte ich vom Bahnhof Tiburtina für 8,- €. Von Termini gibt es einen Express, der ohne Zwischenhalt zum Flughafen fährt. Er braucht etwa zehn Minuten kürzer, kostet allerdings 14,- €.

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5 comments

  1. Schöööön! Wie toll, dass du doch so viel Zeit zum Sightseeing übrig hattest! Rom steht natürlich auch auf meiner Liste 😉 und jetzt erst recht…

  2. Ja, Rom ist toll und ich werde auch noch mal hinfahren. Es gibt noch so viel mehr zu sehen! 🙂 Deine Posts über euer Wochenende haben mir auch sehr gefallen!
    Ich habe mit dem Rom-Post übrigens meinen persönlichen Rekord gebrochen: 54 Aufrufe bisher. Insgesamt hatte ich gestern über 90…

  3. Jetzt hast du mindestens 55 Aufrufe :o) Merci, für die virtuelle Stadtbesichtigung.

  4. @ Sarah: Gerne!!! 🙂
    @ MaPa: Ja, kann ich euch nur empfehlen! Gefällt mir sogar besser als Paris! Und das Wetter ist toller! 😉

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