Drei Tage Warschau

Heute früh um 6:13 ging es los: mit dem Zug zum Düsseldorfer Flughafen und von dort aus nach Warschau. Geflogen bin ich mit Lufthansa bzw. mit LOT. Lufthansa-Passagiere checken in Düsseldorf am Automaten ein und geben dann nur noch das Gepäck am Schalter auf. Ist ganz einfach: Es gibt mehrere Auswahlmöglichkeiten. Ich habe mich dafür entschieden, meinen Perso scannen zu lassen und habe dann das Reiseziel eingegeben. Dann nur noch bestätigen und Bordkarte drucken lassen. Mache ich jetzt immer so! Als ich durch die Sicherheitskontrolle durch war, habe ich mich auf die Suche nach Gate A83 gemacht und musste den belebten, modernen Bereich verlassen, um ein Geschoss tiefer einen kleinen Wartebereich, aufgeteilt in A83 A bis E, vorzufinden. Mit dem Bus ging es dann quer über den Flughafen zu unserer Maschine. Mit so einem kleinen Flieger bin ich noch nie unterwegs gewesen… 
Kaum hatten wir die Reisehöhe erreicht, gab es etwas zu essen: Ein labberiges Brötchen mit Käse, Salat und getrockneten Tomaten (sah zumindest so aus). Dazu gab es eine Lindor-Kugel (na super, für mich dann also kein Nachtisch…) und zwei Getränke. Nach zwei Stunden sind wir fast pünktlich in Warschau gelandet. Ich habe dann nicht lange auf meinen Koffer warten müssen und habe fix noch Geld getauscht (Ja, es gibt tatsächlich noch Länder in Europe mit einer anderen Währung… ;-)). Als ich dann im Wartebereich meine Hotelreservierung rauskramte, stand auch schon ein freundlicher älterer Herr neben mir. „Taxi?“ „Yeah, I need a taxi!“ Lächelnd warf er einen Blick auf den Namen des Hotels und schwups, hatte er auch schon meinen Koffer in der Hand und wir gingen zu seinem Taxi. Er sprach zwar nur ein paar Worte englisch, doch er bemühte sich und versuchte mich immer wieder in ein Gespräch zu verwickeln. So machte er mich auch auf wichtige Gebäude und Straßen aufmerksam. Zum Beispiel auf einen russischen Friedhof für Soldaten des Zweiten Weltkriegs. Ich weiß nicht, ob es auch einen anderen Weg gegeben hätte, aber nachdem wir eine ganze Weile durch typische Großstadtstraßen gefahren waren, bog er in eine ruhigere Straße und Warschau war plötzlich schön. Ein altes Haus neben dem anderen. Er zeigte mir die Universität, das Kopernikus-Denkmal und den Eingang zur „Old Town“.
Untergebracht bin ich im Ibis Warszawa Stare Miasto (Old Town). Hier gibt es kostenlos Internet, was ich dann auch gleich mal nutze, um zu bloggen. 🙂 Das Hotel liegt in der gleichen Straße wie der Veranstaltungsort der Konferenz, auf der ich morgen eine unserer Projektideen präsentieren werde.
Heute Nachmittag habe ich ein wenig die Umgebung erkundet. Wie der Name des Hotels schon verrät, ist die Altstadt gleich um die Ecke. Durch malerische Gassen und Plätze gelangt man an eine alte Wehranlage, die die Altstadt von der Neustadt trennt. Hier ein paar Eindrücke:

Was mir sonst so aufgefallen ist: Klamottentechnisch alles wie bei uns, auch in Polen fährt man gerne VW Busse, manche Ampeln können sprechen, überall gibt es Eis, Tante Emma Läden, viele Parks, viele Schulklassen, es gibt auch deutsche Stadtführungen und ständig wird man an den Zweiten Weltkrieg erinnert:

Außerdem scheinen auch einige berühmte Persönlichkeiten mit Warschau in Verbindung zu stehen bzw. gestanden zu haben. Beispielsweise wusste ich garnicht, dass Marie Curie Polin war. Sie ist in Warschau geboren und wenn ich das richtig verstanden habe, bin ich heute an ihrem Geburtshaus vorbei spaziert:

Auch Frédéric Chopin ist in Polen geboren und zwar in Zelazowa Wola, was zum Herzogtum Warschau gehörte. Aufgewachsen ist er in Warschau:
Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich lauter Fußballfans getroffen. So wie ich das sehe, haben die einen Werbespot für die Euro 2012 gedreht:

Ich habe mitten in der Altstadt auch noch einen weiteren Filmdreh beobachtet. Da habe ich aufgrund des Wachpersonals aber lieber mal keine Fotos geschossen…

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