Monate: November 2013

Von Flußkrebsfischern und einem Wein mit Doktortitel – Wie man in Bernkastel-Kues Karriere macht

Während ich meiner Taxifahrerin dabei zuhöre, wie sie von ihrem letzten Urlaub am Bodensee schwärmt, nähern wir uns dem kleinen Moselort Bernkastel-Kues. Hoch oben thront die angestrahlte Ruine der Burg Landshut und vertreibt zumindest in ihrer unmittelbaren Nähe die Dunkelheit. Am nächsten Tag werde ich erfahren, dass jüngste Forschungen zu der Erkenntnis geführt haben, dass die Burg und somit auch Bernkastel viel älter sind als bisher vermutet, schließlich hat man römische Grundmauern unter der heutigen Ruine entdeckt. Doch für solche Ausflüge in die Geschichte der Moselregion ist es jetzt eindeutig zu spät und stattdessen genehmige ich mir lieber eine warme Mahlzeit, bevor ich in die Kissen falle.

Fantastische Skylineblicke inklusive – Über die Brooklyn Bridge nach Manhattan

Nachdem wir den Süden von Manhattan erkundet und die Sonne am Hudson genossen haben, führt uns unser Weg mit der U-Bahn unter dem East River hindurch nach Brooklyn. Als wir auf der anderen Seite aus der Erde in die Sonne treten, zeigt sich uns New York von einer ganz anderen, sehr charmanten Seite. Ich muss sofort an England denken und bin ganz verzückt von den – im Gegensatz zu den Wolkenkratzern in Manhattan – recht kleinen Häusern im europäischen Stil. Die Straßen sind fast unbefahren und von Menschenmassen fehlt hier auch jede Spur. Eine ältere Dame merkt, dass wir etwas orientierungslos sind, wie wir so unsere Köpfe über der Karte zusammenstecken und weist uns mit einem Lächeln den Weg zum Fluß. „It’s wonderful, you will love it!“ Und damit hat sie vollkommen Recht.

{Jessi entdeckt} – Die Meeresbrise mitten in Aachen

„Wenn Holland nicht wär, läg Aachen am Meer!“ So sagt es das bitterböse Sprichwort, das sicher alle Öcher kennen. Doch auch mit unseren liebenswerten Nachbarn ist es durchaus möglich, sich in Aachen ein bisschen wie am Meer zu fühlen. In der Salzgrotte SanaVita in Aachen-Burtscheid bin ich für 45 Minuten dem grauen Novemberwetter entflohen und habe bei angenehmer Meeresluft ein Nickerchen gehalten.

Endlich wieder in Wien! – Neues entdecken

Auch wenn ich schon so oft in Wien war und mich dieses Mal wirklich fast heimisch fühle, gibt es doch noch so vieles zu entdecken. Da wäre natürlich zum einen der siebte Bezirk, der sich gleich hinter dem Museumsquartier Richtung Westen erstreckt und für ein paar Tage auch zu „meinem“ Stadtteil wird, schließlich befindet sich hier unsere Ferienwohnung. Aber auch an den Orten, an denen ich mich bereits das ein oder andere Mal aufgehalten habe, warten Überraschungen auf mich. Das können Details an alten Häusern sein, ebenso wie ganz neue Gebäude, die es bei meinem letzten Besuch noch nicht gab. Und auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten sind mir durchaus nicht alle bis in den letzten Winkel bekannt.

Im Skulpturenpark von Wuppertal kommen nicht nur Kunstfans auf ihre Kosten

„Huch, was ist denn das?“ etwas verwundert bleibe ich vor dem geöffneten Fach unter einer der zahlreichen Bänke im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal stehen und blicke meine Begleiterin Meike fragend an. Sie hat sogleich die Antwort parat und erzählt mir von einer weiteren Kuriosität: Der Erschaffer dieser 14 Hektar großen Anlage – Kurt Herberts – hatte sich im gesamten Park Telefonstationen anlegen lassen, um jederzeit erreichbar zu sein, auch wenn er sich auf seinem weitläufigen Gelände aufhielt. In der dazugehörigen Villa, die Franz Krause im Jahr 1947 entwarf, laufen im Keller 30 Telefonanschlüsse zusammen.