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Fantastische Skylineblicke inklusive – Über die Brooklyn Bridge nach Manhattan

Nachdem wir den Süden von Manhattan erkundet und die Sonne am Hudson genossen haben, führt uns unser Weg mit der U-Bahn unter dem East River hindurch nach Brooklyn. Als wir auf der anderen Seite aus der Erde in die Sonne treten, zeigt sich uns New York von einer ganz anderen, sehr charmanten Seite. Ich muss sofort an England denken und bin ganz verzückt von den – im Gegensatz zu den Wolkenkratzern in Manhattan – recht kleinen Häusern im europäischen Stil. Die Straßen sind fast unbefahren und von Menschenmassen fehlt hier auch jede Spur. Eine ältere Dame merkt, dass wir etwas orientierungslos sind, wie wir so unsere Köpfe über der Karte zusammenstecken und weist uns mit einem Lächeln den Weg zum Fluß. „It’s wonderful, you will love it!“ Und damit hat sie vollkommen Recht.

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Als nach und nach die Wolkenkratzer von Manhattan sichtbar werden, möchte ich am liebsten losrennen, um so schnell wie möglich der wohl berühmtesten Skyline gegenüber zu stehen. Und dann kann ich nur noch staunen und gucken und staunen und gucken und noch mehr staunen. Mit der Sonnenbrille auf der Nase und den Armen auf dem schwarzen Metallzaun stehe ich auf der Esplanade, die parallel zum East River verläuft. Rechts von mir verbindet die Brooklyn Bridge den ruhigen, ursprünglichen Stadtteil mit dem trubeligen, modernen Manhattan. Zu meiner Linken fließen East und Hudson River in der Upper Bay zusammen. Irgendwo da ganz weit hinten ist Europa…

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In meinem Reiseführer heißt es: „Für den Abschluss des Brooklyn-Besuches gibt es keine Alternative: Es ist der Gang über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhattan.“ Genau das ist auch der eigentliche Grund für unsere Unterquerung des East River. Also folgen wir einfach den anderen, die für uns nach Touristen aussehen und sich grob in die richtige Richtung bewegen. Der Aufgang ist recht schnell gefunden und wenige Stufen später stehen wir auf der stählernen Hängebrücke, die 1883 eröffnet und übrigens von einem Thüringer entworfen worden ist. Im Gegensatz zu den damaligen Bewohnern und Besuchern dürfen wir die Brücke kostenfrei passieren, seit 1895 ist der Gang mit dem einmaligen Blick auf die New Yorker Skyline gebührenfrei.

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Auf den gut 2.000 Metern nach Manhattan sind wir nicht allein: immer wieder muss ich anderen Fußgängern ausweichen und dabei aufpassen, nicht auf den Radweg zu treten, denn hier herrscht ein recht rasantes Tempo. Unter uns reißt der Strom an Autos nicht ab, ebenso wenig wie das zur Stadt gehörende Hupkonzert. Nicht zugegen ist die Eisenbahn, für die Roebling „The Bridge“ ursprünglich angelegt hatte.

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Die Sonne knallt so erbarmungslos auf die Brücke, dass ich mir einen leichten Sonnenbrand zuziehe. Trotzdem genieße ich jeden Schritt auf diesem unglaublichen Bauwerk, das zu seiner Entstehungszeit als Weltwunder galt. Selbst ohne den Skylineblick wäre es ein tolles Erlebnis, doch die Wolkenkratzer von Manhattan machen den Spaziergang perfekt. Unbedingt nachmachen!

Gibt es für euch auch eine Brücke, die es euch ganz besonders angetan hat? Habt ihr vielleicht die Golden Gate Bridge ohne Nebel gesehen? Oder seid ihr selbst schon einmal über die Brooklyn Bridge gelaufen?

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