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Welkom bij Amsterdam Cribs

Da stehen wir nun in der Oude Hoogstraat, mitten in Amsterdam, da wo das Leben tobt. Bis hierher war es auch ganz einfach: vom Bahnhof immer geradeaus die Straße Damrak entlang und am Nationaal Monument links rein. Jetzt drehen wir uns allerdings etwas ratlos eins-, zwei-, dreimal vor einem der vielen Coffeeshops im Kreis. Den Hausnummern drum herum zu urteilen, müsste genau an dieser Stelle die Nummer 7 und damit das Amsterdam Cribs sein, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen wollen. Irgendwann beschließen wir, trotz fehlender Beschilderung und Hausnummer einfach mal an der weißen Tür vor uns zu klingeln. Und tatsächlich: das andere Ende der Sprechanlage kann mit unseren Namen etwas anfangen und schon wird die mysteriöse Tür von innen geöffnet.

 

Im engen Eingangsbereich werden wir nicht nur von einem sympathischen Niederländer sondern auch von zwei Fahrrädern und jeder Menge bunter Wandmalereien begrüßt. Als ich die erste von zwei Treppen erklimme, bin ich sofort froh, mich gegen meinen Koffer und für den Rucksack entschieden zu haben. Die unglaublich steilen, engen Treppen haben es in sich und ich frage mich in Gedanken, wie diejenigen hier herauf kommen, die zum Trinken und Kiffen in Amsterdam sind…

 

 

Im Zimmer angekommen, erfahren wir, dass wir diesen Bereich des Amsterdam Cribs‘ fast ganz für uns alleine haben. Über uns wohnt der sympathische Niederländer, der diesen Teil des Hostels betreibt, alle anderen Zimmer befinden sich in einem zweiten Gebäudeteil. Zu dritt platzieren wir uns um den kleinen Tisch herum, auf dem zwei Karten von Amsterdam und – tatsächlich – ein Tütchen Gras liegen. Anhand der Karte bekommen wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt sowie Tipps zu Restaurants und Bars. Als wir die Frage nach unserem Interesse an Coffeeshops verneinen, wandert das Grastütchen ganz unauffällig in die Hoodie-Tasche des Niederländers…

 

 

Als wir allein sind, gehen wir erst einmal auf Erkundungs- und Fototour, soweit dies in dem kleinen aber sehr gemütlichen Zimmer möglich ist. Schließlich teilt man sein Hostelzimmer nicht alle Tage mit Bongs verschiedener Größe und sonstigen „Rauch“-Utensilien. Die stark an England erinnernden Schiebefenster aus Holz schirmen uns weder von der kühlen Abendluft noch von den Geräuschen der Feiernden richtig ab. Davon abgesehen gefällt es mir aber sehr gut im Cribs. Alles ist sauber, die Betten sind bequem, das Wasser zum Duschen heiß und das Heineken im Kühlschrank kalt. Außerdem gibt es einen Fernseher samt Spielekonsole, einen Wasserkocher sowie Tee und Kaffee.

 

Einfach super ist natürlich auch die Lage des Amsterdam Cribs‘. Das Rotlichtviertel, der Bahnhof, China Town, viele Sehenswürdigkeiten – alles ist in wenigen Minuten fußläufig zu erreichen. Wer in Amsterdam weilt, um sich ins Partyleben zu stürzen, braucht ebenfalls nur aus der Haustür zu fallen. Einziges Manko, das diese Lage mit sich bringt, ist, dass die Nächte nicht besonders ruhig sind. Ich schlafe in den beiden Nächten im Amsterdam Cribs trotzdem wunderbar.

Vielen Dank an Hostelbookers, die unseren Trip nach Amsterdam freundlicherweise mit der Unterbringung im Amsterdam Cribs unterstützt haben. Meine Meinung über das Hostel ist ganz allein meinem Inneren entsprungen und absolut ehrlich.

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