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Flugzeuge, Lokomotiven, Autos – Ein Tag voller Technik in Speyer

Wie betrunken wanke ich durch die Gänge der 747. Der Wind ist im Inneren des Fliegers deutlich zu spüren, Regen prasselt gegen die Kabine. Endlich erreiche ich mein Ziel und trete durch die Tür auf die Tragfläche. Ganz schön wackelig so ein Flugzeugflügel… Aber auf jeden Fall eine spannende Erfahrung, hier herum zu spazieren. Nein, das ist kein Traum sondern mein ganz persönliches Highlight im Technikmuseum Speyer. Leider spielt das Wetter nicht mit und ich muss die vielen Flugzeuge und Boote im Museumshof mit Schirm besteigen. Doch auch in den beiden Hallen gibt es so einiges zu entdecken, nicht nur für Technikfreaks.

 

Schon als wir von der Autobahn abfahren, rückt die 747 in unser Sichtfeld, die über dem Museum thront. Sinsheim hat die beiden Concordes, Speyer den Jumbo Jet. Ich finde, das ist gerecht! Auf dem 150.000 m² großen Freigelände stehen mehr als 60 weitere Flugzeuge, zu denen meist eine Treppe hinauf führt, damit die Besucher sich auch den Innenraum ansehen können. Doch der auf einem riesigen Podest befestigte Jumbo stiehlt allen die Show. Mir tun sogar die Lokomotiven leid, die ein wenig abseits stehen und denen aufgrund des Regens – vermute ich – kaum Beachtung geschenkt wird. Apropos Wasser: auch Bootfans kommen auf ihre Kosten. Besonders spannend finde ich dabei den Gang durch das U-Boot U9. Nichts für Personen mit Platzangst!

Im Frachtraum der Antonov AN-22
Unter dem Hauptfahrwerk der 747
Gaaaaaaaaaaaanz hinten in der 747 war es ganz schön turbulent.
Die Kabine der 747 in „nackig“.
Rosinenbomber

In den beiden Ausstellungshallen, die insgesamt eine Fläche von 25.000 m² vorweisen können, sind wir sicher vor dem Regen. Hier kommen dann auch die Lokomotiven zum Zug… In den Hallen dürfen nämlich einige von ihnen erklommen werden. Ich bin ganz fasziniert von den riesigen Gefährten und finde mich plötzlich neben einem Rad wieder, das mindestens genauso hoch ist wie ich. Mein Herz zum schmelzen bringen die über 150 Oldtimer, vor allem die süße Knutschkugel Isetta.

 

 

 

 

 

Die zweite Halle widmet sich dem Thema Raumfahrt und wird vom russischen Space Shuttle BURAN dominiert. Es gibt ja so Dinge, auf die kann ich getrost verzichten und dazu gehört definitiv eine Reise ins Weltall. Mein Freund sieht das ganz anders und bekommt beim Anblick der vielen technischen Gerätschaften aus der Raumfahrt ganz glänzende Augen.

 

 

 

 

Ein wenig chaotisch ist das Technikmuseum Speyer meiner Meinung nach ja schon. In der Raumfahrthalle stehen außerdem zahlreiche Motorräder und von der Decke hängt eine Tante Ju. Auch die erste Halle wirkt wie ein liebevolles Sammelsurium technischer Dinge vergangener Zeiten. Aber ich muss sagen, dass mir das zwar aufgefallen ist, mich jedoch nicht gestört hat. Im Gegenteil: Irgendwie macht es das ganze sehr sympatisch.

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