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Advent unter Tage beim weihnachtlichen Rammelsberg in Goslar

Ein letztes freundliches, aber energisches „Glück auf!“ und dann schließt sich hinter uns das metallene Tor. Während sich unser Guide draußen wieder zurück Richtung Kaue aufmacht, ist der Rest der Gruppe schon im Halbdunkeln vor uns verschwunden. Wir haben uns beim Betreten des Roeder-Stollens mit Absicht Zeit gelassen und werden nun mit einem wunderschönen Anblick belohnt. Statt auf zahlreiche Helme blicken wir in den vom Schein vieler, vieler Kerzen erleuchteten Bergwerksstollen. Das sieht richtig toll aus und war sicherlich auch unglaublich viel Arbeit. Neugierig folgen wir den steinernen Gängen des Besucherbergwerks in Goslar.

Auch in 300 Metern Tiefe sind die Tischdecken blütenweiß – Grubenlightdinner in Ramsbeck

„Zur Einfahrt in den Umkleideraum; zur Einfahrt in den Umkleideraum…“ Wie ferngesteuert folgen wir gemeinsam mit gut 50 weiteren Personen der Stimme aus dem Lautsprecher. Unsere Kleidung müssen wir nicht an die Decke hängen. Stattdessen reihen wir uns brav in der Schlange für blaue Kittel und weiße Helme ein. Hätte es zu wenig Kittel gegeben: In meinem wäre noch Platz für eine zweite Person gewesen. Auch mein Helm ist trotz größenverstellbarem Innenteil ein wenig zu groß für meinen Kopf. Die „Verkleidung“ scheint allgemein für Erheiterung zu sorgen, denn um uns herum werden die Kameras gezückt und fleißig Fotos geschossen. Anschließend setzt sich der lustige blau-weiße Haufen in Bewegung. Nächstes Ziel: Der Bahnhof des Sauerländer Besucherbergwerks Ramsbeck.

Das Deutsche Bergbaumuseum Bochum gaukelt seinen Gästen gerne etwas vor

Mein Blick fällt sofort auf den nackten Männerhintern direkt vor mir. Er gehört zu einem Bochumer Bergmann. Sein Ziel ist die Sammeldusche, in der sich seine Kumpel bereits den Dreck vom Körper waschen. Ihre Kleidung hängt direkt über mir an der Hallendecke. Das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum hat es tatsächlich geschafft, mich schon in der Eingangshalle davon zu überzeugen, dass hier ganz viel Liebe zum Detail herrscht und alles so realistisch wie möglich gestaltet ist. Voller Vorfreude besorgen wir uns unter Vorlage unserer RUHR.TOPCARD zwei Eintrittskarten und erwiedern das freundliche „Glück auf!“. Ab jetzt geht es erst mal abwärts.