Jessi entdeckt, Reisen und Ausflüge
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{Jessi entdeckt} – Dass der Kopf beim Tauchen stört

Ob ich das mit dem Druckausgleich hinbekomme? Kann ich trotz Kontaktlinsen meine Augen unter Wasser öffnen? Werde ich mich überwinden können, einfach zu atmen – unter Wasser? So sieht es kurz vor dem Schnuppertauchkurs in meinem Kopf aus. Ein wenig mulmig ist mir ja schon zu Mute. So wie fast jedes Mal, wenn ich kurz davor stehe, etwas vollkommen Neues auszuprobieren, mich auf ungewohntes Terrain zu begeben. Dieses Gefühl verschwindet zwar für einen kurzen Moment, als der sympathische Tauchlehrer mit uns die Theorie durchspricht, doch spätestens beim Anprobieren der Gerätschaften geht der Trubel in meinem Kopf wieder los. Dazu mischt sich ein ungutes Gefühl in der Magengegend.

 

Das Zusammenbauen meiner Ausrüstung ist kein Problem. Ich habe dem Tauchlehrer während der Einführung aufmerksam gelauscht und stecke die vielen Schläuche in der richtigen Reihenfolge zusammen. Den ganzen Rucksack dann auf den Rücken zu schnallen, ist schon schwieriger. Zwar weiß ich, dass unter Wasser alles quasi schwerelos sein wird, doch an Land ist das, was nun auf meinem Rücken thront, einfach unerträglich schwer. Die warme Schwimmbadluft und der enge Neoprenanzug haben meinen Körper ganz schön aufgewärmt, so dass mir das Wasser noch kälter erscheint, als es für mich Warmduscherin sowieso der Fall wäre.

Als wir dann schließlich im Kreis im Wasser hocken und uns an noch flacher Stelle für die ersten Übungen unter Wasser sinken lassen sollen, zittert mein Körper sicherlich nicht nur aufgrund des kalten Wassers. Ich nehme drei Anläufe und tauche jedes Mal nach wenigen Sekunden wieder auf. Es geht einfach nicht, mein Kopf sperrt sich gegen das Vorhaben und hindert meinen Körper daran, angemessen zu agieren. Nach einem kurzen Austausch mit dem Tauchlehrer werde ich aus meiner Situation befreit und darf das Becken verlassen. Schnell runter das schwere Equipment und raus aus dem kalten Wasser. Während die kleine Gruppe ohne mich auf Tauchstation geht, wärme ich mich rasch wieder auf und warte gespannt auf das Wiederauftauchen der anderen.

 

Vielleicht versuche ich es irgendwann auf Reisen einfach erst einmal mit Schnorcheln…

 

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