Kaffeeklatsch mit: Bianca

Kaffeeklatsch mit… soll einen festen Platz bei Fernweh und so bekommen. Ich möchte interessante Menschen interviewen, die tolle Geschichten zum großen Thema Reisen zu erzählen haben. Wenn ihr auch jemanden kennt, der sein Erlebtes unbedingt mit uns Reiselustigen und Fernwehgeplagten teilen sollte, dann freue ich mich über eure Vorschläge.

 

Heute stelle ich euch eine junge Frau vor, die mit viventura einen Monat lang in Costa Rica verbringen durfte und auch sonst sehr spannende Geschichten zu erzählen hat. Sie lebt nämlich seit einiger Zeit als Nomadin und hat bereits viele tolle Orte besucht.

Bianca beim zip lining in Costa Rica

Fernwehundso: Noch einmal herzlichen Glückwunsch, du bist die viventura-Gewinnerin und durftest den November in Costa Rica verbringen. Bevor wir hier näher drauf eingehen, wäre es schön, wenn du dich kurz vorstellen könntest.

Bianca: Ich bin Mitte 30 und reise seit zwei Jahren ohne Pause. Vor meiner Reise habe ich sieben Jahre lang in Barcelona gelebt. Davor habe ich in Montreal studiert. Aufgewachsen bin ich in Venezuela, dem Heimatland meines Vaters. Meine Mutter ist Kolumbianerin. Der Großteil meiner Familie lebt noch immer in Venezuela. Auf meinen Reisen gehe ich wandern, fahre Rad und klettere. Ich liebe aber auch das Faulenzen am Strand, tolles Essen und das Erkunden von Städten.

Fernwehundso: Ich habe auf deinem Blog gelesen, dass du vor einiger Zeit beschlossen hast, als Nomadin zu leben. Was hat dich dazu bewogen und wo hast du bisher überall Halt gemacht?

Bianca: Ich war mit meinem Leben in Barcelona einfach nicht glücklich und wollte das ändern. Nach der Beendigung meiner damaligen Beziehung begann ich zu reisen, denn es hat mich schon immer fasziniert, neue Orte zu entdecken und außerdem musste ich den Kopf frei bekommen. Das ist jetzt zwei Jahre her und ich denke nicht, dass ich in den nächsten Jahren mit dem Leben, wie ich es jetzt lebe, aufhören werde. Es gibt einfach noch so viele Orte, die ich noch nicht gesehen habe. Ich war zum Beispiel noch nie in Afrika oder Asien. Dieses Jahr werde ich höchstwahrscheinlich ganz Südamerika erkunden.

Fernwehundso: Was ging dir durch den Kopf, als du von deinem Gewinn erfahren hast?

Bianca: Oh, ich konnte es nicht glauben! Noch nie in meinem Leben habe ich so etwas cooles gewonnen. Ich war unglaublich überrascht, aber sehr glücklich, Costa Rica erkunden zu dürfen.

Fernwehundso: Jetzt ist die Zeit bei viventura in Costa Rica bereits zwei Monate her. Was hast du alles erlebt?

Bianca: Für mich als Nomadin war es richtig klasse, für einige Wochen einen festen Aufenthaltsort zu haben. Ich bin ständig in Bewegung, deshalb ist mir das wichtig. In Costa Rica war ich wandern und radfahren. Das sind zwei Dinge, ich versuche, überall zu tun. Außerdem bin ich Seilrutsche gefahren (siehe Foto), habe Wildwasserrafting ausprobiert und bin Kanu gefahren. Das hat alles sehr viel Spaß gemacht.

Fernwehundso: Und was waren die Highlights für dich?

Bianca: Es hat mich unglaublich begeistert, wie das viventura Team arbeitet. Sie haben alle solch eine Leidenschaft für das, was sie tun. Deshalb wäre es unmöglich, sich nicht von dieser Motivation anstecken zu lassen.

Fernwehundso: In der Ausschreibung hieß es, es sei auch möglich, für viventura zu arbeiten. Hast du diese Möglichkeit genutzt?

Bianca: In Costa Rica war ich mehr damit beschäftigt, das gesamte Team und die Philosophie von viventura besser kennen zu lernen und zu erfahren, wie sie arbeiten. Die eigentliche Zusammenarbeit hat jetzt gerade erst begonnen. Ich werde in diesem Jahr Artikel für den viventura Blog schreiben. Der erste Post ist schon online, er beschreibt meinen Besuch von Nabusimake, ein sehr abgelegenes Dorf von Ureinwohnern in Kolumbien.

Fernwehundso: Wo werden wir mehr über deine Abenteuer in Costa Rica lesen können (z.B. auf deinem Blog, auf der viventura Homepage)?

Bianca: Bisher habe ich sowohl auf meinem Blog als auch auf dem von viventura nur sehr wenige Artikel über Costa Rica veröffentlicht. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern. Es ist nicht einfach, während des Reisens zu schreiben und gleichzeitig alles auf die ständigen Veränderungen anzupassen.

Fernwehundso: Gab es Momente, in denen du deinen Ausstieg aus dem alltäglichen Leben bereut hast?

Bianca: Überhaupt nicht! Im Gegenteil, ich fühle, dass ich genau das richtige tue. Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Vor allem bin ich viel glücklicher, weil ich etwas tue, das ich liebe und für das ich ein wenig Anerkennung bekomme.

Fernwehundso: Hast du Tipps für Menschen, die ebenfalls planen, ein Nomadenleben zu führen?

Bianca: Es gibt keine allgemeingültige Formel. Das wichtigste ist, zu tun, was einen glücklich macht. So fällt es einem leichter, mit Herausforderungen umzugehen. Ein weiterer Schlüssel ist Flexibilität. Meistens funktionieren Pläne nicht wirklich, aber sie ordnen sich selbst neu. Es ist also wichtig, sich anpassen zu können. Und der erste Schritt ist auch der schwierigste. Anschließend kommt alles ins Rollen und es macht einfach nur Spaß.

Fernwehundso: Was möchtest du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben?

Bianca: Wenn ihr das Reisen liebt und mehr über Südamerika lernen möchtet, dann folgt meiner Tour auf meinem und auf dem viventura Blog. Ihr könnt mich auch jederzeit gerne kontaktieren und mir Fragen zum Langzeitreisen stellen.

Fernwehundso: Vielen Dank für das tolle Interview, Bianca!

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8 comments

  1. Da kann man nur neidisch werden 😉 Mal wieder ein tolles und spannendes Interview, ich freu mich schon auf das nächste 🙂
    Liebste Grüße, Jana

    • Vielen Dank! 🙂
      Das nächste wird es innerhalb der nächsten zwei Wochen geben. Thema ist „Auswandern“.

      Liebe Grüße
      Jessi

  2. Spannendes Interview, liebe Jessi. Ich frage mich ja immer wie solche Menschen ihr „Nomaden“-Leben weiterführen, wenn sie sich vielleicht mal verlieben und Kinder bekommen wollen. Oder verzichtet man dann ganz darauf? Ich fand die Rückkehr in ein normales Leben immer total schwer, hätte mich aber nie für ein dauerhaftes Leben on the road entscheiden können. Liebe Grüße, Nadine

    • Danke, danke!
      Ja, das ist eine gute und berechtigte Frage. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das auf Dauer so macht. Als Auszeit und um den Kopf frei zu bekommen eine tolle Sache, aber mit Familie?

      Liebe Grüße
      Jessi

  3. Hi Jessi,
    I just wanted to thank you again for taking the time to interview me 🙂 Nice work! To answer the question by Ms Hibbel, it’s hard to fall in love when you’re moving around as much as I do; but, in my experience, finding a good partner is a challenge even if you live in one place. At the beginning of my journey, I met another long term traveller and we traveled together for 8 months; it was a great experience but it ended when it became clear that we wanted to go different ways. Now, it’d be nice to meet someone who also shares my passion for traveling and to continue together; who knows, maybe even have a family and keep going, slowly but still going. There’s a few bloggers who are doing it (traveling together longterm with their partner and/or children), so it can be done 🙂

    • Thanks for your comment and for the great interview again!
      I wish you all the best and hope you’ll find somebody who was made for living with you. 🙂

      Best regards
      Jessi

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