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#4Städtein6Tagen: Eine Tour durch Stockholms U-Bahn-Stationen

Nachdem wir für unsere Überfahrt nach Tallinn eingecheckt und unseren Koffer ins Schließfach gesteckt haben, folgen wir der sehr guten Beschilderung aus dem Fährterminal zur nächsten U-Bahnstation. Das Fährterminal von Stockholm liegt etwas außerhalb und die Tunnelbanan ist eine gute Möglichkeit, schnell ins Stadtzentrum zu gelangen. Die Station Gärdet ist gut gefüllt, schließlich sind wir nicht die einzigen Touristen, die gerade mit der Fähre aus Riga angekommen sind. Während die meisten in den Schlangen vor dem Ticketschalter und den Automaten stehen, gehen wir einfach in den Kiosk der Station, in dem ebenfalls Tickets verkauft werden. Mit zwei Tagestickets im Gepäck steigen wir in die nächste Bahn Richtung Zentrum.

{Jessi entdeckt} – Schöne Aussichten in Stockholm

Wenn ich eine Städtereise plane, dann suche ich vorher auch immer nach schönen Aussichtspunkten. Ich mag einfach diesen Moment, wenn mir eine Stadt zu Füßen liegt, ich sie als Ganzes betrachten und den Blick Richtung Horizont schweifen lassen kann. Auch vor unserer Reise nach Stockholm habe ich den Reiseführer nach solchen Orten durchforstet, Google gefragt und in verschiedenen Reiseblogs gestöbert. Am Ende hatte ich eine ganz schöne Liste zusammengestellt und habe dann aussortiert, schließlich wollten wir uns die schwedische Hauptstadt nicht nur von oben ansehen. Ich möchte euch heute drei unterschiedliche Orte vorstellen, die es euch ermöglichen, Stockholm aus ganz besonderen Blickwinkeln zu genießen.

Die Vasa und der Wind

Die Vasa – Ein schwedisches Segelschiff, um das schon immer viel Wind gemacht wurde. Angefangen hat es im Jahre 1628 eher mit einem recht kleinen Windstoß, der aber auch gleichzeitig der Todesstoß des Dreimasters war. Als es im August des besagten Jahres endlich soweit war und das Schiff in Stockholm seine Jungfernfahrt startete, passierte bereits nach weniger als einer Seemeile das Unglück und die Vasa sank. Viel mehr Wind wurde dann um die Suche und schließlich die Bergung des Kriegsschiffes gemacht. Fünf Jahre vergingen zwischen der Auffindung im Jahre 1956 und der Bergung, woran sich dann die akribische Arbeit der Restauratoren anschloss. Wie wir feststellen mussten, wird auch heute noch sehr viel Wind um die Vasa gemacht.

Das Ånedin Hostel in Stockholm entführt uns in eine längst vergangene Zeit

Stockholm liegt auf 14 Inseln und ist demnach eine von viel Wasser umgebene Stadt. Da liegt es nahe, dass Schiffe allgegenwärtig sind. Nach unserem Tagesausflug auf die Schäreninsel Grinda verbringen wir eine Nacht auf einem der zahlreichen Schiffe, die nach ihrer Kreuzfahrtkarriere nun als Hotel oder Hostel in Stockholm ihren Lebensabend genießen. Die Auswahl an solchen schwimmenden Unterkünften ist groß. Wir haben uns – aufgrund seiner sehr zentralen Lage in Gamla Stan – für das Ånedin Hostel entschieden und sind Nachbarn eines ausgedienten Segelschiffes, das ebenfalls ein Hostel ist.

Reisen, rumkommen, relaxen – Ein entspannter Tag auf Grinda

„Ah, hier müssen wir abbiegen!“ Als wir das erste Mal hier entlang gelaufen sind, müssen wir das Schild, das den Beginn des ca. 3 km langen Wanderweges durch Grindas Wälder markiert, übersehen haben. Doch dieses Mal sind wir aufmerksamer und biegen nach rechts auf den schmalen Trampelpfad ab. Auf den ersten Metern machen wir einer kleinen Touristengruppe Platz, die uns entgegen kommt. Wenige Augenblicke später verhallen ihre Stimmen hinter uns. Und dann gibt es nur noch uns zwei und die Natur. Gedankenverloren folgen wir dem Waldweg, lauschen dem Rauschen der bunten Blätter, lesen Informationstafeln und genießen den schwedischen Herbst um uns herum.