Alle Artikel in: Niederlande

Rotterdam – Keine klassische Schönheit, aber sehenswert

Die Aufzugtüren öffnen sich und wir betreten die Nhow Bar des gleichnahmigen Hotels. Hier ist schon gut was los: Menschen unterschiedlicher Nationen sitzen in den bequemen Sesseln, auf Barhockern oder stehen rund um die bunt-beleuchtete Theke, die mir als Mittelpunkt der Nhow Bar direkt ins Auge springt. Der Raum ist erfüllt von einem Gewirr unterschiedlicher Sprachen und ich schaue in viele fröhliche, entspannte Gesichter. Mein Blick wandert weiter zu der großen Glasfront vor uns und auf die Lichter von Rotterdam. Genau deshalb sind wir hier: Die Nhow Bar ist eine Skybar und da sie dem Stadtzentrum gegenüber auf der anderen Seite der Neuen Maas liegt, hat man von hier einen tollen Blick auf die Stadt und die Erasmusbrücke. Wir haben Glück und ergattern noch zwei Sessel direkt am Fenster. Hier machen wir es uns gemütlich und genießen unseren letzten Abend bei Cocktails und Fingerfood. Morgen geht es weiter nach Den Haag, was ich schon etwas schade finde, denn obwohl Rotterdam keine klassische Schönheit ist, hat mich die Stadt in den letzten zwei Tagen für sich …

Amsterdam mal anders – Ein Rundgang durch den Norden

Für mich war es bereits der zweite Besuch der niederländischen Hauptstadt. Doch im Gegensatz zum ersten Besuch lag unsere Unterkunft nicht mitten im Stadtzentrum, wo das Leben und die Touristen toben. Wir hatten uns für eine etwas andere Unterkunft entschieden: Das Amstel Botel. Dieses Hotelschiff liegt am NDSM-Pier und somit in Amsterdam Noord. Der Ausgangspunkt war also ein völlig anderer als bei meiner ersten Reise nach Amsterdam, was dazu führte, dass ich auch ganz andere Ecken der Stadt kennenlernte.

Zurück in den niederländischen Schnee

Anfang Januar ging es erneut in die Skihalle nach Landgraaf. Nachdem mich meine ersten Skierfahrung so euphorisiert hatte, war ich gespannt, ob es einfach nur Anfängerglück war oder ob es genauso erfolgreich weitergehen würde. An der Kasse erwartete uns eine viel kürzere Schlange als beim letzten Mal, meine Größe für die Skischuhe kannte ich bereits und auch das Anlegen der Skier war schon fast Routine. Dann mussten nur noch die passenden Stöcke gefunden werden und ich war bereit für meine aktuelle Aufgabe: Richtig lenken und bremsen lernen. Doch vorher drehte ich zur Sicherheit noch eine Proberunde auf dem „Idiotenhügel“. Ohne einen Stolperer – aber leider auch ohne große Geschwindigkeit – unten angekommen, marschierte ich entschlossen zum steilen Übungshügel weiter.

Eine Geschichte vom Skifahrenlernen in den Niederlanden

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Jessi, das zu einer Zeit aufwuchs, in der die harzer Winter noch mit sehr viel Schnee einhergingen. Glücklich tollte Jessi durch das kalte Nass und sauste mit ihrem Schlitten die Hügel hinunter oder ließ sich von ihren Eltern auf selbigem durch die Wälder ziehen. Eines Tages schenkte man ihr ein paar Skier und eröffnete ihr so die Möglichkeit, eine weitere Art des Schneevergnügens zu erlernen. Doch die kleine Jessi hatte keinerlei Interesse und schnallte sich die Skier nur ein einziges Mal an die Füße – zur Anprobe im Wohnzimmer. Und so verbrachte Jessi die Winter ihrer Kindheit weiter auf dem Schlitten, erst auf einem hölzernen, später dann auf einem Bob mit Lenkrad und Bremse. Als sie langsam zu einer Erwachsenen heranwuchs folgte eine lange Phase, in der sie den Schnee verachtete. Er war kalt und nass und konnte ihr gestohlen bleiben. Doch auch das änderte sich und so beschloss Jessi im vierten Jahrzehnt ihres Lebens, dem Skifahren eine Chance zu geben.

„Bukken!“ – Beim Grottenbiken in Valkenburg kann es schon mal beengend werden

„Het volgende station is Valkenburg“, tönt es aus den Lautsprechern des Stoptrein. Ein Blick in den Himmel verrät mir, dass ich gleich bestimmt meinen Schirm aufspannen muss. Also hole ich ihn zusammen mit meiner Wegbeschreibung aus dem Rucksack. Einmal links, zweimal rechts und wieder links. Danach geht es nur noch geradeaus. Ich habe mehr als genug Zeit und kann in Ruhe an den Restaurants vorbei spazieren, die zu Beginn noch meinen Weg flankieren. Kurz darauf tauchen zu meiner Rechten Wohnhäuser auf, während sich links von mir Radfahrer die Straße hinauf quälen. Ich passiere die Fluweelengrotte, die ich bereits 2013 besucht habe und komme auch an einem Bergwerksmuseum vorbei: Steenkolenmijn – De allerlaatste in Nederland! Plötzlich endet der geteerte Fußgängerweg und geht in einen Kiesweg über. Ich werfe einen Blick auf meine Karte. Scheinbar bin ich noch auf dem richtigen Weg. Als ich die Hügelkuppe erreiche, kann ich zwei Fahnen vor einem kleinen Häuschen erkennen. Mich trennen nur noch wenige Meter vom Eingang zu meinem heutigen Abenteuer: Grottenbiken in Valkenburg.