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Eine Schlemmertour durch Lüttich

Kaum habe ich mich in den weichen Sitz des Thalys fallen lassen und ein paar erste Worte mit meinen Mitreisenden gewechselt, kommen wir auch schon an unserem Ziel an. Lüttich ist tatsächlich nur einen Katzensprung von Aachen entfernt; 20 Minuten braucht der Thalys für die Strecke. Da wir in der ersten Klasse reisen, ist ein Frühstück inklusive. Meine Mitreisenden sind bereits in Köln eingestiegen und haben etwa eine Stunde Zeit, ihr Frühstück zu genießen. Ich trinke nur schnell einen Tee. Dann heißt es auch schon „Raus aus dem Zug!“. Während der Thalys wieder losfährt und seine Reise über Brüssel nach Paris fortsetzt, bestaunen wir erst einmal den Lütticher Bahnhof. Einige meiner Mitreisenden und ich kennen die Stadt und ihren Bahnhof zwar schon, doch begeistern können wir uns trotzdem immer wieder für diese außergewöhnliche Architektur.

Luftschiff Aéroflorale II zu Gast in Lüttich

Lange war nicht klar, wann und wo genau das Luftschiff Aéroflorale II in Lüttich landen würde, doch seit Donnerstag kann die 15 Meter hohe Flugmaschine auf dem Espace Tivoli bestaunt werden. Die 15-köpfige Crew nutzt den Zwischenstopp in der wallonischen Stadt, um Einwohnern und Touristen die einzigartige Antriebstechnik – Phytovoltaik – vorzustellen. Einzelne Forschungsstationen ermöglichen einen Einblick in den wissenschaftlichen Alltag rund um die Energieproduktionsfähigkeit unterschiedlicher Pflanzen. Sicherlich wird die Crew in den nächsten Tagen auch in Lüttich und im Umland nach Pflanzen Ausschau halten, die für den Antrieb des Luftschiffs geeignet sind. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und euch die Aéroflorale II ansehen wollt, dann kann ich euch zum einen sagen, dass die Wissenschaftscrew mit ihrem Luftschiff höchstwahrscheinlich am Sonntag wieder aufbrechen wird. Zum anderen kann ich euch hier ein paar Tipps für euren Besuch der wallonischen Stadt geben.

Auf Schienen durchs Hohe Venn – Eine Draisinentour

„Ist das schön hier!“ tönt es begeistert neben mir und ich kann nur zustimmen. Während meine Freundin und ich die Schönheit des Hohen Venn genießen, treten unsere Jungs ordentlich in die Pedale. Bisher sind wir niemandem begegnet, der Radweg, den wir hier und da kreuzen, ist leer. Auch ein Blick zurück verrät mir, dass wir einen riesigen Vorsprung zu unseren „Verfolgern“ haben müssen. Natur, so weit das Auge reicht. Nur das Rattern der Räder auf den Schienen stört ein wenig die Idylle. Ich schließe die Knöpfe meiner Strickjacke – es ist noch recht frisch und die Jungs sorgen für mächtig viel Fahrtwind. Kalt ist den beiden vor uns ganz sicher nicht, schließlich geht es fast die ganze Zeit leicht bergauf und schon nach einer halben Stunde erreichen wir unser Ziel. Bevor wir Mädels die Draisine wieder zum Ausgangspunkt zurück fahren werden, gönnen wir uns im Garten eines ehemaligen Bahnhofs der Vennbahn erst einmal ein leckeres Picknick.

Mons – Auf Greeter-Tour in der Kulturhauptstadt 2015

Als Reisebloggerin durfte ich schon viele tolle Menschen kennenlernen, die wie ich leidenschaftlich gerne reisen. Und bloggen. Mit einigen war ich auch schon in ihrer jeweiligen Heimat unterwegs: Janett hat mir Neuss gezeigt, mit Michèle war ich auf der Suche nach Bonns Kirschblüten und dank Meike habe ich so einiges über Wuppertal erfahren. Doch mit einem offiziellen Greeter war ich noch nicht unterwegs. Bis jetzt! Kürzlich habe ich das belgische Mons besucht und mir die aktuelle Kulturhauptstadt Europas von einer Einheimischen zeigen lassen.

Hach Gent, du hast mich verzaubert!

Mit einem Eiskaffee in der Hand und der Sonnenbrille auf der Nase sitze ich im Zentrum der flandrischen Stadt Gent und lasse die Beine von der Mauer baumeln. Vor mir gleiten Boote voller Touristen über die Leie. Die Besucher lauschen gespannt dem jeweiligen Captain und zücken ihre Kameras. Es geht um die alten Zunfthäuser, die hinter mir noch immer stolz das Ufer säumen und von der wohlhabenden  Vergangenheit Gents erzählen. Mein Blick ist auf das gegenüber liegende Ufer gerichtet, wo ein ganzes Orchester für die musikalische Untermalung der traumhaften Szenerie sorgt. Hier lässt es sich aushalten!