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Genug vom Trubel? Auch in New York City gibt es Ruheoasen!

Eigentlich bin ich ein totaler Stadtmensch und liebe den Trubel um mich herum. Doch nach fast einer Woche in New York City habe auch ich ein wenig Ruhe nötig gehabt. Ich hatte irgendwann einfach keine Lust mehr, mit dem Menschenstrom mitzuschwimmen. Und auch die Geräuschkulisse wollte ich einfach nur noch abstellen. Wie gut, dass es auch in einer so großen, wuseligen und niemals schlafenden Metropole wie New York überall kleine Ruheoasen gibt, zu denen ich mich gerade in meinen letzten Tagen dort sehr hingezogen gefühlt habe.

Fantastische Skylineblicke inklusive – Über die Brooklyn Bridge nach Manhattan

Nachdem wir den Süden von Manhattan erkundet und die Sonne am Hudson genossen haben, führt uns unser Weg mit der U-Bahn unter dem East River hindurch nach Brooklyn. Als wir auf der anderen Seite aus der Erde in die Sonne treten, zeigt sich uns New York von einer ganz anderen, sehr charmanten Seite. Ich muss sofort an England denken und bin ganz verzückt von den – im Gegensatz zu den Wolkenkratzern in Manhattan – recht kleinen Häusern im europäischen Stil. Die Straßen sind fast unbefahren und von Menschenmassen fehlt hier auch jede Spur. Eine ältere Dame merkt, dass wir etwas orientierungslos sind, wie wir so unsere Köpfe über der Karte zusammenstecken und weist uns mit einem Lächeln den Weg zum Fluß. „It’s wonderful, you will love it!“ Und damit hat sie vollkommen Recht.

Ein Spaziergang im Herzen der amerikanischen Demokratie – die National Mall in Washington D.C.

Ich habe es im Gefühl: Das kann nur ein guter Tag werden! Mit der Sonnenbrille auf der Nase und dem Capitol im Rücken blicke ich Richtung Obelisk und kann das Ende der National Mall nur erahnen. Während ich noch den Geschmack meines Morning Glory Muffins vernehme und zufrieden feststelle, dass sich keine einzige Wolke am Himmel befindet, wird meine Aufmerksamkeit von einem kleinen, flinken Wesen zwischen den Blumen beansprucht. „Da ist ein Kolibri!“ platzt es aus mir heraus. Und gleichzeitig beschließe ich, dass mir Washington gefällt.

Manhattans Süden: Wo Börsianer spekulieren und Touristen in den Heli steigen

Wir sind mal wieder in die falsche Richtung gelaufen. Da schaut man einmal nicht aufmerksam auf die Karte und schon führen Broadway und West Broadway zu Verwirrungen. Bis ich mich an das eigentlich recht simple Straßensystem gewöhnt haben werde, soll noch einige Zeit vergehen. Hier im Süden Manhattans – im Financial District – ist das ganze allerdings auch komplizierter, wenn auch europäischer, denn hier haben die Straßen richtige Namen. Ein weiterer Blick auf die Karte bringt schließlich Klarheit ins Straßenwirrwarr und gemeinsam mit Anzugträgern und Touristen schlängeln wir uns durch die Wolkenkratzerschluchten, den Blick so oft es geht nach oben gerichtet.

Und plötzlich ist mir bewusst: Ich bin in New York!

Je näher der Tag meiner Reise in die USA rückte, desto größer wurde meine Vorfreude. Ich versuchte mir immer wieder vorzustellen, wie es wohl sein würde. Doch erst jetzt, nachdem ich schon ein paar Stunden hier verbracht habe, hoch oben auf dem Dach des Rockefeller Center stehe und mir die Metropole zu Füßen liegt, wird mir plötzlich so richtig bewusst: Ich bin in der Stadt, die niemals schläft. Ich bin im Big Apple. Ich bin in New York!