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Gänsehautmomente im Deutschen Fußballmuseum Dortmund

Wenn Janett und ich uns zur Extraschicht treffen, dann suchen wir uns im Vorfeld eine Stadt im Ruhrgebiet heraus und stellen uns nicht nur ein Extraschichtprogramm zusammen sondern gehen bereits tagsüber auf Entdeckungstour. In diesem Jahr hatten wir uns für Dortmund und das Deutsche Fußballmuseum entschieden. Das passte nicht nur zur aktuell laufenden Fußball-EM sondern auch zum sehr nassen Wetter. Zum Glück ist es nur ein Katzensprung vom Dortmunder Hauptbahnhof zum Museum und so können wir dem Regen schnell entkommen. Jacken, Rucksäcke und Schirme verstauen wir in den Schließfächern und schon stürzen wir uns ins Fußballabenteuer.

Das Wunder von Bern (1 von 1)

Erst einmal geht es mit der Rolltreppe nach oben und gleichzeitig 62 Jahre zurück. Haben uns eben noch die Fans während unserer Fahrt nach oben zugejubelt, stehen wir nun fast andächtig der deutschen Nationalmannschaft von 1954 gegenüber und lauschen unserer Nationalhymne. Wir setzen uns erst einmal und lassen das Wunder von Bern auf uns wirken. Nach einer Weile hält uns dann aber nichts mehr auf der Bank. Wir posieren mit DEM Fußball, stellen fest, dass die Spieler damals gar nicht so durchtrainiert waren und haben Spaß mit Janetts 360°-Kamera.

Fans begleiten uns nach oben (1 von 1)

Technik der 50er (1 von 1)

Anschließend stöbern wir durch die Geschichte des DFB. Besonders viel Spaß haben wir in einem kleinen Raum, in dem wir uns alle Lieder der deutschen Nationalmannschaft nicht nur anhören- sondern auch ansehen können. Meine Güte, das war teilweise ganz schön peinlich. Zum Glück hat die DFB 11 das Singen irgendwann aufgegeben und konzentriert sich schon einige Jahre auf das Wesentliche. Beim Fußballquiz wirds dann eher für uns peinlich. Die Fragen sind aber auch teilweise verdammt knifflig…

Zitate zieren die Wände (1 von 1)

Wer erinnert sich ans Golden Goal- (1 von 1)

So langsam nähern wir uns dem emotionalen Höhepunkt des Museums. Gespannt stehen wir mit einigen anderen Besuchern vor einem riesigen Fußball. Es wird dunkel, dramatische Musik erfüllt den Raum. Auf dem Fußball und den Wänden um uns herum erscheinen Szenen der WM 2014. An einige Details kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern; umso schöner, das alles noch einmal im Schnelldurchlauf mitzuerleben. Es dauert nicht lange, da habe ich eine richtige Gänsehaut. „Du wirst es nicht glauben, aber das sehe ich größtenteils alles zum ersten Mal!“ flüstert Janett neben mir. Ich muss grinsen. Es ist nämlich so: Immer, wenn Janett ein Spiel der National 11 schaut, verlieren wir oder spielen höchstens unentschieden. Netterweise verzichtet sie daher auf die Spiele und wir haben ihr quasi unseren letzten WM-Titel zu verdanken.

Spielplan von 2014 (1 von 1)

Bevor es eine Etage tiefer geht, machen wir es uns erstmal im Kino bequem und lassen uns von Jogis Jungs erzählen, wie sie die WM 2014 erlebt haben. Und da ist sie wieder, die Gänsehaut.

Als nächstes gehts in die Schatzkammer. Hier stehen die Pokale in Reih und Glied. Für 2016 steht auch schon eine Vitrine bereit. Da war das Deutsche Fußballmuseum leider etwas zu optimistisch. Aber der nächste Titel kommt bestimmt.

Oche im Endspiel (1 von 1)

Weiter geht es mit der Bundesliga-Geschichte. Auch die Kommentatoren und Schiedsrichter kommen nicht zu kurz. Schließlich gehören auch sie zum Fußball. Hier haben die Museumsbesucher sogar die Gelegenheit, einmal selbst ein Tor zu kommentieren. Zwei Kommentatoren-Kabinen stehen bereit. Den Kommentar und ein Foto kann man sich dann im Anschluss per E-Mail zuschicken lassen.

Phrasenwand (1 von 1)

Eintrittspreise (1 von 1)

Am Ende wartet dann noch ein Highlight auf uns: Der Mannschaftsbus von 2014. Während Janett bemerkt, dass sie ihn sich irgendwie luxuriöser vorgestellt hat, möchte ich mich am liebsten gar nicht mehr von diesem bequemen Ledersitz erheben. Wer hier wohl gesessen hat?

Mädels im Mannschaftsbus (1 von 1)

Fazit: Mir hat das Museum sehr gut gefallen. Allerdings bin ich auch mit dem Herzen dabei, wenn es um die Deutsche Nationalmannschaft geht. Da mich Fußball zwar interessiert, ich aber keinen Bundesligaverein habe, für den mein Herz schlägt, war der zweite Teil der Ausstellung für mich weniger interessant als der erste. Gut finde ich, dass man auch selbst viel aktiv werden kann: Fallrückzieher üben, Kommentator sein, Knöpfe drücken. Das Museum war leider recht schlecht besucht, was wahrscheinlich auch mit dem hohen Eintritt (Einzelticket Erwachsener: 17,00 €) liegt. Am besten bucht ihr vorher Onlinetickets, dabei spart ihr bis zu 25%. Weitere Infos gibts hier.

Janetts Bericht findet ihr hier.

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