Monate: April 2016

In Zons am Rhein den Sonntag genießen

Noch bevor wir durch das Rheintor die Altstadt von Zons betreten, fragt mich Janett, ob ich denn fünfzig Cent dabei hätte. Mit meinem „Ich denke schon!“ scheint sie zufrieden zu sein, möchte mir aber noch nicht verraten, wofür ich das Geldstück brauchen werde. Stattdessen stellt sie mir den Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden vor, der den Rheinzoll von Neuss nach Zons verlegt hat und noch heute vor den Toren der Stadt steht. Und dann tauchen wir selbst in die kleinen Gässchen des Ortes ein und fühlen uns fast wie auf einer Zeitreise ins Mittelalter. Links hinter der gut erhaltenen Stadtmauer fließt irgendwo der Rhein durch die grünen Wiesen, rechts reihen sich die teils leider weniger gut erhaltenen Fachwerkhäuschen aneinander.

Wir haben ja Zeit – Wie aus einem Besuch des Baumwipfelpfades eine Wanderung wurde

Manchmal muss man auch mal Glück haben. Und so kam es, dass ausgerechnet der Samstag der einzig schöne Tag des Osterwochenendes war und gleichzeitig auch der einzige Tag an dem ich Zeit hatte, mit meinen Eltern einen Ausflug zu machen. Unser Ziel war der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg, der nun schon seit einem Jahr die Besucher in Scharen anzog. Das sonnige Wetter und das lange Wochenende führten natürlich dazu, dass wir nicht die einzigen Ausflügler in Bad Harzburg waren. Der Parktplatz am Fuße der Burgberg-Seilbahn war bereits brechend voll. Aber wir hatten ja Zeit und fuhren einfach ein Stück weiter. Gegenüber vom Radau-Wasserfall wurden wir schließlich fündig und stellten das Auto ab.